Gender und Christentum
Ist Gott queer?
Manche sagen: Ja. Manche sagen: Auf gar keinen Fall. Doch das Wort "Gott" steht für das, was Menschen unbedingt wichtig ist. Das kann Liebe sein, die Suche nach Geborgenheit – oder auch sexuelle Vielfalt
Ist Gott queer?
Das Wort "Gott" symbolisiert, was jenen, die es verwenden, ­wichtig ist
Lisa Rienermann
24.10.2023
3Min
Vor ziemlich genau zehn Jahren in einer kleinen Kirche in den Kärntner Bergen: Zwei Menschen heiraten und haben sich vorher lange überlegt, welchen biblischen Vers sie ihrer Ehe mitgeben wollen. Die Entscheidung fiel auf einen Vers aus dem Buch Rut. Es ist einer der beliebtesten Trausprüche überhaupt: "Wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da
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Denn so hat er in der Kirche keine Berechtigung. Zitat: "Doch das Wort "Gott" steht für das, was Menschen unbedingt wichtig ist. Das "kann" Liebe sein, die Suche nach Geborgenheit – oder auch sexuelle Vielfalt". PROTEST!
Diese Begründungswillkür ist ein Tollhaus. Bitte konsequent sein. Denn dann könnte auch der Teufel (oder jedes Verbrechen) Gott sein. Was unbedingt wichtig ist, darf niemals der Maßstab für eine christliche Hoffnung sein. Es "kann", es muß aber nicht Liebe, es kann auch Hass sein. Wollen Sie Richter über die Werte und Gefühle anderer Menschen, Religionen und Kulturen spielen? Für die HAMAS ist die Liebe zum eigenen Volk und Religion der Hass auf die Juden. Dann hätten wir Götter mit den jeweils gewünschten pers. Eigenschaften. Letztlich wäre dann jeder sein eigener Gott. Theologen sind nicht einmal mehr bereit bzw. in der Lage, den Begriff "GOTT" zu definieren. Und EKD und Synode schauen zu. Diese verantwortungslosen Turbolenzen führen in den Untergang.

Woher nehmen sich Theologen das Recht, über die menschlichen Eigenschaften von "GOTT" zu befinden? Sind sie seine verkannten "ÜBERVÄTER", gar seine Psychologen, die ihm seine sexuellen Vorlieben entlocken? Sind ihnen denn wenigstens seine nichtmenschlichen Eigenschaften bekannt? Nicht? Ja, was wissen Sie denn überhaupt? Nur dass er queer sein sollte, weil Sie sonst ein psychologisches Problem haben? Hoffentlich erreicht diese Diskussion (dto. Erbsünde) nicht die breite Öffentlichkeit, bzw. die Kanzeln. Der "Tortenguß" von Herrn Sacher ist für Glaube und Kirche pures Gift.

Gott/Vernunft des Geistes / des Zentralbewusstseins der Schöpfung / der universellen/kosmischen Ordnung ist - Wir sind alle im SELBEN Maße "durchströmt" von dieser, mit Vernunftbegabung für die Gestaltung des ganzheitlich-ebenbildlichen Wesens Mensch.

NICHTS gehört dem "einzelnen/individualbewussten" Menschen allein. Sogar unsere Gedanken nicht, weil diese auch immer abhängig von Geist und Gemeinschaft geprägt wachsen, bzw. wachsen könnten.

Doch das Problem unserer "Gemeinschaft" ist die Konfusion, die gleichermaßen unverarbeitet-instinktive Bewusstseinsschwäche in egozentrierter und leicht manipulierbarer Angst und Gewalt (nun "freiheitlicher" Wettbewerb, bzw. wettbewerbsbedingt-menschenUNwürdige Symptomatik), seit Mensch erstem und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung ("Vertreibung aus dem Paradies"), weshalb die Schöpfung die "göttliche Sicherung" vor dem Freien Willen als geistiger Stillstand anordnete/programmierte.

Vielleicht wird Mensch nie ..., aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten für ganzheitlich-ebenbildliche Wesen: Jesaja 55,8-11

Lieber Herr Ockenga (ich versuch's einmal mit dieser Anrede),

Wussten Sie nicht, dass Europa der neue Missionskontinent des 21. Jahrhunderts ist?
Sie wussten das schon? Na, dann sind wir doch schon zwei. Dann sind wir doch schon zwei, die nichts mehr erschüttern kann ... nicht einmal mehr "verantwortungslose Turbolenzen" (ein schöner Ausdruck, den Sie da gefunden haben! Den muss ich mir merken...)

Im Übrigen kann man selbst auf der untergehenden Titanic einen Tanz aufführen. Der fesche Leonardo DiCaprio und die noch feschere Kate Winslet waren es, glaub' ich, die uns vorgeführt haben, wie das geht. Es macht - IMHO - überhaupt nichts, es ist doch nicht weiter schlimm, wenn unsere EKD-Ratsvorsitzende und unser neuer EKD Vize beim Untergang der Titanic "Evangelische Kirche" halt nicht eine ganz so fesche Figur machen wie seinerzeit die beiden Spitzenschauspieler... Was untergehen muss, das muss untergehen!

Was ich damit sagen will: Mein Name ist Hase. Oster Hase. Ich weiß von nichts. In meinem Personalausweis ist freilich ein anderer Name eingetragen.

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Also der "liebe Gott" hat so viele quere Anhänger, jeder Gläubige bastelt sich seinen Gott so zurecht, wie er ihm am besten in den eigenen Kram passt.
Frage 10 Theologen und du bekommst 20 verschiedene Antworten oder gar keine. Es gibt kein einheitliches Gottesbild,. jeder legt sich seine eigene Bibelauslegung zurecht, man weiß nicht, wer Gott erschaffen hat und man kennt auch nicht den Geburtsort und das Geburtsdatum von Jesus. aber alle seine Sprüche. Was ist das für ein Wunderglaube.

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Solange Gott als Führer einer wettbewerbsbedingten Aktiengesellschaft verstanden/verwirklicht wird, steht es um das Projekt ganzheitlich-ebenbildliches Wesen Mensch schlecht, dann bleibt es bei der offenbarten Vorsehung in göttlicher Sicherung vor dem Freien Willen.

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Guten Tag Herr Sacher,

in Ihrem Kommentar zu der Frage "ist Gott queer?" schreiben Sie:
"Auch noch so objektiv-richtige Aussagen wie "Gott der Vater im Himmel"
sind vorläufige Aussagen der menschlich religiösen Sprache. Ihnen kommt damit genauso viel oder wenig Wahrheit zu wie der Aussage "Gott ist queer".

Ihrer Aussage könnte man zustimmen, wäre es nicht Jesus selbst gewesen, der auf die Frage der Jünger nach dem rechten Gebet gesagt hatte: "Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln...". Eine vergleichbare Ausage von Jesus, dass "Gott queer ist" ist mir nicht bekannt. Wenn wir als Christen daran glauben, dass Jesus nach seiner Eigenbezeugung "die Wahrheit" ist, dann stimmt ihr Statement, dass "Gott der Vater im Himmel" nur vorläufige Aussagen der menschlich religiösen Sprache" sind, nicht.
Den Unterschied machen die Aussagen Jesu, der von sich sagt, dass er nur das bezeugt, was er vom Vater her sieht.
Natürlich könnten Sie jetzt argumentieren, dass auch die Worte Jesu überlieferte und von Menschen aufgeschriebene Worte sind. Wenn Sie aber so argumentieren würden, dann könnten wir die Bibel als ein durch den heiligen Geist geoffenbartes Zeugnis Gottes vergessen und dann wäre die Grundlage des christlichen Glaubens, die Bibel, nichts wert. Die Bibel wäre dann ein mehr oder weniger glaubwürdiges, von Menschen geschriebenes Geschichtsbuch, aber nicht mehr.

