Trotz und Glauben
Platz für Hoffnung
Bei all den schlechten Nachrichten kann es schwierig sein, die Hoffnung zu behalten. Doch es ist nicht nur möglich, trotz Katastrophen zu glauben, sondern geradezu nötig. An­sonsten lassen wir der Katastrophe das letzte Wort.
Kann ich trotz der ganzen Katastrophen glauben?
Kann ich trotz der ganzen Katastrophen glauben?
Lisa Rienermann
Tim Wegner
04.09.2023
3Min

"Kann ich trotz der ganzen Katastrophen glauben?" Die Antwort auf ­unsere Frage finden wir am Frankfurter Flug­hafen. Es gibt dort eine Art Haftanstalt, wohin unter anderem Menschen gebracht werden, die hier ­ohne gültige Papiere landen. In einem Schnellverfahren wird entschieden, ob der Asylantrag Chancen hat und der Mensch nach Deutschland einreisen darf. In vielen Fällen ist die Antwort: nein. So ging es auch Frau Dube, die eigentlich anders heißt. Ihre Geschichte ist wahr, aber anonymisiert.

Sie wuchs in Simbabwe bei ihrer Mutter auf. Die Mutter schickte sie als Kind und Jugendliche regelmäßig aufs Land zu Verwandten, wo Frau Dube von unterschiedlichen ­Männern misshandelt und vergewaltigt wurde. Sie floh zu ihrem Vater. Er wurde aus politischen Gründen ermordet. Frau Dube entkam. Sie floh weiter ins benachbarte Südafrika. Dort lebte sie illegal. Auch hier: Gewalt und Vergewaltigungen. Simbabwer sind in Südafrika gesellschaftlich sehr weit unten angesiedelt.

Anfang des Jahres 2023 verschlechterte sich die Situation für illegale ­Simbabwer in Südafrika stark. Frau Dube fürchtete, nach Simbabwe zurück­kehren zu müssen. Mit ­ihren Ersparnissen bezahlte sie einen Schlepper. So landete sie in Frankfurt. Ohne Papiere kam sie in die schon erwähnte Haftanstalt. Ihr Asylantrag wurde im Schnellverfahren abgelehnt.

"Gott kümmert sich um uns"

Sie würde nach Simbabwe gebracht werden. Als ihr das klar wurde, brach sie zusammen. Frau Dube sah keine Perspektive für sich, nur noch Leid und Tod auf sie warten.

Ein paar Tage nach der Entscheidung sah ein Mitarbeiter Frau Dube. Sie lächelte. Er spiegelte es ihr. In so einer Situation lächeln zu können, das sei bewundernswert. Sie habe wirklich Kraft. Sie sagte in Anlehnung an ein Jesus­wort: "Gott kümmert sich um uns. Wenn er sich um die Vögel am Himmel und die Blumen auf der Erde kümmern kann, warum dann nicht auch um uns." Frau Dube konnte trotz der Katastrophen in ihrem Leben glauben.

Glauben entsteht nicht, weil es einem Menschen so gut geht oder weil die Welt so paradiesisch wäre. Im Gegen­teil wirkt Glauben oft dann besonders stark, wenn alles schlecht und ­bedrohlich ist. Glauben ist trotzig.

Wie bei der Kindeserziehung

Auch die Jüngerinnen und Jünger Jesu waren trotzig. Jesu Tod am Kreuz hat sie nicht endgültig abgeschreckt. Sie haben trotzdem geglaubt. Gut, er ist ihnen als Auferstandener erschienen. Aber wie lesen wir diese Geschichten heute? Wir Menschen haben die Fähigkeit, trotz aller Katastrophen zu glauben. Die Jünger und Jüngerinnen waren erst einmal in sich zusammengebrochen, doch sie gaben nicht auf und ließen den Tod nicht das Ende sein. Jesus war tot und ist es bis heute. Die Christen nennen ihn den Auferstandenen, trotzdem.

