chrismon: Sie und Ihr Mann sind beide beruflich stark eingebunden, Sie haben zudem noch Ihre eigene Praxis. Wie kamen Sie trotzdem auf die Idee, eine Bürgerinitiative zu gründen?
Uta Waldau: Um die eigene Klimadepression zu heilen. Die Klimakrise macht mir Angst – wenn die Angst lange anhält, kann das bei mir auch in eine depressive Richtung gehen. Alleine kann man sie nicht lösen – dafür ist sie zu groß, zu komplex und zu global. Deshalb war für mich logisch: Ich bilde eine Gemeinschaft, die sich gemeinsam engagiert.
Wie ist die Idee entstanden? War das ein Prozess oder sind Sie eines Morgens aufgewacht und dachten: "Wir müssen etwas gründen"?
Wir hatten ein Grundstück gekauft und ein energieeffizientes Haus gebaut, das durch Sonnenwärme und eine Wärmepumpe beheizt wird. Als wir Ende 2020 eingezogen sind, haben wir unsere damalige Bürgermeisterin eingeladen. Während des Abendessens habe ich sie gefragt, wie es in Sachen Klimaschutz bei uns in der Gemeinde aussieht – ihre Antwort war ernüchternd. Sie hat uns dann ermutigt, etwas zu gründen, und ihre Unterstützung zugesagt.
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