Darf man Tiere wie Dinge behandeln?
Lisa Rienermann
Mensch und Tier in der Bibel
Darf man Tiere wie Dinge behandeln?
Macht euch die Erde untertan, heißt es in der Bibel. Kein Freibrief für den Menschen!
Portrait Eduard KoppLena Uphoff
Freerk Heinz
28.01.2021
3Min

Vorgelesen: Religion für Einsteiger "Darf man Tiere wie Dinge behandeln?"

Unvorstellbar in deutscher Juristensprache: Anfang des Jahres 2020 wurde in den Vereinigten Staaten ein Filmmogul des "raubtierhaften sexuellen Angriffs" angeklagt. Das englische Wort "Predator", Raubtier, hat keine Entsprechung im Juristendeutsch. Es bezeichnet ­besonders üble und heimtückische Formen sexueller Gewalt.

Dass Tieren jede Spielart von ­Gewalt, Heimtücke und Verrat zuzu­rechnen sei, hat sich tief in die menschlichen Vorstellungen eingeprägt: Sie seien falsch wie die Schlange, triebhaft wie Esel, böse wie Hunde, gefräßig wie Motten, schmutzig wie ­Schweine, gierig wie Wölfe. Manch ähnliche ­Assoziation findet sich schon in der Bibel: Schweine und Hunde gelten als unrein und Skorpione als Geißeln der Menschheit.

Genau betrachtet übertrifft aber nur eine Spezies alle anderen an Tücke und Gewalt: der Mensch. Er verzweckt Tiere zur Produktion von Billigfleisch, verdrängt Tierarten und rottet sie aus. Riesige Monokulturen, Massentier­haltung, industrielle Großschlachtung zählen heute zu den besonders ab­stoßenden Seiten des Umgangs mit der Tier- und Pflanzenwelt. Alles unausweichlich? Der Mensch müsse sich ernähren, heißt es entschuldigend. Die Bibel habe dem Menschen sogar den Auftrag erteilt, sich die Welt mitsamt ihren Tieren untertan und nutzbar zu machen.

Was in der Bibel steht, lässt sich aller­dings auch anders lesen. Tier und Mensch sind nicht nur aus Sicht der Evolutionslehre verwandt. Sie gehen auch nach biblischer Vorstellung auf denselben göttlichen Schöpfungsplan zurück. Und sie würden eines Tages wieder Teil desselben messianischen Reiches sein, verheißt die Bibel: eines Reiches im friedlichen Miteinander. Die ursprüngliche Harmonie der Tiere untereinander und jene zwischen Tier und Mensch werde im messianischen Reich wiederhergestellt. Will man es sarkastisch formulieren, könnte man sagen: In diesem zukünftigen Friedens­reich geht es eher zu wie auf einem Gnadenhof als wie in einer norddeutschen Schlachtfabrik.

Löwe und Bär werden Vegetarier

Im Buch des Propheten Jesaja (11,6–9) klingt der messianische Tierfrieden so: "Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und der kleine Knabe wird sie leiten. Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein kleines Kind wird seine Hand ausstrecken zur Höhle der Natter. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen ­heiligen Berge . . ."

Geschenkt, dass nicht alles in der Bibel naturwissenschaftlich korrekt abläuft: Der Hase ist kein Wieder­käuer – auch wenn das 3. Buch Mose 11,6 das behauptet (wohl weil er ständig seinen Kiefer bewegt). Rebhühner brüten auch eher nicht die Eier anderer Vögel aus, wie Jeremia 17,11 nahelegt. Aber abgesehen von der Vorstellung, dass Löwe und Bär Vegetarier werden, ist die biblische Vision von einer friedfertigen Welt ohne Bosheit und gegenseitige Vernichtung doch faszinierend.

Kein Nischenthema für Träumer

Ja, die Bibel sagt, der Mensch solle sich die Tiere untertan machen. Aber dabei soll er sich ihnen gegenüber verhalten wie ein Hirt gegenüber seiner Herde: fürsorglich, bewahrend. Gott schuf die Tiere, damit der Mensch nicht allein sei, erzählt das 1. Buch ­Mose 2,18. Das Ruhegebot am ­Sabbat gilt für den ganzen Hausstand mitsamt den Tieren (2. Buch Mose 20,10). Demnach sind Tiere keine gewöhnlichen Sachwerte – auch wenn das deutsche Strafrecht (anders als das Bürgerliche Gesetzbuch) sie bei Diebstahl oder Beschädigung noch als ­Sache behandelt.

