An einem heißen Tag würden sich Kinder auf dieser Rutsche die Haut verbrennen, so sehr heizt die Sonne das Metall auf. Selbst die Holzbänke sind dann nicht mehr zu benutzen. Dabei sollte dieser Platz der Treffpunkt für den Neubaustadtteil Riedberg in Frankfurt am Main sein. Im Sommer aber wirkt er geradezu lebensfeindlich: nur vereinzelte Bäume, dafür viele, viele dunkelgraue Betonplatten.
Anwohnerin Ina Mirel mochte das nicht mehr hinnehmen. "Ich bin Mutter, das ist der Mut der Verzweiflung." Mit der Klimaschutz-Initiative Riedberg sammelte sie Unterschriften für eine Umgestaltung. Parallel maßen Geografie-Studierende der nahen Uni die Temperaturen auf unterschiedlich gestalteten Plätzen. Dann spazierte die Initiative in den zuständigen Ausschuss des Stadtparlaments und sagte: Der Platz ist unerträglich im Sommer, die Stadt hat eine Fürsorgepflicht, sie möchte jetzt bitte handeln, hier sind die Unterschriften, da die Messergebnisse, und das hier ist unser Entwurf.
Tatsächlich wird die Stadt nun den Platz umgestalten, wenn auch mit einiger Verzögerung: mit viel mehr neuen Bäumen, als die Initiative zu fordern sich getraut hatte. Und trotzdem wird auch der Wochenmarkt noch draufpassen.
Die Sommer in Deutschland werden zunehmend heißer. "Was früher ein extrem heißer Sommer war, ist heute ein durchschnittlicher Sommer", sagt der Deutsche Wetterdienst, "aus extrem wurde normal." Die Hitze ist belastend für viele, besonders aber für Kleinkinder, Herz-Kreislauf-Kranke, Alte. Für einige sind diese Hitzeperioden sogar tödlich.
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die Nachbarn sagen, ich spinne
Liebe Chrismon-Redaktion,
mit dem Artikel zur Stadtbegrünung ist Frau Holch wieder einmal eine prima Reportage gelungen! Ich habe mit Interesse gelernt, was alles bedacht, geplant und finanziert werden muss, wenn man so etwas im großen Stil für ganze Städte plant. Im kleinen Stil habe ich in den letzten Jahren einfach unsere Glyzinie (Blauregen in weiß) die Hauswand hochranken lassen. Ohne städtische Anträge, ohne aosgekügelte Bewässerung, ohne professionelles Seilsystem - und übrigens fast ohne Insekteninvasion im Haus. Dafür mit gefühlt einer Million Bienen im Sommer und mit einer Schnittschere an einer Teleskopstange, die mir allerdings akrobatisches Geschickt beim Schneiden abverlangt. Und mit milde kopfschüttelnden Nachbarn, die erst sagten, "der Manuel spinnt", dann für viel Geld ihre Fassaden renovierten und schließlich fragten, wie ich das mit dem "grünen Zeug" eigentlich gemacht habe.