Warum manche glauben und andere nicht, ist ein Geheimnis. Das heißt aber nicht, dass man Glauben nicht nachhelfen könnte. Traditionell finden Menschen durch Verkündigung (Predigt) und Sakramente (­Taufe und Abendmahl) zum Glauben. Aber auch ohne die Kirche können wir Menschen daran arbeiten, dass andere glauben. Es ist wie bei der Erziehung von Kindern: Vorleben führt zu Nachahmung, Geborgenheit führt zu Zutrauen in die Welt.

Dass wir Menschen so etwas wie Glauben empfinden können, ist ein evolutionärer Vorteil. Wie sonst sollten wir uns motivieren, immer wieder aufzustehen? Katastrophen sind allgegenwärtig. Auch ein glückliches Leben endet in der Katastrophe des Todes, führt dazu, dass wir irgendwann nicht mehr aufstehen können. Es ist nicht nur möglich, trotz Katastrophen zu glauben, sondern auch nötig. An­sonsten lassen wir der Katastrophe das letzte Wort.

Nur an was glauben wir ­eigentlich, wenn wir trotz der Katastrophen glauben? Gar nicht unbedingt an etwas Konkretes. Frau Dube hat zwar die ­Bibel zitiert, aber Glauben im Sinne von Zuversicht, dass das Leben sinnvoll ist, findet sich natürlich auch außer­halb des Christentums: in anderen Religionen und ohne Religion. Wie eine Grundstimmung, die das ­Leben durchzieht und die sagt, es ist niemals zu spät, Mut zu haben. Solange das Böse nicht gewonnen hat, bleibt noch Platz für Hoffnung.

Leseempfehlung
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Guten Tag,
in o.g. Heft finde ich auf S. 49 in dem Beitrag von Konstantin Sacher folgenden Satz:
'JESUS WAR TOT UND IST ES BIS HEUTE. Die Christen nennen ihn den Auferstandenen, trotzdem.'
Mit dieser Formulierung komme ich als Laien-Christin überhaupt nicht klar, denn sie negiert die zentrale Glaubensaussage von Ostern, Jesus ist wahrhaft auferstanden. Ist die ganze Auferstehungsgeschichte samt der zahlreichen Zeugen eine Erfindung? Ist das moderne Theologie?
Ich bitte um Erklärung.
Mit freundlichen Grüßen
Eva-Maria Behrens
Hannover

Antwort auf von Eva-Maria Behrens (nicht registriert)

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"Ist die ganze Auferstehungsgeschichte samt der zahlreichen Zeugen eine Erfindung?" Die Auferstehung ist eine Erfindung. Das wussten auch zu den Zeiten schon viele, in denen die Evangelien, also Propagandaschriften für den Glauben, geschrieben wurden. Deswegen wurden so viele Zeugen aufgeboten. Das macht man nur, wenn der Inhalt der Botschaft umstritten ist.

"Ist das moderne Theologie?" Nein, das ist Glaubenskritik, also gewöhnliches Denken, das jeder beherrscht und nicht an einer Uni gelernt haben muss. Theologie geht anders. Theologie möchte sich einerseits nicht lächerlich machen und wiederholt deshalb im Jahre 2023 nicht einfach die Gedankenwelt von vor 2000 Jahren. Andererseits möchte Theologie genau wie die Verfasser der Evangelien auch Reklame für den Glauben machen. Also gibt sie zwar zu, dass da niemand aus dem Grab gerumpelt ist. Daran knüpft sie allerdings verwegene Gedankengänge der Art an, dass damals irgendetwas gelaufen sein muss, was auch heute noch von Interesse sein sollte. Da sind dann der modernen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Das ist das Gegenteil von Kritik. Das ist die Fortsetzung der Werbung für den Glauben.

Friedrich Feger

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Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihren o. g. Artikel habe ich mit wachsendem Unverständnis gelesen.
Wundern Sie sich noch, dass so viele Menschen die evangelische Kirche verlassen? Ich nicht. Warum sollte jemand in dieser Glaubensgemeinschaft bleiben, wenn Jesus tot ist? Hat Jesus Christus, der zusichert, bei uns zu sein bis ans Ende der Welt (Matthäus 28,20), sein Versprechen nicht gehalten? Ist er ein Lügner? Und wer möchte einem Lügner auf den Leim gehen? Wenn Jesus tot wäre, wäre es dann nicht verwunderlich, dass nicht noch viel mehr Menschen aus der evangelischen Kirche austreten?
Derartige Artikel mit Kirchensteuermitteln zu finanzieren, erlebe ich als missbräuchlichen Einsatz von Kirchensteuern. Dafür habe ich keinerlei Verständnis.
Mit ratlosen Grüßen
Dr. Christa Schone