Mit besten Grüßen
klaus Binder

Antwort auf von klaus Binder (nicht registriert)

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Lieber Herr Binder,

vielen Dank für Ihre nachdenklichen Worte zu meinem Text!

In der Tat geht es um die Frage welchen Stellenwert wir den biblischen Aussagen geben. Sie schreiben: "Die Bibel wäre dann ein mehr oder weniger glaubwürdiges, von Menschen geschriebenes Geschichtsbuch, aber nicht mehr." Was mehr sollte Sie denn sein? Gottes Wort könnten Sie jetzt sagen. Ja, aber eben Gottes Wort durch eine bestimmte Menschenhand, die beim Schreiben in ihrer eigene Zeit gelebt hat und die Vokabeln und Sprachbilder dieser Zeit verwendet hat. Und mehr oder weniger glaubwürdig könnte man übersetzen in: Mit Passagen, die uns heute wichtiger sind und welchen die uns weniger wichtig sind. Die Bibel ist ja in sich ein höchst differentes Buch.

Die Menschen, die sie geschrieben haben, hatten nur eine bestimmte Sprache dafür zur Verfügung. Nicht weil Gott sich uns nur in diesen zeitlich bedingten Sprachbildern ausdrücken könnte, sondern weil diese den Menschen, die die biblischen Schriften verfasst haben, eben nur zur Verfügung standen. Deswegen verlangt die Bibel ja auch nach Auslegung. Das haben die Christen auch von Anfang an so gemacht. So konnte sich die christliche Botschaft in der jeweiligen Sprache der Zeit aktualisieren. Und so ist das eben auch heute, oder?

Viele Grüße aus der chrismon-Redaktion!

Ihr Konstantin Sacher

Antwort auf von K.Sacher (nicht registriert)

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Eine ehrliche Antwort, die relativiert. Von den Kanzeln klingt es anders. Da ist das Problem. Denn der Geist kann differenzieren, der tägliche Hunger nach Wahrheit will aber was von der Kanzel zum Beissen haben. Deshalb wurde der Glaube auch in Liedern, Bildern, Formen (Barock) und Behauptungen dingfest gemacht. Wir haben einerseits den Glauben, der selbst persönlich nur schwer zu fassen ist, und dann einen handfesten Glaubenswunsch, den der Vatikan zu erfüllen hofft und dem man in Gemeinschaft näher kommen will. Es wird immer komplizierter.

Antwort auf von K.Sacher (nicht registriert)

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Ihre Antwort an Herrn Binder ist nicht mehr und nichts anderes als Ausdruck von Realitätsverweigerung, wofür es allerdings weder einen sachlich zureichenden Grund noch Anlass gibt. (Ausführlich dazu später.)

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Ist Gott queer?
Allein die Frage zeigt schon wie kleinkariert Menschen denken.
Ich kann über die Frage nur lächeln; für mich steht Gott über allen und allem
und ist für alle da, die an ihn glauben. Er läßt sich nicht in
Schubladen stecken.

Ursula von Halasz

Antwort auf von Ursula von Halasz (nicht registriert)

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Dem sollte man nichts hinzufügen.

Und dennoch: Wem sind denn eigentlich unsere Glaubenswächter verantwortlich? Uns? Oder gar in Nürnberg den synodalen "Bratwurstverantwortlichen", den wohlwollend beäugten "Klebern", etwa auch der Fürsorge gegenüber Putin und denen, die auf eine sich nach Belieben ändernde Genderanrede bestehen? Warum haben wir noch keinen veganen Glaubensvorschlag, zumal wir ja wohl nicht mehr als Lämmer bezeichnet werden dürfen?. Es gibt in einem anderen Zusammenhang den Begriff der Pharisäer. Und sie werden sich nicht verständlich äussern können, denn sie sind in den Verstrickungen eines unentwirrbaren queeren Argumentationsknäuels, der ihnen da in die Quere gekommen ist.

Antwort auf von Ursula von Halasz (nicht registriert)

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Ach? Gott passt noch nicht einmal in eine Schublade? Na so was aber auch!

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„Objektiv anmutenden Aussagen wie 'Gott, der Vater im Himmel‘ (…) kommt genauso viel oder wenig Wahrheit zu wie der Aussage ‚Gott ist queer‘.“
Mit dieser unsinnigen These endet der Text von Konstantin Sacher im Oktoberheft von Chrismon. Diese These ist unsinnig, weil es nach dieser „Logik“ völlig beliebig wäre, Aussagen über Gott zu machen. Genauso gut könnte man ihn als „Mutter“, als „Opa" oder als „Spaghettimonster“ bezeichnen. Also belassen wir es lieber bei der biblischen Wortwahl! (Ich bin übrigens kein Pietist und - trotz meines Vornamens - auch nicht ungläubig. Ich habe, sofern das von Interesse sein sollte, Germanistik und Philosophie studiert.)

Viele Grüße, Thomas Staiber

Lieber Herr Staiber,

vielen Dank für Ihre Worte zu meinem Text!

Es geht um die Frage, wie wir die Bibel verstehen. Die Bibel ist Gottes Wort könnten Sie jetzt sagen. Ja, aber eben Gottes Wort durch eine bestimmte Menschenhand, die beim Schreiben in ihrer eigene Zeit gelebt hat und die Vokabeln und Sprachbilder dieser Zeit verwendet hat. Und mehr oder weniger glaubwürdig könnte man übersetzen in: Mit Passagen, die uns heute wichtiger sind und welchen die uns weniger wichtig sind. Die Bibel ist ja in sich ein höchst differentes Buch.

Die Menschen, die sie geschrieben haben, hatten nur eine bestimmte Sprache dafür zur Verfügung. Nicht weil Gott sich uns nur in diesen zeitlich bedingten Sprachbildern ausdrücken könnte, sondern weil diese den Menschen, die die biblischen Schriften verfasst haben, eben nur zur Verfügung standen. Deswegen verlangt die Bibel ja auch nach Auslegung. Das haben die Christen auch von Anfang an so gemacht. So konnte sich die christliche Botschaft in der jeweiligen Sprache der Zeit aktualisieren. Und so ist das eben auch heute, oder?

Viele Grüße aus der chrismon-Redaktion!