Mit freundlichem Gruß
Manuel Metzler
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Guten Tag,
Alles richtig möchte man sagen wenn mehr Grün in den Städten gefordert wird. Die Notwendigkeit ist unbestritten, alle Erkenntnisse sind da, es fehlt nur noch die Umsetzung. Aber: Es fehlt auch die kritische Würdigung. Nicht hemmungsloses Begrünen hilft und die unreflektierte „Verunkrautung“ von Stadt widerspricht ihrem eigentlichen Charakter eben nicht Natur sondern Stadt zu sein. Höhepunkt mangelnder Reflexion ist die Zukunftsvision von Lüneburg. Das Bild zeigt alle Elemente einer bloßen Idylle. Auf dem schmalen Platz finden sich ein Bächlein, eine Fahrspur für Elektrofahrzeuge, Straßencafés, ein begrünter Kirchturm (der damalige Baumeister wird sich im Grabe umdrehen) und alles dekoriert der Computer mit Menschen unter dreißig, in luftiger Garderobe, der Himmel ist natürlich blau mit Schäfchenwolken. Die Höhepunkte: Im Hintergrund ein Riesenrad und im Himmel, man glaubt es kaum, ein (etwas misslungener) Zeppelin. Mit diesen Insignien ist die Idylle dann auch komplett. Wir brauchen aber nicht diese verklärten und verniedlichenden Visionen, wir brauchen eine Gesellschaft und eine Politik, die endlich die Grenzen des Wachstums zeigt und auf eine andere Zukunft vorbereitet.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Zirbel
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Die Hoffnung als rettender Anker
Was auf den Tisch kommt, muß vorher erzeugt werden. Die Idylle des eigenen Schlafzimmers kann man nicht auf die Arbeitswelt übertragen. Wird dann in Lüne-burg von der Luft gelebt? Auch in Phantasialand muß gearbeitet werden. Davon ist aber in diesen Heiligenscheinwelten kein Platz. Und mit dem Ergebnis unserer Arbeit messen wir uns über den Preis mit den Malochern in Asien. Die dortigen Welten, kul-turellen Ansprüche und Hochhaussiedlungen sind der Maßstab an dem wir uns über den Konsum selbst messen. Statt dessen wird in Landliebe, Landlust und anderen Wohlfühloasen und kirchlichen Gemeinschaften eine Welt vorgekaukelt, die sie selbst mit ihren Ansprüchen nie realisieren können. Von Bachblüten kann man ein Volk nicht ernähren und auch die Anthroposophen plagt irgendwann der Hunger, der nicht mit den bildlichen Wünschen von Lüneburg gstillt werden kann. Aber wie es so schön heißt, die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, sie macht aber nicht satt. Mit ihr allein stirbt man dagegen zuerst.
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Lasst die Pflanzen ran
Sehr geehrte Redaktion,
chrismon ein Architekturmagazin, in dem uns Grün-Fantasten weis machen wollen, eine Stadthölle aus Glas, Stahl und Beton in ein grünes Paradies zu verzaubern? Wie diese größte Bausünde Frankfurts, das Bankenviertel.
Es wäre allemal beglückender, Bilder von der wieder aufgebauten Frankfurter Altstadt mit ihren entzückenden Fachwerkfassaden abzubilden, als wuchernde Hängegewächse wie in Stuttgart, die bereits braune Lücken haben. Die eng gebauten historischen Gassen und Höfe der Altstadt spenden Schatten und vermindern die Aufheizung der Stadt. Kletterrosen und begrünte Wohngärten haben zudem eine belebende Wirkung. Man kann es, wie in Düsseldorf, auch zu weit treiben (lassen).
Mit freundlichen Grüßen
Axel Spellenberg
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Stadtgrün
Anscheinend herrscht auch beim Klimaschutz eine Art Neusucht. Altes ist einfach total uncool. Käme sonst jemand bei tausenden Quadratkilometern Betonflächen auf die Idee, eine historische Altstadt überwuchern zu lassen? Oder ziehen da am Ende hinter den Kulissen Tourismusleute auf der Suche nach neuen Vermarktungsmöglichkeiten die Strippen? Motto: „Lüneburg – das Angkor Niedersachsens“?
