Angststörungen
Darum haben Gläubige weniger Angst
Immer mehr Kinder und Jugendliche haben Angststörungen. Weltweit. Der Psychologe Leonard Kulisch erklärt, was die Erziehungswerte damit zu tun haben. Und die Religiosität
Wo Religion schwindet, wächst die Angst – eine Studie aus 70 Ländern
Afton Almaraz / Getty Images
Portrait Anne Buhrfeind, chrismon stellvertretende ChefredakteurinLena Uphoff
08.06.2026
6Min

chrismon: Herr Kulisch, Sie haben Erwartungen an Kinder und Jugendliche untersucht – weltweit. Was haben Sie herausgefunden?

Leonard Kulisch: Wir haben in 70 Ländern geschaut, wie sich über die letzten drei Jahrzehnte gesellschaftlich geteilte Erziehungsziele geändert haben. Vor allem haben wir die Bedeutung von Eigenständigkeit und sozialer Eingebundenheit von Kindern untersucht. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Art, wie wir Kinder erziehen und was wir von Kindern erwarten, mit der Entwicklung von Angststörungen zusammenhängt.

Wie ist die Studie entstanden?

Es gibt schon andere Studien, die zeigen, dass sich die Gesellschaften weltweit immer mehr auf Individualität und Eigenständigkeit fokussieren. So wünscht man sich seine Kinder, so soll auch die Schule sie erziehen. Wir wollten uns anschauen, ob sich die Veränderungen auch auf globaler Ebene abbilden lassen, ob das vielleicht erklären könnte, warum immer mehr Kinder und Jugendliche von psychischen Störungen belastet sind.

Was für Daten haben Sie ausgewertet?

chrismon Spendenabo doppeltgut
doppeltgut
Digitales Spendenabo abschließen und weiterlesen

4 Wochen gratis testen, danach mit 10 € guten Journalismus und gute Projekte unterstützen.
Vierwöchentlich kündbar.

Die Kommentarfunktion ist nur noch für registrierte Nutzer verfügbar. Um einen Leserkommentar schreiben zu können, schließen Sie bitte ein Abo ab, schreiben Sie uns eine Mail an leserpost@chrismon.de oder diskutieren Sie auf Instagram, Facebook und LinkedIn mit.