Wer erschafft hier wen? Papst Leo ruft in seiner Enzyklika dazu auf, technologischen Fortschritt in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen
Epstudio20 / Getty Images, Middle East Images / Imago
KI-Enzyklika
Warum sich der Papst mit Big Tech anlegt
In seiner KI-Enzyklika kritisiert der Papst einen technischen Fortschritt, der nur der Leistungssteigerung dient, erklärt die Technikphilosophin Anna Puzio. Damit fordere er technikgläubige US-Christen heraus
Lino WimmerLisa Bittner
02.06.2026
5Min

chrismon: Papst Leo XIV. trägt eine Apple Watch und liebt Autos. Ist der Heilige Vater ein Technikfan?

Anna Puzio: Er versteht jedenfalls mehr von Technik als seine Vorgänger. Von der ersten Sekunde seines Pontifikats an hat er Künstliche Intelligenz zu seinem Thema gemacht. Für mich war er gleich der KI-Papst.

Warum?

Mit seinem Namen knüpft Robert Prevost an Leo XIII. an. Dieser sogenannte Arbeiterpapst setzte sich Ende des 19. Jahrhunderts mit den Folgen der industriellen Revolution auseinander. Technologien wie die Eisenbahn oder der mechanische Webstuhl veränderten die Gesellschaft grundlegend, und neue soziale Nöte entstanden.

Leo XIII. suchte nach kirchlichen Antworten auf das industrielle Zeitalter. Leo XIV. sieht mit der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz einen ähnlichen Umbruch. Das betonte er bereits bei seiner Amtseinführung.

chrismon Spendenabo doppeltgut
doppeltgut
Digitales Spendenabo abschließen und weiterlesen

4 Wochen gratis testen, danach mit 10 € guten Journalismus und gute Projekte unterstützen.
Vierwöchentlich kündbar.

Die Kommentarfunktion ist nur noch für registrierte Nutzer verfügbar. Um einen Leserkommentar schreiben zu können, schließen Sie bitte ein Abo ab, schreiben Sie uns eine Mail an leserpost@chrismon.de oder diskutieren Sie auf Instagram, Facebook und LinkedIn mit.