Wider besseres Wissen erhöht die Politik gleichzeitig den wirtschaftlichen Druck auf bestehende grüne Oasen in deutschen Großstädten. Ein Beispiel aus dem aktuellen bundesdeutschen Grundsteuer-Gruselkabinett: Da hat sich in einem zentrumsnahen Mischgebiet hinter Häusern ein baumbestandener alter Garten erhalten. Während in der Nachbarschaft auch die rückwärtigen Grundstücke durch Gewerbe- und Bürobauten, Parkplätze und großflächige Tiefgaragen vielfach bis auf den sprichwörtlich letzten Quadratmeter versiegelt sind und ausgebeutet werden, verbessert der Garten das Kleinklima im Häuserblock. Für die Besitzer hat er allerdings letzten Endes keinerlei wirtschaftlichen Nutzen, profitieren davon tun Anwohner und Umwelt, nicht zuletzt weil dort kein Tropfen Regenwasser in die Kanalisation abgeleitet wird. Aber weil die Nachbarschaft ihre Grundstücke aus heutiger Sicht in verantwortungsloser Weise ausgenutzt hat, wird für den Garten bei der Grundsteuer ein aberwitziger Bodenrichtwert von mehreren tausend Euro angesetzt – pro Quadratmeter! Wie lange kann sich so ein „Millionenobjekt“ noch halten? Und dieselben Politiker, die solchen ökologisch-steuerpolitischen Irrsinn durchgewinkt haben, schwadronieren über Schwammstadt und Klimaschutz…
Dr. Rolf Schmidt
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"Lasst die Pflanzen ran"
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder Balkonbesitzer seine Balkons mit Blumenkästen ausstatten würde, um sie zu bepflanzen. Man sollte allerdings den Aufwand und die Kosten dafür nicht unterschätzen. Dies ist sicher einer der Gründe, warum ein großer Teil der Balkone nicht bepflanzt wird. Auch die Stadtverwaltungen könnten noch mehr dafür tun, dass die Städte insgesamt grüner wirken. Dies unterbleibt häufig aus Kostengründen.
Allerdings ist das von Ihnen angeführte Beispiel aus Düsseldorf, das Bauwerk des Architekten Ingenhoven, geradezu kontraproduktiv. Wie ein grüner Klotz steht es inmitten einer wichtigen Einkaufsstraße. An den kleinen Menschlein auf dem Foto können sie vielleicht ermessen, wie massiv dieser Bau das ganze Umfeld dominiert. Das ist besonders bedauerlich, weil die beiden Architektur-Ikonen Düsseldorfs, das Stadt-Theather (die Fassade wird auf dem Foto gerade saniert) und das Drei-Scheiben-Haus (auf dem Foto nicht zusehen) von dem Baukörper völlig erdrückt werden. Leider hat man als Begrünung die Hainbuche gewählt, die höchstens 5-6 Monate in Jahr grün ist. Den Rest des Jahres sieht man nur braunes Gestrüpp, durch das die mangelhaft montierte Verrohrung hindurch scheint. Das grüne Dreieck auf dem Foto darf im Moment wiedermal nicht betreten werden, weil die Grasnarbe durch den fehlenden Kontakt zum Erdreich sehr empfindlich ist. Gewässert werden die beiden Anlagen mit dem Trinkwasser der Stadt Düsseldorf, dass durch Uferfiltrat des Rheins gewonnen wird. Bekommen wir wieder heiße Sommer, muss die Entnahme (wie bereits in der Vergangenheit) des Trinkwassers aus dem Uferfiltrat wegen Niedrigwasser des Rheins stark eingeschränkt werden. Die Bürger dürfen dann z.B. keine Autos mehr waschen. Ob dann es dann noch reicht, die
30.000 Hainbuchen in ihren Plastikkästen zu bewässern, ist sehr fraglich.
Dr. Hannelore Sánchez Penzo
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„Lasst die Pflanzen ran“,
Liebe Frau Holch,
dieser Artikel ist großartig! Geballte Information über Projekte, die schon vor Jahrzehnten von Erfolg gekrönt waren, über Ideen, die man Dank der heutigen Erkenntnisse nicht weiter verfolgen würde, bis hin zu vielversprechenden Großprojekten in deutschen und europäischen Städten.
Statt in dieser Richtung weiterzudenken, gibt es immer mehr Versiegelung auf privaten Grundstücken, weil viele keine Lust mehr haben auf Gartenarbeit – aber trotzdem ein eigenes Häuschen wollen. In den Wohnstraßen breiten sich anthrazitfarbene oder leuchtend weiße (zumindest für einige Wochen) Steingärten aus, in deren Mitte womöglich noch ein Rhododendron thront. Oder Vorgärten mit Kunstrasen, täuschend echt. Alternativ Gabionen rund herum ums Grundstück.
