chrismon: Auf meinen Social-Media-Kanälen, vor allem auf Linkedin, werden täglich neue tolle Projekte verkündet. Vom Beenden ist da fast nie die Rede …
Marina Schakarian: Stimmt. Und wenn, dann sind es traurige Geschichten. Das aktive Beenden kommt fast nie vor – nur, wenn man es zu einer Erfolgsstory umschreiben kann. Nach dem Motto: Wir haben das beendet, und dadurch ist es noch viel, viel toller geworden!
Was spricht gegen Erfolgsstorys?
Wir müssen auch über Enden sprechen, die nicht der volle Erfolg waren. Ich nenne es lose Enden. Die werden oft weggenuschelt. Oder das Beenden findet gar nicht erst statt, Dinge werden ewig weitergeführt.
Wir müssen viel mehr Dinge aktiv beenden, um unsere Ressourcen zu schonen. Denn in den meisten Betrieben fühlen sich die Menschen überlastet. Bei Befragungen sagen sie, sie wissen am Ende des Tages nicht, was sie eigentlich geschafft haben.
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