Ihr Konstantin Sacher

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Liebe Redaktion,

zu zwei Stellen des letzten Hefts (10/2023) von "chrismon plus“ möchte ich je eine Anmerkung machen:

1.) Auferstehung eine Erfindung? Anmerkung des Autors Dr. Konstantin Sacher zum Leserbrief von Eva-Maria Behrens:

Zum besseren Verständnis des Ostergeschehens hilft mir die Unterscheidung zwischen Auferstehung und Erscheinung Jesu. Ob es die Auferstehung wirklich gab, wissen wir nicht. Denn für die eigentliche Auferstehung gab es keinerlei Zeugen. Auch die zum Grab abgestellten Soldaten verschliefen das Geschehen. Wir haben nur biblische Zeugnisse über die Erscheinung Jesu, woraus die Zeugen schlossen, dass er auferstanden sein musste. Und die Zeugnisse über die Erscheinung sehr heterogen und teils widersprüchlich, sowohl was die Orte als auch die Zeiten angehen. Am merkwürdigsten finde ich, dass die Jünger bei Markus und Matthäus beauftragt werden, nach Galiläa zu gehen, um ihren Herrn dort zu treffen, während sich bei Lukas das ganze Erscheinungsgeschehen nur in Jerusalem abspielt. Oder dass der Herr Maria Magdalena verbietet, ihn anzurühren, während er Thomas ausdrücklich auffordert, seine Finger in die Wunde zu legen. Derartige Ungereimtheiten lassen natürlich keinen Schluss darauf zu, dass es sich hier um historisch fassbare Ereignisse handelt. Die Berichte sind Glaubensaussagen, viele Jahre nach den Ereignissen verfasst, und fordern uns auf, ihren Sinn und ihre Bedeutung zu finden, statt nach der historischen „Wahrheit“ zu forschen. Paulus ist Jesus dann auch nach der Himmelfahrt erschienen. Und danach auch anderen Menschen, bis heute. Und wer davon überzeugt ist, dass Jesus lebt, wer das erfährt, braucht keine historischen Beweise dafür, dass er auferstanden ist. Wenn der Glaube davon abhängig wäre, wäre das m. E. kein Glaube. Glaube ist das Vertrauen auf den lebendigen Gott und Herrn.

2.) Zum Artikel von Konstantin Sacher „Ist Gott queer?“

Ausdrücklich stimme ich den Aussagen über das Verständnis des Begriffes „Gott“ zu. Es gibt die unterschiedlichsten Aussagen über Gott, aber Gott ist so umfassend, dass jede Aussage immer nur einen Aspekt von Gott trifft, nämlich den Aspekt, der mich in der Begegnung mit dem lebendigen Gott getroffen hat, mich angesprochen hat. Sicher, über die „Queerness“ Gottes gibt es in der Bibel keine Aussagen, weil dieses Phänomen die Menschen damals noch nicht so umgetrieben hat wie uns heute. Aber zumindest lässt sich aus den Schöpfungsberichten herleiten, dass Gott kein männliches „Wesen“ ist, auch kein weibliches, sondern beides, also androgyn ist. Denn er/sie schuf „Adam“ - im Hebräischen ein geschlechtsneutraler Begriff - „in seinem Bilde“ (Gen 1,27). Wenn sein/ihr Geschöpf androgyn ist und nach seinem/ihrem Bilde geschaffen wurde, muss ja wohl der Schöpfer/die Schöpferin ebenfalls androgyn sein. In Gen. 5,1f wird noch einmal ausdrücklich bekräftigt, dass der erste Mensch männlich und weiblich war, also androgyn. Zwar wird von den patriarchal orientierten biblischen Autoren Gottes Eigennahme, das Tetragramm, über sechstausend Mal mit „Herr“ übersetzt. Aber wenigstens an einigen Stellen wird von Gott auch in weiblicher Metaphorik gesprochen: Psalm 123,2; Jesaja 49,15 und 66,13.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Hertel

Antwort auf von Helmut Hertel (nicht registriert)

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Sehr geehrter Herr Hertel,

vielen Dank für Ihre worte zu meinen Texten. Sie schreiben:

„Glaube ist das Vertrauen auf den lebendigen Gott und Herrn.“

Das leuchtet mir ein. Nur was für eine Art von lebendig gemeint ist, das ist eben die Frage.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Konstantin Sacher

Zitat Hertel :„Glaube ist das Vertrauen auf den lebendigen Gott und Herrn.“     AW: Eine Phrase, denn wäre er nicht "lebendig", was auch anbetungswürdig bedeutet, wäre er ein unbedeutend. Tote Götter gibt es genug.     AW Sacher: "Das leuchtet mir ein. Nur was für eine Art von lebendig gemeint ist, das ist eben die Frage."

AW: Damit ist das Dilemma auf dem Punkt. Kath. heißt es: "Wort des lebendigen Gottes".  Ob damals (wann?) jemand lesen und schreiben konnte? Alle Religionen sind voller aberwitziger sachlicher und gedanklicher Konstruktionen. Ein Wunder ist, dass sie dennoch Gläubige finden. Dafür kann es nur eine Erklärung geben: Angst, die mit Hoffnung betäubt wird. Und warum Angst? Weil das Leben ein Bewußtsein hat. Das zu retten ist die Aufgabe. Gilt aber auch nur für die, die ihr Bewußtsein überhaupt als Verantwortung wahrnehmen wollen. Es wird immer komplizierter

Was ist das, was Sie begreifen wollen, so Sie denn überhaupt etwas ernsthaft begreifen wollen? Was ist das?

Der Jammer, das Seufzen darüber, oder die 'Einsicht', dass "es" immer komplizierter wird, sagt für sich genommen zunächst ja nur etwas über den Jammernden, den Seufzenden, den Träger von 'Einsicht' selber aus: Ein solches "Ich" will die Dinge, die Welt, sich selber - und dann wahrscheinlich auch 'Gott' - möglichst einfach gestrickt wissen....

"Zwei mal drei macht vier
Widdewiddewitt und drei macht neune
Ich mach mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt

Hey, Pippi Langstrumpf
Trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey, Pippi Langstrumpf
Die macht, was ihr gefällt
(...)
"

Für erwachsene Menschen ist das keine Option. Nicht einmal zum Lösen von Problemen.

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"Gott und was damit gemeint ist, ist nichts, was allgemein und für immer feststeht."
Deshalb sollte ein Pastor nicht sagen: 'Gott ist ... queer / streng / gütig / allmächtig / ohnmächtig ...'
Gott lässt sich nicht durch Begriffe festlegen, er übersteigt unseren begrenzten Horizont. Am ehesten kommt man ihm in Bildern nahe:
- Der Herr ist mein Hirte;
- Gott der Herr ist Sonne und Schild;
- Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet;
- Vater unser im Himmelreich;
- Ein feste Burg ist unser Gott;
- Sei meines Herzens Gast;
- Ich will dich lieben, meine Stärke.
"queer" ist kein Bild, sondern ein etwas sperriger Begriff, unter dem sich jeder was anderes vorstellt. Man sollte "für mich" hinzufügen, dann ist es eine Glaubensaussage: "Für mich ist Gott queer," "Für mich ist Gott eine Frau." Damit schließt man andere Glaubende nicht aus, sondern ein.

Christine Harder

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... sollte mehr als sich was schämen. Er sollte umschulen. Bäcker ist auch ein schöner Beruf. Beim Backen von Brötchen ist unbedingt wichtig, die richtige Backtemperatur am Ofen einzustellen, weil ansonsten ...

»[...] das Wort "Gott" steht für das, was Menschen unbedingt wichtig ist.« ? Das ist schlimmer noch als Heidentum pur.

Im Übrigen muss zugunsten der anderen Nicht-Theologen, und das um Gottes willen, daran erinnert werden: Ein erwachsener Mensch, der sich, wie am 11. Juni 2023 beim 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg geschehen, in einer Öffentlichkeit hinstellt und vor Zehntausenden von Zuhörern / Zuschauern viermal (so) tönt:

"Ich werde Euch heute keine Lügen erzählen." (Na, dann halt morgen.)
"Ich werde euch heute nicht anlügen." (Das wissen wir schon. Du wirst es morgen tun.)
"Ich werde Euch heute nicht anlügen.
Nicht wenn es um Zeit. Und nicht wenn es um Liebe geht." (Auch der Sachbearbeiter vom Finanzamt Aurich-Wittmund weiß das schon. Du wirst uns heute nur anlügen, wenn es um deine Steuererklärung, wenn es um Geld geht.)
"Ich werde euch heute nicht anlügen." (Leg' mal 'ne neue Platte auf!)