Gibt es Gott wirklich? Neigen Christen zu Gewalt? Fragen wie diese beantwortet die chrismon-Redaktion in "Religion für Neugierige"

Konsequenter Tierschutz ist kein Nischenthema für Träumer. Es ist ein Gradmesser dafür, wie Menschen mit sich selbst und untereinander um­gehen. Gott hat die Tiere nicht der Willkür der Menschen über­geben, sondern in ihre Obhut. Was die Bibel als anfängliche Harmonie der Schöpfung ausmalt, soll am Ende der Zeiten wiederkehren. Das ist nicht nur als schöner Traum gemeint. Sondern auch als religiöses Leitbild für das, worauf Menschen hoffen und hin­arbeiten sollen.

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Lieber Herr Kopp, ist Ihnen mal aufgefallen, dass Hasenkot oft auf freien Flächen liegt oder gar auf Baumstümpfen? Das hat folgenden Grund: Der Hase sucht sich aus seinem Eigenkot bestimmte Köddel heraus, die er tatsächlich noch einmal verspeist, um sich bestimmte Nährstoffe aufzuschließen. Ist biologische Tatsache. Damit ist der Hase zwar kein Wiederkäuer in unserem modernen Sinn, weil wir das nur so definieren, wenn sich das innerhalb des Körpers abspielt. Beim Hasen ist das aber nix anderes. Er muss Teile seines bereits verdauten und ausgeschiedenen Futters nochmal verspeisen. Somit hat die Bibel doch recht und Sie leider nicht.

Das ist aber schön, dass die Bibel überhaupt nicht mehr aufhört, recht zu haben. Man braucht nur den Begriff Wiederkäuer mit Wiederverwertung zu verwechseln und schon kann die Bibel erneut als Fachlexikon herhalten. Ein gelungenes Wiederkäuen des Gotteswortes!

Wem das selbstverständlich alles zu billig ist, der greift zu höheren Schachzügen. Das astrein marktwirtschaftliche, demokratisch betreute Treiben in den Schlachthöfen ist ins Gerede gekommen. Also muss mal wieder heftig reformiert werden. Auch hier steht die Bibel auf der richtigen Seite. Schließlich ist der Schöpfer nicht nur der Schöpfer von Unternehmern, Leiharbeitern und Bolzenschussapparaten, sondern auch der Schöpfer des Schlachtviehs. Und spätestens, wenn die messianischen Verheißungen voll zugeschlagen haben werden, wird auch in die Schlachtfabriken die Idylle zurückkehren. Bis es soweit ist, weiß auch die Gewerkschaft Gott und die Bibel auf ihrer Seite.

Max Zirom

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Liebe Redaktion,
Vielen Dank für das neue Heft mit vielen interessanten Beiträgen.
Ja, die Bibel lehrt uns neben der Errettung unserer Seele auch die Achtung und den Schutz der Tiere.
Das ist schon sehr beachtenswert und kommt auch in dem Beitrag gut zur Geltung.
Nur ist die Bibel ein Buch der Wahrheit! Und das gilt für alle Bereiche.
Die Bibel ist zwar kein naturwissenschaftliches Lehrbuch, aber die Wirklichkeit ist:
Natürlich ist der Hase ein Wiederkäuer, er frisst seinen eigenen Kot! (Caecotrophie).
Und das Rebhuhn ist nicht unsere deutsches Rebhuhn, sondern das arabische, bei dem dieses Fremdbrutverhalten beobachtet werden kann.
Daher gilt immer - wenn man nachdenkt oder bei Google sucht - die Bibel hat doch recht!
Freundliche Grüße
Dr. Konrad Stubbig

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Im branchenüblichen Tremolo bezichtigt Kopp " den Menschen" als den rücksichtslosen Allesverderber der göttlichen Schöpfung, der sich Tier (und Pflanze?) egoistisch und allein im Interesse seiner maximalen Sättigung zu Untertan macht. Damit befindet sich der Autor in der allerbesten Übereinstimmung mit einer allerbest von Nahrungsmitteln bis zum Überdruß verwöhnten Gesellschaft, die von oben herab den Verzicht preist, also Wein säuft und Wasser predigt. Schon das wäre Grund genug, den Autor auf die wirklichen Ernährungs-Probleme einer täglich rasant wachsenden Weltbevölkerung hinzuweisen und auf deren göttliches Recht, sich von Tier und Pflanze dieser Welt zu ernähren.
Und wenn seiner Ansicht nach lt. Bibel der Mensch nur der fürsorgliche Hirte der Herde ist, dann verschweigt er (und die Bibel), daß am Ende der Nutzung von Milch und Wolle das Schaf selbstverständlich geschächtet und verzehrt wird. Wohl bekomms!
Absonderlich, weltentrückt und nachgerade esotherisch sind die bibelgestützten Visionen des Autors von einer göttlich gegebenen, friedlichen Symbiose aller Lebewesen, von Mensch und Tier im Konkreten.
Leider lauten die göttlichen Gesetze etwas anders. "Survivial of the fittest" und "Struggle for life" sind die Maxime des Überlebens auf dieser Erde. Göttliche Maxime, denn sie bestimmen die gesamte Entwicklung alles Lebendigen. Somit ist es dann auch gottgewollt, wenn der Knöterich die Zierpflanze vernichtet, tötet, wenn die Katze die Maus verspeist und wenn der liebe Wolf die fetten Lämmer reißt. Da ist kein Platz für friedliche Koexistenz, außer im Himmel oder im Paradies, wo zur Befriedigung der Ernährungsbedüfnisse es Manna vom Himmel regnet.
Chrismon sollte langsam die Grenze zwischen Gottesbotschaft und Parteitag der grün-esoterischer Bewegungen ziehen. Mode vergeht, der christliche Glaube vergeht nicht.