Mich haben die Philosophie von Hundertwasser und die vertikalen/hängenden Gärten schon vor Jahrzehnten begeistert. Aber es bleibt noch immer bei Einzelprojekten. Ich frage mich daher wie Sie, warum die Menschen an den entscheidenden Schnittstellen nach wie vor so zögerlich sind. Ständig gibt es wohl die Bedenkenträger, die Konservativen, die Angst um Renommee und Wählerstimmen, die alle auf der Stelle treten lässt. Warum überzeugen die Erfolge nicht, spätestens das finanzielle Fazit der Kosten-Nutzen-Rechnung? Läuft das alles viel zu schleppend, weil Vorgaben „von oben“ fehlen? Mir scheint, dass es gerade in Deutschland immer wieder besonders schwierig ist, Neues zu wagen, genehmigen zu lassen und umzusetzen. Ist es die Bürokratie, an der permanent etwas scheitert? Andere Länder haben uns häufig so viel voraus, seien es Stadt- und Verkehrsplanung, Schulsysteme etc.
Es braucht viel mehr Mut bei Politikern und Stadtentwicklern und endlich ein Vorpreschen, bei jedem Bauprojekt den grünen Aspekt grundsätzlich mitzudenken und auch gesetzlich zu initiieren (siehe Heizungen).
Viele Grüße
Karen Brunkhorst
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Stadtgrün und Wasser
Bei der Begrünung der Städte gibt es ein großes Problem: Grün braucht Wasser, und das nicht zu knapp. Wasser kostet Geld und der Strom für die Wasserpumpen auch.
Wenn wir in Zukunft viele Wochen, vielleicht auch mal zwei Monate und mehr keinen Regen haben, dann stirbt das Grün. Das passiert gerade jetzt in Hamburg in diesen Tagen nach nur zwei Wochen praller Sonne.
Seit Jahren reicht der Regen nicht mehr aus, die Trinkwasservorräte im Boden zu ergänzen. Der Kampf ums Wasser hat bereits begonnen (Streit zwischen Hamburg und Niedersachsen, im vergangenen Jahr Trinkwasser-Rationierungen in vielen Gemeinden). Es wäre ein Irrwitz, Stadtgrün zu bewässern.
Wenn der Regen kommt, dürften es Sturzregenfälle sein. Wenn Regen aber auf ausgetrocknete Erde fällt, kann er nicht aufgenommen werden und fließt einfach weg, überschwemmt vielleicht ein paar Gegenden, aber versickert nicht, füllt die Wasserreserven also nicht auf.
Bäume in der Stadt haben ein weiteres Problem, wie sich inzwischen vielerorts zeigt. Städte sind nämlich auf Sand gebaut: Sand als Unterlage für Straßenbau und als Schüttung um Ver- und Entsorgungsleitungen. Sand speichert aber kein Wasser!
Warum nimmt sich niemand ein Beispiel an den Städten in den heißen Zonen Europas und der Erde?
Die meisten Städte in Südeuropa und in Nordafrika haben gerade **kein** Grün in den Städten. Die Einwohner wissen warum. Denn Wasser ist dort viel zu teuer, um es für Stadtgrün zu vergeuden. Stattdessen sind die Häuser hell und strahlen die Wärme zurück. Dazu sorgen Innenhöfe für den nötigen Schatten und die Kühle. Es gibt zwar Parks, aber die sind die meiste Zeit des Jahres auch nur braun.
Für Deutschland heißt das, Städte entkernen, um Platz für Schatten zu schaffen. Dazu Luftschneisen, wozu man das eine oder andere Gebäude abreißen könnte. Zukünftig sollte man vielleicht nicht so kompakt bauen, dafür höher. Kompakte Städte erhitzen sich stärker, Hochhäuser sorgen für besseren Luftaustausch – wobei Städteplaner genau berechnen müssten, wie Hochhäuser zueinander stehen und wie sie geformt sein müssen, um den besten Luftstrom zu gewährleisten (Frankfurt wäre ein schlechtes Beispiel, Melbourne, Singapur oder auch Manhattan wären gute Beispiele).