... ein solcher Mensch hat — ganz egal, was und wie (Theologe) Hinz und (Theologe) Kunz von Gott denkt — seinen Anspruch, als erwachsener Mensch unter ernsthaft denkenden Menschen überhaupt ernstgenommen zu werden, bereits restlos verspielt, noch bevor sich eine 'Elite' anschickt, über theologischen Stuss zu debattieren.

Herr Sacher, Sie sollten abtreten! Ernsthaft! Was Sie hier tun, ist nichts als kirchlich-motivierte gezielte Propaganda übelster Machart (Halbinformation ist schlimmer als Lüge!) verbunden mit der Verbreitung und Aufrechterhaltung von theologischem Schwachsinn hoch Drei!

Da sollte man Herrn Sacher doch in Schutz nehmen. Er ist doch das Opfer einer wissenschaftlichen Theologie, die sich total verrannt hat, und jetzt keinen Ausweg mehr findet. Einen Beruf/Berufung gewählt, und die Grundlage wurde zum Matsch. Die EKD müsste die Übersicht dafür besitzen, dass diese Verwissenschaftlichung des Glauben, bis hin zum unfasslichen Wesen, dass Gott genannt wird, "unmenschlich" ist. Gott/Jesus zum Mensch erklärt und sich dann wundern, wenn diesem "Wesen" dann auch menschliche Eigenschaften (queer, warum nicht auch schlechte?) zugeordnet werden! Sie sind in die Obhut und die Fänge von Soziologie-Seminaristen geraten, die mit der Unterstützung von Konkordatszahlungen Irrwege suchen. Das Gute ist, das diese waghalsige Denke nicht die Kirchenbänke erreicht. Da wird dem Luxus von Parallelwelten gefrönt und die Kanzeln schweigen. Das Bittere ist der eigentliche Skandal, dass hier eine gläuberische (nicht räuberische?) Scheinwelt aufgebaut wird, die alle Werte und religiösen Inhalte leichtfertig unglaubwürdig macht. Das Ergebnis ist doch, dass damit 2 Glaubenswelten beansprucht werden. Eine profane für Kanzel, Kirchenbänke und Jubelfeiern (Nürnberg) und eine für elitäre Welten ohne Bindung an die Menschen. Man kann alles gedanklich und sprachlich unsicher machen und infrage stellen. Das ist aber keine Hilfe für die, die für ihr Leben auf Hoffnung angewiesen sind und deshalb glauben.

Na, na! Da spricht ein "einfacher" Geist und nennt, was ihm auf den Nägeln brennt. Da ist die Wortwörtlichkeit vieler Kanzeln, der Gesänge und Phrasen wesentlich offizieller unwahr bzw. gewagter, als diese persönliche "Offenbarung". Da waren für mich die durchgeistigten "Engel" mit ihrem selbstgestrickten Habitus schon bedrohlicher, weil sie sich und uns eine mögliche Welt vorgaukeln, die ihnen nur durch unsere Zahlungen möglich ist. Eine besondere Form der potentiellen Unwahrheit (quasi Lüge) ist auch, wenn man etwas als Wahrheit behauptet, was nicht zu beweisen ist.

"....theologischem Schwachsinn hoch Drei!" Wenn der Herr Sacher schon so fürchterlich gepatzt haben sollte, es aber ein Geheimnis bleibt, warum er schlimmer als ein Heide sein soll, interessiert das vielleicht manchen Heiden, wie denn theologischer Starksinn hoch eins geht. Legen Sie also bitte los, werter Herr Engel!

Fritz Kurz

Antwort auf von Fritz Kurz (nicht registriert)

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den interessiert, "wie denn theologischer Starksinn hoch eins geht", Herr Kurz. Da ist nur das bekannte, übliche, unverbindliche Wortgeklingel, mit dem Sie hier auffällig glänzen. Sie wollen mit Ihrer Rede einfach bloß provozieren, ohne selber (dabei) Verpflichtungen im Denken und Reden einzugehen.

Wir sind uns ja (vor einiger Zeit), glaube ich, bei Gelegenheit einig geworden, dass ich nicht beabsichtige, mich von Ihnen zu Antworten nötigen zu lassen, die ich nicht geben will.

Im Übrigen entspricht es unter erwachsenen Menschen ganz normalen Gepflogenheiten, dass zur Selbstbestimmung bestimmte Menschen selber entscheiden, ob und ggf. wann und zu was sie mit ihrer Person sprachlich in Erscheinung treten wollen oder nicht.

"Legen Sie also bitte los, werter Herr Engel!"? — diese Kommunikationsaufforderung mag als insinuierte Einladung zum Sprechen vielleicht in einer Talkshow funktionieren; unter analogen ernsthaften zwischenmenschlichen Kommunikationsbedingungen wird so eine 'Anmache' von mir lediglich — aber immerhin — mit einem "Wat wollen Sie von mir? (Blödkopp!)" quittiert.

Auch hier, werter Herr Engel, Dank für Ihre Antwort auf meine Ermunterung, Ihren theologischen Starksinn zu erläutern! Dass Sie bei Ihrer Antwort keine Mördergrube aus Ihrem Herzen machen, ist besonders erfreulich. Das dürfte den Interessentenkreis von den Heiden auf die Gläubigen erweitern.

Bereits der "zur Selbstbestimmung bestimmte Mensch(en)", den Sie anführen, ist sowohl in den - um Ihre Formulierung aufzugreifen - schwachsinnig theologischen Kreisen wie auch bei Ihnen kein Begriff, bei dem alle Alarmglocken schrillen würden. Wer oder was hat denn "den Menschen" zur Selbstbestimmung vergattert, also offensichtlich fremdbestimmt? Was soll das für eine Selbstbestimmung sein, die als Gehorsam gegenüber einer Fremdbestimmung daherkommt? Eine Selbstbestimmung, die im Wesentlichen darin besteht, im Geldbeutel nachzuschauen, was man sich kaufen kann und worauf man verzichten muss.

Vor mehr als einem halben Jahrhundert wurde auf den Denkfehler im Rahmen der Feminismusdebatte hingewiesen mit dem Spruch: "Schatzi, emanzipier Dich, oder ich hole die Peitsche!"

Ihrer nächsten persönlichen sprachlichen Erscheinung - Hinweis für den mutmaßlich mitlesenden Herrn Ockenga: das ist nur Verschleierungssprech für Antwort - sehe ich mit Interesse entgegen.

Fritz Kurz

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Sehr geehrte Damen und Herrn,
die Frage "Ist Gott queer?" lässt sich anhand der Bibel sehr schnell beantworten:
1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
1Mo 5,1 Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes (Ich habe das noch mit den hebräischen Schriften - Tanach - verglichen, die Übersetzung scheint in Ordnung zu sein) Also, wenn Gott Frau und Mann nach seinem Bilde schuf, muss Gott also irgendso ein Mischwesen aus Frau und Mann sein, wenn man vom menschlichen Verstand ausgeht. Unabhängig davon, ob man Gott mit dem menschlichen Verstand überhaupt greifen kann, ist Gott somit absolut queer. Die Behauptung im Artikel, dass in der Bibel ja nichts von einem queeren Gott stehen würde, kann deshalb so nicht stehen bleiben. Außer wir haben es hier mit Gottvater und Gottmama zu tun. Aber das möchte ich hier nicht weiterspinnen, sonst kommt noch die Dreifaltigkeit ins Wanken.

