chrismon: Ihre Mitarbeiter haben den mutmaßlichen CSD-Attentäter Abdul B. zweimal getroffen. Welchen Eindruck hat er gemacht?
Thomas Mücke: Die Gespräche führten zwei sehr erfahrene Mitarbeiter unseres Hauses. Es waren auch keine langen Beratungen, sondern zwei Kontaktgespräche von jeweils etwa anderthalb bis zwei Stunden. In dieser ersten Phase prüfen wir zunächst, ob jemand überhaupt die Voraussetzungen für ein Ausstiegsprogramm erfüllt.
Wie hat er sich verhalten?
Er erschien pünktlich, war höflich und freundlich. Gleichzeitig wirkte er sehr kontrolliert. Seine Antworten waren glatt, sehr professionell und stark auf den Zweck der Gespräche ausgerichtet. Für unsere Mitarbeiter blieb er schwer greifbar. Wir glaubten nicht, dass er sich auf einen Veränderungsprozess einlassen würde. Menschen, die mit einer gerichtlichen Weisung zu uns kommen, befinden sich in einem Zwangskontext. Deshalb müssen wir genau prüfen, ob jemand das Ausstiegsprogramm ernst meint oder lediglich dazu nutzt, eine Gefängnisstrafe zu umgehen oder zu mindern.
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