Kulturreisen für Herz und Seele

 

Von jüdischem Leben in Sachsen über indigene Perspektiven auf Amazonien bis zu großen Musikfestivals und besonderen Kulturreisen: Diese Tipps laden dazu ein, Kultur bewusst zu erleben – nah und fern, neugierig und offen.

 

Sachsen feiert ein Jahr der jüdischen Kultur

100 Jahre nach der Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden rückt der Freistaat Sachsen 2026 unter dem Titel „Tacheles“ die Vielfalt jüdischer Kultur in Vergangenheit und Gegenwart in den Mittelpunkt. Mit Festivals, Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen und zahlreichen weiteren Formaten macht das Themenjahr die große Spannbreite jüdischen Lebens sichtbar.

Von Leipzig bis ins Erzgebirge, vom Vogtland bis Görlitz beteiligen sich rund 200 Kultur- und Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften und Initiativen – darunter die Semperoper Dresden, das Bach-Museum Leipzig, das Barockschloss Delitzsch und das Kulturforum Görlitzer Synagoge – mit insgesamt über 1.000 Programmpunkten. „Tacheles 2026“ versteht sich bewusst nicht als Festival mit einem starren Programm, sondern wächst stetig und bietet Raum für neue Beiträge.

Das aktuelle Programm finden Sie unter: tacheles.sachsen.de

 

Amazonien entdecken in der Bundeskunsthalle

Wer Amazonien nur als grüne Wildnis kennt, wird in der Ausstellung„Amazônia. Indigene Welten“ in der Bonner Bundeskunsthalle überrascht sein. Die Ausstellung zeigt die Region konsequent aus der Sicht der indigenen Bevölkerung. Ihre Stimmen, Bilder und Wissenssysteme prägen die Ausstellung und eröffnen einen Blick auf Amazonien als lebendigen Kulturraum – weit mehr als nur als bedrohten Naturaum. Rund 400 Exponate erzählen von Gemeinschaft, Schöpfung und Zukunft und zeigen, wie eng menschliche und nicht-menschliche Lebenswelten miteinander verbunden sind. Historische Objekte treten in Dialog mit zeitgenössischer indigener Kunst und machen deutlich, wie aktuell diese Perspektiven für globale Fragen sind. Kuratiert von dem Anthropologen Leandro Varison und dem Künstler und Aktivisten Denilson Baniwa, ist die Ausstellung eine Einladung, vertraute Sichtweisen zu hinterfragen. Tipp: Der Besuch lässt sich gut mit den parallel laufenden Ausstellungen „Peter Hujar. Eyes Open in the Dark“, „Sexwork. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit“ und „Interactions 2026“ verbinden – weitere lohnende Etappen auf dieser Kulturreise.

Weitere Informationen: www.bundeskunsthalle.de

 

Beethovenfest Bonn 2026

Was wäre Bonn ohne Ludwig van Beethoven, den berühmtesten Sohn der Stadt? Sicherlich um eines seiner kulturellen Highlights ärmer. Seit 1845 bringt das Beethovenfest alljährlich internationale Spitzenmusiker:innen an den Rhein. Gegründet einst von Franz Liszt ist es heute eines der renommiertesten Festivals für klassische Musik in Europa. In diesem Jahr feiert das Festival seine Rückkehr in die frisch sanierte Bonner Beethovenhalle. Unter dem Leitthema „Zuhause“ spannt das Programm einen Bogen von großen Orchesterkonzerten bis zu überraschenden Pop-Formaten. Rund 80 Konzerte – darunter das Eröffnungskonzert mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Antonio Pappano – sowie Talks, Ausstellungen und Workshops laden vom 3. September bis

3. Oktober 2026 dazu ein, Bonn als lebendigen Musikort neu zu entdecken.

Infos und Tickets unter: beethovenfest.de

 

Appenzeller Bachtage 2026 Oper, Konzert, Ballett und Kultur

Johann Sebastian Bach ist seit Jahrhunderten eine nie versiegende Inspirationsquelle. Doch was macht sein Werk bis heute so prägend, und wie lässt sich sein Erbe in einer sich wandelnden (Musik-)Welt weiterdenken? Die Appenzeller Bachtage 2026 gehen vom 19. bis 23. August unter dem Motto „Bach geht weiter“ den Fragen nach, was Bachs Werk so unverwechselbar wie wandlungsfähig macht: Was waren seine Voraussetzungen und wie hat er sich fortentwickelt? Welche Wirkung hatte er auf seine Schüler und Bewunderer, und wie wurde seine Musik weitergetragen? Nicht zuletzt wagt das Festival den Blick nach vorn mit der Frage, wie der Bach der Zukunft klingen könnte. Die Appenzeller Bachtage gehen diesen Fragen in der gewohnten Mischung aus wissenschaftlicher Kompetenz und experimenteller Neugier nach. Dabei verbindet das Festival hochklassige Orgel-, Klavier-, Trompeten- und Orchesterkonzerte mit Gesprächsformaten und Angeboten zum Mitsingen – und lädt dazu ein, Bach neu zu entdecken.

Infos und Tickets unter: www.bachtage.ch

 

Oper, Konzert, Ballett und Kultur

ADAC Reisen für Musikfreunde richtet sich an alle, die klassische Musik mit besonderen Reiseerlebnissen verbinden möchten. Das Programm umfasst sorgfältig kuratierte Gruppen- und Individualreisen sowie exklusive Musikkreuzfahrten zu den renommiertesten Aufführungsorten in Europas Kulturmetropolen. Gruppenreisen kombinieren ausgewählte Konzerte und Opern mit fachkundigen Stadt- und Museumsführungen, Sonderausstellungen und gemeinsamen Mahlzeiten in ausgesuchten Restaurants.

Neu im Angebot sind Reisen speziell für Alleinreisende, bei denen das gemeinschaftliche Erleben im Mittelpunkt steht. Wer maximale Flexibilität bevorzugt, findet individuelle Arrangements mit hochwertiger Hotelunterbringung und Eintrittskarten bester Kategorien. Zu den besonderen Höhepunkten zählen Musikkreuzfahrten auf Donau und Seine sowie auf hoher See, die musikalischen Genuss mit entspanntem Reisen auf dem Wasser verbinden.

Weitere Informationen: adac-musikreisen.de