Viele Grüße
Werner Rixner

Lieber Herr Rixner,

vielen Dank für Ihre nachdenklichen Worte zu meinem Text!

Es geht um die Frage, wie wir die Bibel verstehen. Die Bibel ist Gottes Wort könnten Sie jetzt sagen. Ja, aber eben Gottes Wort durch eine bestimmte Menschenhand, die beim Schreiben in ihrer eigene Zeit gelebt hat und die Vokabeln und Sprachbilder dieser Zeit verwendet hat. Und mehr oder weniger glaubwürdig könnte man übersetzen in: Mit Passagen, die uns heute wichtiger sind und welchen die uns weniger wichtig sind. Die Bibel ist ja in sich ein höchst differentes Buch.

Die Menschen, die sie geschrieben haben, hatten nur eine bestimmte Sprache dafür zur Verfügung. Nicht weil Gott sich uns nur in diesen zeitlich bedingten Sprachbildern ausdrücken könnte, sondern weil diese den Menschen, die die biblischen Schriften verfasst haben, eben nur zur Verfügung standen. Deswegen verlangt die Bibel ja auch nach Auslegung. Das haben die Christen auch von Anfang an so gemacht. So konnte sich die christliche Botschaft in der jeweiligen Sprache der Zeit aktualisieren. Und so ist das eben auch heute, oder?

Viele Grüße aus der chrismon-Redaktion!

Ihr Konstantin Sacher

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Weil ich ein Mensch bin und denken kann. Und ich denke, einen Gott, wie er in der Bibel dargestellt wird, kann es gar nicht geben. Die Kirchen sprechen davon, Gott sei unsichtbar. Seltsam, seltsam. Man g l a u b t, das es einen gibt, aber er ist unsichtbar. Ein Furz ist auch unsichtbar, aber man hört und riecht ihn jedenfalls.
Es gibt keinen besonderen Vorzug gegenüber Christen, sterben ist das einfachste, das kann jeder. Und wenn ein besoffener Autofahrer daher kommt und einen Menschen einfach so ins Jenseits schickt, wo bleibt da der "Liebe Gott"?

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Sehr geehrter Herr Sacher,

ich überlege mittlerweile ernsthaft, ob ich nicht gegen Sie rechtlich wegen geistiger Brandstiftung vorgehen soll. Die Sache ist nämlich von innen heraus mit Außenwirkung ganz gehörig 'am Stinken'.

Sie schreiben — Zitat —:

»[...] das Wort "Gott" steht für das, was Menschen unbedingt wichtig ist.«

Nun erlebe ich, nun erleben wir — und erleben (auch) andere Menschen ganz konkret, z.T. am eigenen Leibe, nicht erst dieser Tage —, dass und wie Quälen und Töten als Aktivitäten Menschen unbedingt wichtig sind ..., ohne dass je konkret hierbei 'Gott' ins Spiel gebracht wird bzw. ein Rekurs auf das Wort "Gott" erfolgt, bzw. ohne dass ein 'Gottesbezug' im Handeln des quälenden und tötenden Menschen für Betroffene konkret erkennbar werden würde.

Was also wollen Sie uns mit der oben wiedergegebenen Äußerung mitteilen? — Dass Menschen, die nicht wissen, wie sie aufhören können, sich selbst und andere quälen und töten zu wollen, um zu leben, keine Menschen sind? Dass Gott von "Gott" kommt? Dass Gott auf einen "Anführungszeichen-Gott" rückzuführen ist? ... Das Leben von Menschen ist allerdings ohnehin schon schwer genug, als dass einsehbar und nachvollziehbar wäre, wozu Menschen sich ihr Leben durch die Einführung eines Gottes "unbedingt" noch zusätzlich beschweren sollten wollen.

Ich fordere auf, Stellung zu nehmen. Falls dies von Ihrer Seite aus nicht geschieht, gehe ich davon aus und muss ich auch davon ausgehen, dass der 'arglose Theologe' Konstantin Sacher entweder in einer anderen Welt lebt oder krank ist.

Wo Unterschiede nicht mehr namhaft gemacht werden können oder nicht mehr namhaft gemacht werden wollen, da beginnt 'Unterscheidungszeit', Passionszeit, 'Endzeit' (siehe: Jesus). Da begegnet der lebendige Gott Menschen nicht mehr in der Wirklichkeit der Lebendigkeit der Fürsorge eines "guten Hirten", sondern — gewollt oder nicht gewollt — in der Wirklichkeit der Lebendigkeit der Unterscheidungskraft eines lebendigen Richters (ganz ohne Anführungszeichen). — Mark my word or leave it!

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"Der Mensch gleicht einer Maschine, sein Herz funktioniert wie ein Ofen, und er wurde von Gott erschaffen."

Links:
[1] https://www.berufsverband-sexarbeit.de/
[2] https://www.wihel.de/wofuer-die-farben-der-deutschlandflagge-stehen/

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Du sollst dir kein Bildnis machen.
Also mache ich mir auch keins.
Punkt!

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ZITAT: "Auch noch so objektiv-richtig anmutende Aussagen wie "Gott der Vater im ­Himmel" sind vorläufige Aussagen der menschlichen religiösen Sprache. Ihnen kommt damit genauso viel oder wenig Wahrheit zu wie der Aussage "Gott ist queer".
AW: Die Bezeichnung "objektiv richtig" ist falsch. Wenn auch nicht viel besser wäre "subjektiv besser" gewesen. Aber unabhängig davon, ist das ein Aufruf zur Anerkennung des Unsinns. Wahr kann eine Religion eh nicht sein, denn dazu bedarf es des Beweises. Nur zu gerne wird von den Kanzeln (vor dem Einnicken der Bänkler) Glaube mit Wissen gleichgesetzt. Ein Glaube schliest aber Beweise aus. Dem entspricht für die Hoffnung noch am ehesten die Gewissheit als eine Form der erhofften subjektiven pers. Wahrheit. Ein weites Feld für alle "Leichtgläubigen" (was für eine treffende Bezeichnung!) und Verführer. Das sind all die, die alles versprechen, aber nichts erfüllen, bzw. beweisen müssen. Die Liebe lebt von der Verführung. So und so.

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Ich finde diesen Artikel sehr lehrreich. Die Sichtweise der Autorin verdeutlich das Sie eben nicht den Gott der Drei und Einer ist meint. Sie meint nicht den Gott der Bibel. Nein, Sie meint sogar nicht einmal das die Bibel Gottes Wort ist. Damit kann ich leben, genau so wie Sie damit Leben kann das Sie eben nicht an den Gott der Christen glaubt, denn genau das hat Sie ja hier zum Ausdruck gebracht. Logisch auch Ihre Schlussfolgerung das selbst derjenige der sich als Pastor auf dem Kirchentag präsentierte, unter der Voraussetzung das er irgendeine Idee von Gott, aber eben nicht den Gott der Christenheit, meint. Ist für mich alles nachvollziehbar. Ehrlich, Ich habe volles Verständnis für Menschen die nur dieses eine Leben haben und es genießen wollen. Auch mit einer Hochzeit in Weiß von mir aus. Aber was ich nicht verstehe ist, was haben diese Menschen mit einer Kirche, also dem Leib Christi, zu tun? Und dann auch noch in einer die sich selbst im Namen "Evangelisch" auf dessen Botschaft bezieht? Was wollen diese Leute denn dort, wo Sie doch weder Jesus als Ihren Herrn, noch das Evangelium als verbindliches Lebenskonzept ansehen? Verstehe ich nicht. Dieses Rätsel hätte ich gerne von der Autorin beantwortet. Ob das auf eine ruhige und sachliche Art und Weise möglich ist werde ich sehen.

