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2012 war Enno Haaks das erste Mal in seinem Leben auf Kuba. Er besuchte seinen Sohn, der dort gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr leistete, und erinnert sich gut an die schon damals prekäre Gesamtsituation auf der Karibikinsel: "Es war auch da schwierig, aber das System funktionierte noch", berichtet er.
2024 war er erneut dort - und zutiefst schockiert: "Es ist wirklich grausam, mit ansehen zu müssen, wie auf Kuba jetzt alles zusammenbricht." Gesundheits- und Bildungssystem liegen am Boden, der Tourismus ist zusammengebrochen. "Die Menschen sind verzweifelt", berichtet Enno Haaks. Mit am schlimmsten sei der generelle Strommangel im Land: "Marode Kraftwerke, fehlender Treibstoff und ein labiler Energiemarkt verschärfen die Situation von Jahr zu Jahr", weiß Haaks: Ohne Strom breche alles zusammen.
Zurück in Deutschland startete der Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werks eine Hilfsaktion, zunächst für die presbyterianische Partnergemeinde in Cardenas, und zwar durch die Finanzierung von Solaranlagen auf dem Kirchendach. Denn wenn es eines auf Kuba im Übermaß gibt, dann ist es dies: Sonnenlicht!
Mittlerweile sind die ersten Solarpaneele in Cárdenas installiert. Als Enno Haaks vor kurzem mit dem dortigen Pfarrer telefonierte, erzählte dieser begeistert: "Es gibt wieder funktionierende Kühlschränke, sauberes Wasser, Licht im Dunkeln!"
Der Kindergarten habe wieder geöffnet, die Menschen schöpften endlich wieder etwas Hoffnung. Und als im Spätherbst 2025 ein Hurrikan über der Karibik tobte und große Verwüstungen anrichtete, blieben die Solarpaneele auf der Kirche in Cárdenas heil. Für die Zukunft hat die Gemeinde eine Technik installiert, die den nötigen Abbau bei weiteren Unwettern schnell und leichter ermöglicht.
Nun sollen weitere Gemeinden im Land mit Solarpaneelen beliefert werden, ganz unabhängig von den dafür nötigen Finanzmitteln auch ein schwieriges logistisches Unterfangen. Nur über Umwege können die notwendigen Devisen ins Land gebracht werden, die Lieferung der Technik erfolgt über die Dominikanische Republik, und dann braucht es vor allem auch Fachwissen vor Ort. Bis jetzt, so Haaks, habe man unglaublich viel Glück: "Die Leute da sind so was von erfinderisch und geschickt – die schaffen es trotz widrigster Umstände, die Paneele zu installieren."
19.000 Euro sind nötig, um auf einem weiteren Kirchendach Solarpaneele zu installieren. Für Enno Haaks keine Frage, dass er das Geld zusammenbringen wird: "Was auf Kuba geschieht, ist eine vergessene Tragödie. Als Christ will und muss ich da helfen."
Das GAW unterstützt weltweit evangelische Gemeinden, ihren Glauben an Jesus Christus in Freiheit zu leben und diakonisch in ihrem Umfeld zu wirken.
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