Viele Menschen fühlen sich im Berufsalltag schuldig – etwa wenn sie krank waren, Aufgaben ablehnen oder Erwartungen anderer nicht erfüllen können
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Schlechtes Gewissen
Schuldgefühle im Job loswerden
Krankheit, Familienstreit oder falsche Glaubenssätze: Das schlechte Gewissen im Job kann unterschiedliche Gründe haben. Diplom-Psychologe Joachim Hipp weiß, wie man die Ursache entdeckt und was hilft
Astrid van Kimmenade
17.03.2026
5Min

chrismon: Wann fühlen sich Menschen im Job schuldig?

Joachim Hipp: Jemand hat ein schlechtes Gewissen, weil er oder sie über mehrere Wochen oder Monate krank war und die anderen die Aufgaben notgedrungen mit übernommen haben. Zurück am Schreibtisch versucht er mehr zu arbeiten, als für ihn gut ist. Er fühlt sich stark verantwortlich gegenüber dem Team und der Aufgabe und will so sein schlechtes Gewissen kompensieren.

Oft überlastet er oder sie sich so und wird gleich wieder krank. Wenn ich frage, ob er seine Arbeit "dosiert" wieder aufnehmen könnte, sagt er, dass er sich dann noch schuldiger fühlen würden. Im nächsten Schritt überlegen wir gemeinsam, wie er sich verantwortlich verhält - sowohl den Teammitgliedern als auch der eigenen Gesundheit gegenüber.

Wie funktioniert das praktisch?

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