Fotografin Lucia Jost:
Ich bin 1998 in Berlin geboren und aufgewachsen. Die Perspektive von Frauen meiner Generation war schon früh ein wichtiges Thema für mich. In meiner Fotografie arbeite ich meist mit einer alten analogen Mittelformat-Kamera. Mit solchen Kameras wurden früher oft Künstler*innen und Schallplattencover fotografiert. Mein Vater hat eine riesige Plattensammlung und ich sah mir als Kind oft stundenlang die Coverfotos an.
Der 70er-Jahre-Look und die Inszenierungen von damals prägen meine Bildsprache: Ich möchte die jungen Menschen vor meiner Kamera wie auf einer großen Bühne zeigen, sie wie Rockstars inszenieren. Ich möchte jungen Frauen, jungen Paaren einen inklusiven und intimen Raum geben und ihre Geschichten sichtbar machen.
Neben meinen Aufträgen als Fotografin arbeite ich an einem freiem Langzeitprojekt über die Liebe. Ich nenne es "Living in Utopia". Es geht um die Vergänglichkeit von junger Liebe und unserer utopischen Vorstellungen davon. Gerade mit Anfang zwanzig sind Gefühle oft besonders intensiv. Viele ältere Menschen belächeln das oder sprechen nur noch zynisch über junge Liebe.
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