Vielleicht hat H. Sacher auch nur den vielen Zweifeln Rechnung getragen. Denn was da an Widersprüchlichkeiten von den Kanzeln klingt und singt, ist ja mit Worten nicht zu fassen. Ein Beispiel ist der Begriff "Wahrhaftig auferstanden". Als was denn nun? Gar als Mensch? Was wird da oben gegessen? Als Geist? War er vorher schon. Dazu ist vermutlich auch eine Auferstehung nicht notwendig. Als Dreieiniger? Wie das? Die familiären Verhältnisse sind unklar. Ob und wie seine Eltern und Geschwister (hatte er welche?) gestorben sind, keine Informationen. Man macht IHN zum Mensch, kann aber menschliche Fragen nicht beantworten. Die Zahl der immerzu verständnisvoll Nickenden nimmt in dem Umfang ab, wie auch die Angstkulisse (Teufel, Hölle, Fegefeuer) und die Ablaß-Belohnung (Paradies) schwinden. Das ewige Leben?
Fragen Sie mal im Altersheim, wer das will. Die Angst, das religiöse (imaginäre) Paradies nicht erreichen zu können, wird ersetzt durch die Angst, später das tatsächliche "Wohlstandsparadies" nicht zu erreichen. Dieser Paradigmenwechsel wird auch von der EKD kräftig befeuert.
Die ganze Diskussion ist nach früheren Werten pure Gotteslästerung. Wer aber die Frage zuläßt, ob Gott queer ist, ist von allen Geistern verlassen.

Jesus ist kein Lügner, ebensowenig wie ein Gott menschliche Eigenschaften haben kann. Das Eine schließt das Andere aus. Lügner (auch gutgläubige!) sind aber die, die mit der Hoffnung als Wahrheit ihr Geschäft betreiben. Glauben bedeutet, auf etwas zu hoffen, was nie bewiesen werden kann. Der Glaube vermittelt die Kraft des fehlenden Wissens. Die schönsten Worte sind nicht in der Lage, diesen Zustand erschöpfend zu benennen.

Stimmt!. Lügner sind jene Männer, die einen Jesus und einen Gott erfunden haben um Angst und Schrecken zu vertreiben, jedes Wort von dem erfundenen Jesus eine Lüge. Noch nicht einmal der Geburtstag vom angeblichen Jesus ist bekannt und bewiesen, stattdesen alle seltsamen Worte, die er angeblich gesagt haben soll. Kennt jemand noch das Spiel "Stille Post"? Da werden sie geholfen!

Und Menschen sterben mit oder ohne Religion. Tod ist tot, da helfen auch keine Gebete mehr. Amen.

ZITAT: "Und Menschen sterben mit oder ohne Religion".  Diese Wahrheit stirbt nicht. Wenn Religionen als Bedingung die Wahrheit hätten, bräuchten wir sie nicht. Da aber niemand im Besitz der absoluten Wahrheit über Sinn und Zweck seines Lebens sein wird, muß/kann/sollte er sich für die individuelle Hilfe  mit Annahmen begnügen. Auf welche auch immer. .Ausserdem tut Hoffnung, auf was auch immer, gut. Auch für den "Gott des Lotto-Gewinns"  und anderer Versprechenshorizonte wird eifrig gezahlt. Wem die Hoffnung hilft, seiner Verzweiflung (nicht jeder hat sie) zu entgehen, der ist auf jeden Fall besser dran als der, der keine Ziele und Ideale hat. Die ganze Konstruktion von Dreieinigkeit, Erbsünde, Erlösung, Heilige und Himmelfahrt, die uns als Wahrheit verkauft wird, ist ein hilfloses Unterfangen, das keiner bohrenden Nachfrage stand hält. Wer Wahrheit behauptet, muss sie auch beweisen. Und schon schleudert jede Kanzel. Aber sich selbst zur absoluten Krönung des Lebens und aller Natur auszurufen, ist ebenso der Gipfel der Aaroganz. Ďazu sind wir mit unseren Schattenseiten nicht berechtigt. Es bleibt als sicherer Rückzugsort das  konfessionslose "Vaterunser". Und mir hoffentlich meine Demut

