Papst Leo XIV. lässt Donald Trump klein aussehen
Remo Casilli / picture alliance / REUTERS / Annabelle Gordon / picture alliance / REUTERS
Vatikan
Warum Trump gegenüber Papst Leo nur verlieren kann
Verspotten, verächtlich machen, drohen - so reagiert Donald Trump üblicherweise auf Kritik. Im Konflikt mit Papst Leo XIV. hilft ihm das nicht - im Gegenteil
Lena Uphoff
14.04.2026
3Min

In den vergangenen Tagen hat sich ein Konflikt zwischen Papst Leo XIV. und dem US-Präsidenten Donald Trump offenbart. Am 7. April hatte der Papst Trumps Drohung mit der "Auslöschung einer ganzen Zivilisation" gegenüber dem Iran als "inakzeptabel" kritisiert.

Am Wochenende rief das Oberhaupt der katholischen Kirche nun mehrfach zum Frieden auf. Seine Worte ließen sich so lesen, als ob sie sich auch gegen Trump wenden würden. "Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! Wahre Stärke zeigt sich im Dienst am Leben!", sagte er. Und: "Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen."

Papst Leos Worte waren allerdings so allgemein gehalten, dass der US-Präsident sie auch hätte ignorieren können. Dann wäre der Zusammenhang Interpretation geblieben. Stattdessen veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social einen längeren Post und zeigte damit, dass ihn die Kritik offenbar getroffen hat.

Trump bezeichnete den Papst in seinem Post als "schwach" in Kriminalitätsfragen und "schrecklich" in der Außenpolitik. Er unterstellte, dass Leo nur gewählt worden sei, weil man glaubte, so besser mit ihm als US-Präsidenten umgehen zu können, und forderte ihn auf, sich darauf zu konzentrieren, ein großartiger Papst zu sein und kein Politiker.

chrismon Spendenabo doppeltgut
doppeltgut
Digitales Spendenabo abschließen und weiterlesen

4 Wochen gratis testen, danach mit 10 € guten Journalismus und gute Projekte unterstützen.
Vierwöchentlich kündbar.

Die Kommentarfunktion ist nur noch für registrierte Nutzer verfügbar. Um einen Leserkommentar schreiben zu können, schließen Sie bitte ein Abo ab, schreiben Sie uns eine Mail an leserpost@chrismon.de oder diskutieren Sie auf Instagram, Facebook und LinkedIn mit.