Und nun sag mir mal jemand das Fazit all des unverständlichen Durcheinanders. Was ist denn noch übrig geblieben von dem was man früher Glauben nannte bzw. nur mühsam zu begreifen glaubte.?. Eigentlich doch nichts, oder nur eine selige Stimmung auf dem Kirchentag mit kirchlicher Volksmusik. Kein Wunder, wenn die Währung Glaube zwischen den Bänken (,>Banken) an Wert verliert. Wo bleibt denn dann die religiöse Berechtigung, wenn man mangels Erbsünde nicht einmal mehr von den angeborenen Sünden "erlöst" werden muss? Zugegeben, diese Erkenntnis, dass Augustinus damals eine Super-Abhängigkeitserfindung gemacht hat, ist schon für sich Erlösung genug. Leider folgt die Frage, was denn sonst noch erfunden wurde. In den vatikanischen Geheimarchiven dürfte demnach noch so Einiges an Sprengstoff schlummern. Wer zündelt schon gerne, wenn er selbst draufgeht. Mir dräut ein schmutziges Geschäft. Wenn Jesus tatsächlich Mensch geworden ist, befindet er sich in seiner Kirche in schlechter Gesellschaft.

Wenn der jüdische Mann Jesus von Nazareth tatsächlich kein Mensch war, also auch nicht als Mensch geboren wurde von einem Menschen, was gibt Ihr Beitrag dann zu denken?

Sind Frauen in Ihren Augen keine Menschen? Bringen Frauen Unmenschen, Roboter, Maschinen oder Automaten zur Welt, wenn sie gebären? Was ist mit Ihrer Mutter? Wurden Sie von einem Roboter, von einer Maschine, von einem Automaten geboren? Und was ist mit Ihnen selbst? Sind Sie Mensch? Oder Roboter, Maschine oder Automat? Sind Sie vielleicht das berühmte Gehirn im Tank?

Ihr Weltbild ist dumm. Ich fordere auf, diesem Satz mit Argumenten zu widersprechen.

Antwort auf von Gerhard Engel (nicht registriert)

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Mein lieber "Engel" Sie treiben es zu weit! Lassen Sie doch bitte die Frauen aus diesem "Spiel" der sprachlichen Spitzfindigkeiten. Dietmar und Feger sind in ihren Formulierungen doch brilliant genug. Das müssen Sie doch nicht noch mit dem Hinweis auf Frauen toppen wollen. Die ganze Diskussion ist abstrakt genug. Religion abschaffen ist sinnlos. Es käme sofort ein Ersatz, von dem man nicht vorher weis, welche scheußlichen Methoden der Inquisition denen dann einfallen. Ein systembedingter Bedarf der Natur (bzw. ihrer Entstehungsgesetze) an Religion bzw. Glaube besteht also vermutlich. Ob Löwe und Eiche auch eine Religion haben, ist mir egal. Aber ich möchte mir meine Demut bewahren, um nicht übermütig und ein Heiliger zu werden. Mir reicht das Vaterunser um auf dem Boden zu bleiben.

Mein lieber "Ockenga", Sie!

Olexio schrieb: "Wenn Jesus tatsächlich Mensch geworden ist, befindet er sich in seiner Kirche in schlechter Gesellschaft."

In der Welt, in der ich lebe, werden konkret Menschen von Frauen geboren. Auf diese Tatsache, auf diesen Umstand, habe ich — ganz unspitzfindig — in meiner Replik auf den entsprechenden Beitrag von Olexio aufmerksam gemacht, ohne dabei D[ietmar] und F[eger] in ihren "brillianten Formulierungen" "toppen" zu wollen und tatsächlich auch zu toppen.

Ich kann daher beim besten Willen nicht erkennen, warum und inwiefern ich "es" "zu weit" treibe!

Denn selbst wenn der Fall sein sollte oder der Fall ist, dass Jesus sich in "seiner Kirche in schlechter Gesellschaft" befindet, so kann auch in diesem — für wahr angenommenen — Fall auf dem Boden der Facts & Figures überhaupt kein Zweifel daran bestehen, dass in jedem Fall gilt:

Ausnahmslos JEDER Fall von Mensch, der sich in "seiner Gruppe" (X) in solcher (A) oder solcher (B) Gesellschaft (C) befindet, ist ein Fall, in dem ein Mensch vor seiner 'Befindlichkeit' in "C" tatsächlich Mensch geworden, mithin von einer Frau geboren wurde, wenn anders denn die Möglichkeit der Zugehörigkeit eines konkreten Menschen zu einer bestimmten Gesellschaft (C) in dieser Welt Wirklichkeit werden soll (können).

Sprachliche Spitzfindigkeiten sind das nicht. Das sind lediglich — aber immerhin — ein paar Anwendungen von elementaren Regeln der Logik auf einen konkreten Fall. Dass es sich hier um den "Fall Jesus" handelt, verändert nichts an der Ausgangslage, die dieselbe für alle Fälle "F" ist.

Hören Sie also auf, mich und meine Person in ihrem kritischen (= unterscheiden könnenden) Urteilsvermögen zu diffamieren.

Entweder lebt das Subjekt "Olexio" in einer anderen Welt oder ist krank. Ein Drittes gibt es nicht.

All das schreibe ich unter Umständen ausdrücklich nicht für Sie, sondern ggf. für Leserinnen und Leser, die nicht bereit sind, sich das Denken abgewöhnen lassen zu wollen von Mitmenschen, die es 'nur gut' mit ihnen meinen...

Wer seine Demut bewahren möchte, "um nicht übermütig und ein Heiliger [sic!] zu werden", der kann, soll oder darf wissen, dass Aberglaube und echte Demut einander ausschließen. Fromm an Jesus denken, ansonsten aber alles (bei einem selbst) beim Alten belassen, das hat mit EVANGELISCH glauben herzlich wenig bis nichts zu tun. Den Verstand abgeben beim Glauben — und Beten! — ist im christlichen Glauben nicht vorausgesetzt, das Simulieren von Frömmigkeit nicht gefordert.