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Sehr geehrte Leserredaktion,
in seinem Beitrag "Kann ich trotz der ganzen Katastrophen glauben?" in Ausgabe 9/23, S. 68/69, schreibt der ev. Theologe Konstantin Sacher: "Jesus war tot und ist es bis heute. Die Christen nennen ihn den Auferstandenen, trotzdem" - und an anderer Stelle: "Auch die Jüngerinnen und Jünger Jesu waren trotzig. Jesu Tod am Kreuz hat sie nicht endgültig abgeschreckt. Sie haben trotzdem geglaubt. Gut, er ist ihnen als Auferstandener erschienen..."
Dem möchte ich widersprechen nach meiner Gaubensüberzeugung, die doch ganz zentral im Zentrum des unseres chrstlichen Glaubens überhaupt steht: Jesus ist nicht etwa "tot bis heute", sondern er ist wahrhaftig auferstanden. Das Neue Testament berichtet auch nicht von einer "Erscheinung", die den Jüngerinnen und Jüngern da begegnet ist, sondern vom wahrhaftig Auferstandenen, der den Tod überwunden und uns allen bewiesen hat: Das Leben in der Liebe Gottes ist mit dem Tod nicht zu Ende - Liebe ist stärker als der Tod.
Gern zur Veröffentlichung in Ihrem geschätzten Magazin, das ich immer wieder gern lese.
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Müller
Freiburg

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Sehr geehrte Damen und Herrn,
die Frage "Ist Gott queer?" lässt sich anhand der Bibel sehr schnell beantworten:
1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
1Mo 5,1 Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes (Ich habe das noch mit den hebräischen Schriften - Tanach - verglichen, die Übersetzung scheint in Ordnung zu sein) Also, wenn Gott Frau und Mann nach seinem Bilde schuf, muss Gott also irgendso ein Mischwesen aus Frau und Mann sein, wenn man vom menschlichen Verstand ausgeht. Unabhängig davon, ob man Gott mit dem menschlichen Verstand überhaupt greifen kann, ist Gott somit absolut queer. Die Behauptung im Artikel, dass in der Bibel ja nichts von einem queeren Gott stehen würde, kann deshalb so nicht stehen bleiben. Außer wir haben es hier mit Gottvater und Gottmama zu tun. Aber das möchte ich hier nicht weiterspinnen, sonst kommt noch die Dreifaltigkeit ins Wanken.
Viele Grüße
Werner Rixner

Es wird immer doller. Gott und die Dreieinigkeit ein queeres Mischwesen und wir aus Matsch. Bei einem Mundraub die Ur-Ur-Eltern ertappt, sind selbst die Findelkinder (ist deren Schicksal nicht schon boshaft genug?) noch mit ewiger Schuld beladen. Unchristlicher geht ja wohl nicht! Es wäre schon interessant zu erfahren, was Austinus neben der Erbsünde sonst noch für Erpressungsgründe erfunden hat. Und die EKD ist sprachlos.

Mit dem Zitat: "Wenn man vom menschlichen Verstand ausgeht" wird das Problem auf den Punkt gebracht. Einen anderen Verstand (z. B. einen göttlichen) haben wir nicht. Ohne Verstand "anzunehmen" und nur zu glauben, dass ist das, was alle Hirten von ihren blökenden Schafen fordern. Damit kann man auch die Konten der Vatikanbank Ambrosiana speisen. Das ist auch das Manna um die Flucht aus den Kirchen aufzuhalten. Sie haben Gott menschlich werden lassen, ihm in Jesus (Gott, Sohn oder doch nur der Geist von Beiden?) zwiespältige Eigenschaften (lebt er oder nicht, unter uns oder doch nur unpersönlich?) zuerkannt und wundern sich dann, wenn H. Rixner Fragen hat. Viele andere haben diese Fragen auch, wollen sie aber nicht wahr haben. Gott und QUEER, pure Blasphemie!. Sie appellieren an unseren Verstand um die Inhalte zu begreifen, wundern sich dann aber, das der Verstand grenzenlos ist und ihnen in die Quere kommt. Zur Notwehr muss dann wieder die Verweigerung des ewigen Lebens herhalten. Pech nur, dass nicht alle ewig leben wollen. Aus diesem "Schwarzen Loch" ist kein Entkommen. Und man kann nicht mal erkennen, dass sie das Dilemma begreifen.