Auf dem Umweg über das Fleisch werden viel mehr Pflanzen vernichtet als bei pflanzlicher Ernährung.
Die Ressourcen sind knapp, das Klima erhitzt sich. Wollen wir alle 8 Milliarden Menschen gut ernähren, muss der Massen-Fleischkonsum eingeschränkt werden. Ausnahme ist Weidewirtschaft dort, wo nichts anderes wächst, bitte aber ohne die Qual der dauerhaften
Anbindung.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlichen Dank für den schönen Artikel, der mir als jemandem, der seit Jahrzehnten kein Fleisch ist und sich um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur bemüht, in großen Teilen aus der Seele sprach.
Allerdings hätte man bei den Betrachtungen auch durchaus direkt bei dem Auftrag, sich die Welt untertan zu machen (ich gebe zu, nicht genau zu wissen, ob der Spruch genau so in der Bibel steht und, wenn ja, wo) ansetzen können. Denn daraus kann man ja sehr wohl auch eine Verantwortlichkeit für andere herleiten statt einer Überantwortung zur Willkür. Und an der Frage, wie man dies auffasst, entscheidet sich sicher auch, wie man sich gegenüber den übrigen Kreaturen dieser Welt verhält, gleich, ob man sie als von der Evolution oder von Gottes Schöpfung hervorgebracht ansieht.

Abschließend nur noch eine kurze Erwiderung zu der Bemerkung in dem Artikel, die die Schilderung des Zusammenlebens der verschiedenen Tiere im Buch Jesaja 11, 6 - 9 als faszinierend bezeichnete, daraus aber ausdrücklich die Vorstellung ausnahm, Löwe und Bär könnten Vegetarier werden: für mich wäre durchaus auch das eine faszinierende Vorstellung, so unrealistisch es auch sein mag - und dies nicht nur, weil ich mich selbst zu dieser Gruppe zähle.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Blinne

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Hallo liebes Chrismon-Team!
Der Mensch will billiges Fleisch essen, und diese Gier nach Billigfleisch, die müssen nun einmal auch diese betroffenen Tiere ausbaden. Der Staat kündigt für die Haltung der Tiere im Mastbetrieb verschärfte Maßnahmen und Kontrollen an, doch am Ende des Tages passiert wieder einmal relativ wenig bis absolut nichts.
Irgendwie gibt es im Kuhstall mit ständig angebundenen Tieren, einfach keinen ausreichenden Tierschutz, die Tiere werden, wie die "Ware Tier" gehalten, einfach eben unter aller "Sau"!
Und geht es endlich ab ins Schlachthaus, erst da hat mit dem Tod dieser Tiere, deren Qual ein jähes Ende.

"Wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, wäre jeder ein Vegetarier."
(Paul McCartney *1942, britischer Musiker, Songwriter und Komponist, Vegetarier und einst Mitglied in der Band: The Beatles)

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Wir Menschen haben uns die Genesis so zurechtgebastelt, wie wir es aus unserer - nicht Gottes - Sicht für ok. hielten und halten : 1.Mose1.28 = untertan machen und behandeln nach Gutdünken. 1. Mose 1.27 wurde /wird weniger auf seine Bedeutung hinterfragt - es sei denn : "wir dürfen es eben halt machen,als seien wir Gott".Völlig unter die Räder geraten ist im Laufe der Jahrhunderte 1.Mose 1.31 : Gott sah an ALLES was ER gemacht hatte und es war sehr gut. Jedes Werk für sich = gut. Der Mensch = zunächst kein Prädikat ! Aber Alles zusammne, Alles in Allem und als Gesamtes = sehr gut . Es ist dringend an der Zeit , daß sich Christen - und nicht nur die das endlich, endlich zu eigen machen.

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Sehr geehrte Damen und Herren, dies als Leserbrief, mit der Bitte um Veröffentlichung. Herzlichen Dank!