Segel, wie im Artikel benannt, helfen auch vor zu viel Hitze. Dafür stattdessen Solarzellen zu nutzen, ware allerdings noch nützlicher. Segel müssen aus Kunststoff bestehen, von denen Wind und Regen Mikroplastikteile herauslösen, die war auch nicht haben wollen. Naturstoffe zerfallen in der UV-Strahlung oder verrotten im Regen.
Grüße
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Der Werte-Mangel durch die Mangel gedreht.
Es ist nachahmenswert mit vielen Worte und Ideen die Papierblätter zu füllen, damit nicht die Blätter von den Bäumen fallen. Nur schade, dass sich viele dieser wunderbaren Gedanken im Ergebnis widersprechen. Was haben wir denn gewonnen, wenn wir im Energiewunderland leben, mit billiger Energie temperiert leben, mobil sind und vieles billig haben um dann der Schöpfung den freien Lauf zu lassen? Das schöne Bild von Lüneburg ist eine Fatamorgana. Wo arbeiten denn die Menschen in den gezeigten Idealkommunen? Wo kommen die Rohstoffe her, wenn alles auch einmal erneuert werden muss? Dafür in schönster Umgebung freudig vermehrt. Kein Wort hört man von den Werteverantwortlichen dazu, wie sie sich denn die Welt in 100 Jahren vorstellen. Auch wenn sie das Wunder der nachhaltigen Billigenergie wider Erwarten erreicht haben. Die Energie ist z. Zt. der Mangel Nr. 1, Mangel Nr. 2 ist die Unplanbarkeit der Temperaturen, Mangel Nr. 3 sind die Kippunkte und mit ihnen die Veränderungen der Weltmeere, Mangel Nr. 4 ist in vielen Gegenden die Unregierbarkeit, Mangel Nr. 5 sind Gewalt und Kriminalität. Mangel Nr. 6 sind die nicht mehr zu überblickenden Megazentren. Mangel Nr. 7 ist ein Konsum, der uns aller Ressourcen beraubt, Mangel Nr. 8 ist die Überbevölkerung. Mangel Nr. 9 ist das Wasser. Mangel Nr. 10 ist der Platz. Wir haben noch genug, aber in anderen Ländern wird der Platz knapp. Die Statistik (Wiki) der weltweiten Einwohner pro QKM zwingt unsere Türen zur Öffnung. Und was glauben bei uns die Supernaiven? Dass man alle Probleme lösen kann, wenn auch wirklich alle Menschen den Vorschlägen folgen. Allein diese Voraussetzung ist ein Widerspruch in sich. Alle wissen das, und sie setzen dennoch das Wunschkonzert fort. Dass das "Volk" in guter Hoffnung leben möchte ist verständlich. Aber die Parteien, Gesellschaftswissenschaftler und ganz besonders alle Religionen sollten nicht schweigen, wenn sie tatsächlich Verantwortung (>> eine möglichst gute Antwort auf Fragen) tragen wollen und für die Folgen dann auch einstehen. Aus Angst vor den Antworten zu schweigen und stattdessen mit Glauben zu beschwichtigen ist unredlich.
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Hitzesommer / Gedicht
HITZESOMMER
Ist das Klima oder Wetter?
So fragen schwitzende Städter.
Der Beton wirkt hier als Therme,
heizt sich auf und speichert Wärme.
Für Gesundheit und Wohlergeh'n,
lasst stehen Bäume und Alleen.
An allen Straßen soll es blüh'n,
unsere Städte brauchen Grün.
Wetter ist himmlische Wahrheit;
der Wetterbericht bringt Klarheit
mit der Isobarenkarte,
Heiligtum der Wettersparte.
Ob im Osten oder Westen,
das Wetter ist nicht vom Besten.
Die Sommer trocken und zu heiß,
im Winter fehlen Schnee und Eis.
Azorenhoch und Islandtief,
der Wettergott treibt's intensiv.
Die Omega-Wetterlage
macht Sommertage zur Plage.
Von Meck-Pomm bis nach Baden
wird die Sonne uns kräftig braten.
Ob nun Wetter oder Klima,
öfters mal Regen wär' prima.
Rainer Kirmse , Altenburg
Sonnige Grüße aus Thüringen
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