Antwort auf von Gerhard Engel (nicht registriert)

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Engel sind doch nicht so selig und sphärenhaft, wie viele glauben. Von Frauen war nicht die Rede und bitte unsere Mütter aus dem Spiel lassen. Wenn Ihnen mehr nicht einfällt, traurig. Ich bitte darum, sich weiter an Dietmar und Wolfgang abzuarbeiten. Destruktiv ist noch böser als dumm. Was dumm ist, entscheiden nicht die Erleuchteten, egal ob mit oder ohne holographischer Umnachtung. Nur wer seine Dummheit nicht beweisen kann, ist es auch. Sagen Sie uns doch lieber, wie sich die EKD veranlassen lässt, uns außerhalb folkloristischer Kirchentage, mit ihrem veganen Ambiente, Fragen des Glaubens zu beantworten. Die Folgen des Verlust der Erbsünde z. B.. Außerdem die Frage, wozu wir denn die EKD überhaupt noch brauchen, wenn sie nicht -wie bisher-antwortet. Von richtungweisenden glaubenden Ergebnissen der synodalen Arbeitsgruppen noch nichts gelesen. Oder kann es gar keine Antworten geben, weil es keine allgemein verständlichen gibt? Parteien verfassen einen Rechenschaftsbericht und informieren über das, was als Absicht geglaubt werden soll. Wir bleiben im Regen. Die Bibel ist auf jeden Fall dafür nicht geignet. Sie ist ein wörtliches Wunschkonzert. Vielleicht hilft ja künftig zur Glaubensfindung eine KI. Mit dem Avatar für den Gottesdienst wurde ja schon begonnen. Es bedürfte eines Hand- oder Wort-Fegers, um reinen Tisch zu machen. Aber alles zerschlagen ist auch nicht gut, wenn danach noch jemand an die heile Welt glauben möchte. An Scherben glauben, ist nicht einfach. Das sybillinisch zu verstehen, ist ebenfalls etwas anspruchsvoller, als intellektuell wild und unkontrolliert um sich zu schlagen. Haben Sie schon gemerkt, dass es solche Meinungsforen kaum noch gibt? Warum wohl? Weil "holografische Besinnungslostäter" die Platten gefegt haben. Vielleicht bin ich auch zu dumm, um das alles zu verstehen. Vermutlich bin ich da aber in guter Gesellschaft. Nur ein Engel darf über allem schweben.

"Engel sind doch nicht so selig und sphärenhaft, wie viele glauben."

Nun, so ich mich nicht an Kitsch-Engel halte, wie viele sie vor Augen haben (mögen), wenn sie das Wort "Engel" hören, sondern an Engel, wie sie in Erzählungen im AT und NT einer bestimmten Leserschaft oder Hörerschaft je konkret vor Augen gemalt werden bzw. gemalt wurden, ist an Ihrem 'Seligkeits- und Sphärenhaftigkeits-Befund' nicht viel dran.

Bekanntlich ist für das Maß an eigener Unwissenheit in Sachen Religion, für religiösen Analphabetismus jeder Mensch ab einem gewissen Punkt selber verantwortlich. Danke aber, dass Sie mich oder uns gewissenhaft daran erinnert haben.

Bei etwa Bileam und der Eselin (4. Mose 22,22ff.) ist das Maß an "so selig und sphärenhaft" gleich Zero = Null, weil und insofern es, genau und recht verstanden, hier um die Alternative geht von Heil oder Unheil, von Leben und Tod bzw. von Weiterleben und Destruktion. Die Beweislast, dass dies nicht der Fall ist, liegt nicht auf meiner Seite...

Und was die Reaktion der Frauen in der Schilderung bei Markus 16, 8f. anlangt, ist es vollkommen lebensfremd und daher unglaubhaft, wenn hier "so selig und sphärenhaft" als erheblicher Maßstab in Anschlag gebracht wird für das, worum es in der Sache hier geht. "Sie waren starr vor Angst und Entsetzen" (Mk 16,8) — das mag für Atheisten vom Schlage eines X oder Y zwar eine befremdliche Reaktion sein. Was aber nicht begründet, warum "Frauen" nur dann ins Spiel gebracht werden dürfen, wenn es Ihnen (oder X oder Y) passt.

"When too perfect lieber Gott böse", der Satz stammt nicht von mir. Wenn und soweit Sie destruktiv für noch böser erachten als dumm, (dann) wäre eine Lektüre von dem ein oder anderen biblischen (Schrift-)Propheten vielleicht eine gute 'Kur' bzw. ein wirksames 'Gegengift'. So Sie denn klug werden wollen. Und sich nicht auf das Fabrizieren von Sätzen mit den Mitteln, die uns durch das Internet zur Verfügung gestellt sind, beschränken wollen.

Ihre Erlaubnis, dass "nur ein Engel" "über allem schweben" darf, verdient, mit Verlaub, wenigstens albern genannt zu werden.

Nach mehr als 25 Jahren Umgang mit Internet habe ich gelernt, was das Internet ist, und was nicht. Die Tatsache, dass im Prinzip jeder (unter eigenem Namen oder pseudonym) zum Autoren bzw. zur Autorin mutieren kann, ist für sich genommen kein Beweis für die Stichhaltigkeit von im Einzelfall je konkret vorgebrachten Argumenten.

"Intellektuell wild und unkontrolliert um sich schlagen", das ist ein Pauschalurteil, auf welches als solches niemand eingehen braucht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
MfG,
GE

Gewaltig! Ich bin dankbar für Gedanken die nicht enden möchten. Zitate aus der Bibel sind allerdings hochproblematisch. Sie bietet Jedem alles, was er hören und glauben möchte. Selbst den Atheisten, denn wer möchte schon ein Kamel sein, dass durch ein Nadelöhr passt!

Antwort auf von Gerhard Engel (nicht registriert)

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Zu denken gibt mir Ihr Unverständnis. Andererseits auch kein Wunder bei diesen "Wahrheiten", die allem und sich selbst gleichzeitig widersprechen. Auch Nachsicht mit Ihren alphabetischen Kapriolen. Da steht nicht, dass er  kein/ein Mensch ist. Jesus soll Gottes Sohn und in der Dreieinigkeit auch Gott in Menschengestalt sein. Ein Mensch gewordener Gott muss dann immer noch kein "Engel" sein. Das mit der Geburt und allem Drum und Dran ist eine zusätzliche Konstruktion des Unbegreiflichen. Ergo Glaube. Dann wird auch noch in Ulm der Bedeutungsverlust beklagt. Kein Wunder, wenn die Bedeutung so mühsam ist.

Ob die befragte männliche Autorin antwortet, weiß ich nicht. Sie können übrigens unbesorgt sein. Die gleichlautenden Textbausteine an die Leserkommentatoren Rixner und Staiber lassen den Schluss auf die Verwendung einer Beantwortungssoftware zu. Die ist immer "auf eine ruhige und sachliche Art und Weise" geschrieben. Am individuellen Eingehen auf das, was die Kommentatoren vorbrachten, fehlt es auch nicht. Herrn Rixner wird für seine "nachdenklichen" Worte gedankt. Herrn Staibers Worte müssen auf das nachdenklich verzichten.

Ihr Rätsel kann ich Ihnen gerne lösen. Wir finden also bei den Gläubigen bekennende Fundamentalisten wie Sie und die Nichtfundamentalisten. Der Kürze halber Fundis und Mainstreamler. Sie wollen wissen, warum die Mainstreamler nicht die Kirche verlassen. Weil sie in den europäischen evangelischen Kirchen noch die Mehrheit bilden, in Amerika und Asien ist das oft anders. Eine Mehrheit nimmt nicht deswegen den Hut, weil sie einer Minderheit nicht genehm ist. Es stellt sich eher die Frage, warum die Minderheit nicht die Kirche verlässt, wenn die Mehrheit in den Augen der Minderheit doch laufend Mist baut.