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Lieber Herr Sacher, liebe Chrismon-Redaktion,
ich schätze die Zeitschrift sehr und finde eigentlich alle Artikel sehr interessant und lesenswert. Soviele tolle Menschen und Themen werden vorgestellt oder kommen zu Wort. Natürlich teilt man nicht jede Meinung, das ist ja normal.
Keine Ruhe lässt mir jedoch der Satz "Jesus war tot und ist es bis heute." in Ihrem o. g. Artikel, Herr Sacher. Wenn das die Realität wäre, dann könnten "die Kirche" eigentlich zu machen, oder? Vergeblich suchte ich in den folgenden Zeilen nach einem Hinweis, dass es sich nur um eine Provokation o.ä. handelt. Wenn Sie das glauben, dann wundert es mich, dass Sie einen Artikel in einer Kirchenzeitung schreiben.
Ich glaube jedenfalls an den Jesus, der nicht tot geblieben ist, sondern am dritten Tag auferstanden ist, zu dem ich eine Beziehung haben darf und der mich unendich liebt, mir meine Schuld immer wieder vergibt und zu dem ich am Ende gehen werde. DAS ist die Hoffnung, mit der man trotz der ganzen Katastrophen noch glauben und leben kann, um auf Ihre Überschrift zurückzukommen.
Liebe Redaktion, ich wünsche Ihnen weiterhin Gottes Segen für Ihre Arbeit!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre treue Leserin
Marit Glöckner

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Es können noch so viele Kerzen in den Kirchen angezündet werden, keiner wird je wieder auferstehen und es wird auch kaum Licht in den Hirnen der Gläubigen. So wie Trump seine Anhänger hat, so hat auch die Kirche ihre Anhänger. Ja, ja, die Angst vor dem Tode und der Hölle!
Kennt jemand den Unterschied zwischen einem Handwerker und Jesus? Der Handwerker kommt irgendwann, Jesus nie! Nun lacht doch mal!

Antwort auf von Wolfgang (nicht registriert)

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Muß man, ist es sinnvoll, dazu was zu sagen? Weder noch, aber zum Glück oder zum Dank gibt es auch "dankbare Seelen", die nicht so "physikalisch, so vernünftig" denken. Denn es gibt auch die Welt der Emotionen, der Gefühle und Hoffnungen, die das erträglich und erstrebenswert machen, was rechnerisch unmöglich zu beweisen ist. Wem es vergönnt ist, mit seinem täglichen gedanklichen Rechenschieber das Einmaleins seines Leben zu begreifen und auch die anderen zu verstehen, darf sich ja selbst beneiden. Allen anderen wird das nur unzuverlässig gelingen. Denen kann ein Glaube die Lücken der emotionellen Erkenntnisse füllen. Hoffentlich kann ich mir einen erfreulichen Anteil kindlicher Demut bewahren.

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Der christliche Glaube ist lt. der Interpretation seiner Organisatoren ein Wunschkonzert mit einem unsichtbaren und nur namentlich bekannten Dirigenten, einer Melodie die nicht nachvollziehbar ist und als Litanei nie enden kann. Bestraft wird auf jeden Fall, wer unbotmäßige Fragen stellt und angeblich ein schlechtes Gehör hat. Belohnt wird, wer gut klatschen kann und ergeben lauscht, auch wenn er nichts versteht. Die Begleittöne sind auf jeden Fall im Paradies wohltönend und im Fegefeuer atonal. Bleibt nur noch die Frage ob das ein Einzelfall ist und was Zeus, Mohammed, Buddha, die EKD und ROM dazu sagen.