Tiere sind Persönlichkeiten mit eigenem Wohl und Wehe, mit Subjektivität. Darum gebühren ihnen Grundrechte und, weit darüber hinaus, politische Rechte. Mit “Animal Memorial” hat die ehemalige Pfarrerin Christa Blanke eine Webseite geschaffen, die Opfer von Schlachttransporten ehrt, indem sie Fotos ihrer Gesichter und Namen bewahrt. Für so viel Haltung bin ich dankbar. Die Verletzung von Tierrechten verstehe ich im übrigen auch als Verletzung meiner Menschenrechte. Es ist verstörend, wie sehr Verbraucher daran klammern, aus den Körpern tierlicher Personen banale Dinge täglichen Gebrauchs fertigen zu lassen, trotz längst entfallener Notwendigkeit. Die zur Schlachtfabrik erniedrigte Erde (“Schmeckt aber gut!”) ist Alptraum-kompatibel: ein Horror-Haus, kein Heimatort.
Freundliche Grüße,
Ute Esselmann

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Selbstverständlich sollen Sie in ihrem Magazin auch ausgefallene Artikel veröffentlichen.
Diesen Unsinn einer so ganz ausgefallenen Auslegung der Bibel unter der Rubrik, Religion für Einsteiger, zu bringen, finde ich einfach unmöglich. Ein Einsteiger hat auch mit Blick auf die Widersprüche in der Bibel zu den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nun wirklich andere Fragen.
Wie können zum Beispiel die Probleme gelöst werden, die sich allein daraus ergeben, dass heute viermal so viele Menschen wie vor 100 Jahren auf unserer Erde leben und ernährt werden wollen.
In unserer übersättigten Bundesrepublik verdrängen wir solche Fragen einfach.
Ganz sicher hätte Jesus dazu etwas zu sagen gehabt.

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Sehr geehrte Frau Ott,
sehr geehrte Redaktion von Chrismon,
ich habe mich sehr über den Artikel von Eduard Kopp "Darf man Tiere wie Dinge behandeln" in der letzten Chrismon (Februar 2021) gefreut, und gerade studiere ich die neueste "Kirchenzeitung" und freue mich dabei über folgende Sätze:
"Ein Gemeindefest ohne Würstchen auf dem Grill ist selten. Dabei waren doch schon die ersten Menschen, Adam und Eva, Vegetarier. Der ökumenische Verein „Aktion Kirche und Tier“ (AKUT) macht sich stark für eine größere Sichtbarkeit von Tieren und Tierwohl im kirchlichen Raum."
Ehrlich gesagt, war ich traurig, in der gleichen Chrismon den Bericht zu lesen: "Den Wald finden", S. 6 , dass die Kinder an den Wald herangeführt werden von einer Jägerin, wo ihnen ein erlegtes Reh gezeigt wurde. "einem erlegten Reh den Bruch ins Maul geschoben und aus dem Fleisch Frikadellen gebraten."
Es ist so wunderbar für Stadtkinder in Berührung mit der heilsamen Energie des Waldes zu kommen. Weshalb muss das mit Töten mit von Tieren verbunden sein?
Ich fände es sehr schön, wenn sie einmal einen Bericht über einen Lebenshof für Tiere schreiben würden, wo die Tiere vor dem Schlachten gerettetet werden und liebevoll betreut werden und keine Angst mehr haben müssen, getötet zu werden.
In der Nähe von Berlin in Hermersdorf bei Müncheberg gibt es einen Lebenshof "Lasst die Tiere leben". Vielleicht haben Sie Lust mal dort herauszufahren und ein Interview mit der Leiterin Elisabeth Schön zu machen und die jungen Menschen zu erleben, die mit viel Ausdauer und Liebe dort arbeiten: www.lasst-die-tiere-leben.org
mit freundlichen Grüßen
Annabelle Zinser

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Genesis 1 und 2 werden gut beleuchtet. Was ist aber mit dem Ende der Urgeschichte? Als Noah die Arche verlässt, opfert er Tiere. Gott konstatiert, dass von nun an Furcht zwischen Mensch und Tier herrschen soll und dass der Mensch die Tiere essen darf (in eure Hand sind sie gegeben). Der Zustand von Genesis 1 und 2 wird nach der Sintflut (point of no return) unerreichbar. Jesaja 11 ist und bleibt eine Vision. Fleischkonsum als ethisch falsch zu definieren und den Menschen zum Hirten zu machen, lässt sich biblisch jedenfalls nicht legitimieren. Das schließt eine Kritik des vergleichsweise hohen Fleischkonsums aber nicht aus. Die Industrienationen leben auf Kosten der Fülle der anderen (Joh 10). Von hier aus, lässt sich Kritik üben, wie auch von Genesis 1 aus. Die Erde soll grünes Kraut hervorbringen (Wüsten werden immer größer). Die Meere sollen wimmeln (zunehmende Überfischung). Der Mensch handelt gegen Gottes Gebot. Seid fruchtbar und mehret euch (Artensterben). Der Mensch arbeitet dem Segen Gottes an die Tiere entgegen. So viel in aller Kürze.

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