Auch diese Frage beantworte ich Ihnen. Fundis und Mainstreamler zerlegen deswegen nicht ihren gemeinsamen Laden, weil sie beide nicht wissen können, ob sie als Trümmerteile vom Staat dieselben Privilegien zugesprochen bekommen würden, wie sie die noch eine Kirche erhält. Kirchensteuereinzug, Schulprivilegien, Postenbesetzung in Gremien sind da einschlägig. Also giftet man sich lieber unter einem gemeinsamen Dach an.

Zum Inhalt des Streites: Der Fundi ist stolz darauf, dass Jesus das Fundament seines Lebens ist. Jesus ist deswegen ein großartiges Fundament, weil er einer von den Dreien ist, die gleichzeitig sowieso nur Einer sind, Gott nämlich. Dieser Gott hat sich zu Selbstauskünften aller Art in der Bibel hinreißen lassen. Und warum soll Gott ein brauchbares Fundament sein? Da bricht die Argumentationskette des Fundi abrupt ab. An Gott soll man gefälligst glauben. Dass Gott eine menschliche Erfindung ist, nimmt der Fundi nicht zur Kenntnis. Da kracht also das ganze Gedankengebäude mit dem soliden Fundament in sich zusammen.

Der Mainstreamler riecht den Braten schon eher und verzichtet auf Reklame mit einem angeblich soliden Fundament, Er lässt gleich die Katze aus dem Sack und macht Werbung für seinen Glauben. Die ruhige und sachliche Antwort darauf lautet: Gott gibt es nur als Glaubensinhalt, sonst nicht. Wie auch sonst jedes Produkt der Phantasie eben nur als Phantasie lebt.

Fundis und Mainstreamler sind sich also näher, als es das Getöse vermuten lässt, dass sie bei ihrem Streit verbreiten. Deswegen kann man sachlich in vielen Fällen von den Gläubigen reden und muss nicht unterscheiden. Ob man das gegenseitige Hickhack der beiden Strömungen mit Erheiterung oder Desinteresse zur Kenntnis nimmt, ist eine Geschmacksfrage. Und wo der Unterschied sachlich eine Rolle spielt, muss man eben auf ihn eingehen.

Da Sie, werter Herr Dietmar, nach implizierter Selbstauskunft mindestens 2 Leben haben, wünsche ich Ihnen für Ihre beiden oder noch mehr Leben alles Gute. Das Geheimnis, ob Ihre beiden Leben nebeneinander oder nacheinander ablaufen, müssen Sie von mir aus nicht lüften.

Friedrich Feger

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Zum Ende der 1990er Jahre hin, hat ein Professor an der Universität Konstanz ein Buch geschrieben mit dem Titel "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren". Das Buch war, angeblich, unter Studentinnen und Studenten der Uni ein 'Renner', ein Verkaufsschlager.

Nun, der gleichsam doppelte Nachteil Ihres Beitrags, so wie ich ihn auf einem imaginierten Buchmarkt wahrnehme, wäre der, dass man in Ihrem Fall weder Fundamentalist sein noch mit Ihnen zu diskutieren braucht. In Ihrem Fall reicht (schon) einfaches Lesen aus, um den Verstand zu verlieren...

Das tut mir natürlich sehr leid, dass Sie laut Selbstauskunft beim Lesen meines Kommentars Ihren Verstand verloren haben. Ich begleite Sie gerne beim Gang zum Fundbüro. Dort werden Sie allerdings ein Formular ausfüllen müssen mit der Frage, wo sich der Verlust ereignet hat. Welche Stelle meines Kommentars macht Ihnen welche Probleme, so dass Sie nicht begründet widersprechen oder nachfragen, sondern mental heftig reagieren?

Das Buch von Hubert Schleichert ist in seiner 1. Auflage 1997 erschienen. Seine 11. Auflage von 2022 ist unter der ISBN 978-3-406-74121-0 problemlos bei C.H.Beck Paperback erhältlich. Doch Vorsicht! Auch dieses Buch kann Stellen enthalten, die Ihnen nicht wohlbekömmlich sind.

Trotzdem viel Spaß bei der Lektüre!

Friedrich Feger

Antwort auf von Friedrich Feger (nicht registriert)

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Ich grüße Sie mit Matthäus 5:11. Wirklich beeindruckend wie eloquent Sie meinen Beitrag als Naiv und irgendwie "Rechts" abhandeln. Chapeau! Und auch die EKD analysieren Sie schonungslos schmerzhaft für die Leser. Worte können eine Waffe sein, aus Ihrer Feder auf jeden Fall. Und bitte haben Sie keine Angst das ich Ihnen die "2 Leben des Dietmar" näherbringen oder gar als Lebensstil aufdrängen möchte. Ich wollte mich wirklich nur noch bei Ihnen bedanken, denn ich kam hierher auf der Suche nach einem christlichen Umfeld. Ich habe nicht damit gerechnet so viele Atheisten vorzufinden. Ein letztes bevor ich meine Suche fortsetze: Dieser Ort des Austausches hier erweckt den Anschein einer Metzgerinnung in der die Mitglieder alle Vegetarier sind. Was ein verschwendetes Leben, in meinen Augen. Permanent mit Dingen konfrontiert die man selbst für falsch hält. Wie sinnlos muss einem Menschen die eigene Existenz vorkommen wenn man sich nicht von seinen Überzeugungen geleitet auf den Weg macht den man für sich als richtig erkannt hat. Und genau das mache ich jetzt, mich auf den Weg, Ich suche, wie geschrieben, ein Forum in dem ich mit Nachfolgern des Herrn Jesus über christliche Themen reden kann. Diese atheistischen Scheinargumente gegen einen wissenschaftlich extrem wahrscheinlichen Schöpfergott habe ich bereits durchdacht und als unplausibel hinter mir gelassen. Ihnen wünsche Ich viel Vergnügen bei Ihrem einen Leben, nutzen Sie die Tage.

Antwort auf von Dietmar (nicht registriert)

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Dann mal viel Spaß in der Metzgerinnung, die nur aus Fleischessern besteht! Die suchen Sie doch. Es gibt keine solche Fundi-Metzgerinnungen. Beim Aufnahmeantrag in die Innung muss die Meisterprüfung nachgewiesen werden, der Eintrag in die Handwerkerrolle und die Mitgliedsnummer bei der zuständigen Berufsgenossenschaft muss angegeben werden. Ob der Metzger Vegetarier ist, interessiert die Innung nicht.

In folgendem Punkt haben Sie allerdings recht: Es ist leichter, dass ein Kamel Mitglied einer Metzgerinnung wird, als dass ein Nichtfundi in einem Fundiforum schreiben darf.

Also bestes Vergnügen bei den Gleichgesinnten!

Friedrich Feger

Beim lesen Ihrer Antwort dachte ich an Mt. 5,41. Ich fühle mich nicht gezwungen, das vorab. Aber Sie haben Recht wenn Sie die Ablehnung meinerseits als unangemessen erachten. Entschuldigen Sie bitte, so war das nicht gedacht! Ich führe zurzeit interessante Gespräche über Hiob, und über den ersten Brief an die Gemeinde in Korinth. Und ich war auf der Suche nach neuen Impulsen. Wobei mich Themen interessieren deren Fragestellung nicht bei Gott beginnen, sondern bei Adam und Eva. Aber gut, warum nicht? Mal sehen bei welchen Themen wir gemeinsames Interesse zeigen. Ob wir Eines finden werden das einen weiteren Austausch möglich macht? Der Friede des Herrn sei mit Ihnen, bis zum nächsten Mal!

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