"Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein." Wer wollte diesem Satz nicht zustimmen? Er wurde auf der Gründungsversammlung des Weltkirchenrates im Jahre 1948 in Amsterdam formuliert. Da war der Zweite Weltkrieg gerade drei Jahre vorbei. Ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostete und in dessen Schatten im europäischen Osten das Menschheitsverbrechen der Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden und Jüdinnen stattfand.
Im selben Jahr 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Und diese Staatsgründung war ebenso eine Antwort auf den Zweiten Weltkrieg wie der Satz "Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein".
Allerdings zeigte sich sofort, dass mit diesem Satz Kriege nicht vermieden werden. Der neugegründete Staat Israel musste sich unmittelbar gegen einen kriegerischen Angriff der ihn umgebenden arabischen Staaten zur Wehr setzen. Und kriegerische Auseinandersetzungen haben die politische Situation im Nahen Osten bis auf den heutigen Tag geprägt. Dabei kommt dem Iran seit der sogenannten Islamischen Revolution und der damit verbundenen Errichtung eines totalitären Gottesstaates eine besondere Bedeutung zu. Es zeigt sich: Regime, die sich nach innen radikalisieren und die eigene Bevölkerung unterdrücken, neigen dazu, diese Gewalt auch nach außen zu wenden. Ähnliches lässt sich im Russland Putins beobachten.
Der Iran wurde zu dem maßgeblichen Finanzierer des islamischen Terrors, der in Gestalt der Hamas und der Hisbollah den Staat Israel und die in ihm lebenden Menschen immer wieder mit tödlichen Attacken überzieht. Das forcierte Atomprogramm, das der Iran konsequent verfolgt, macht diesen Staat zu einem der gefährlichsten Akteure der Weltpolitik.
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