Debatte um Kriegstüchtigkeit
Müssen wir lernen zu kämpfen?
Die Regierung will die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas machen. Es kommt ein neuer Wehrdienst. Ist das alles wirklich notwendig? Die Aktivistin Emilia Roig und der Reporter Artur Weigandt diskutieren
Emilia Roig und Artur Weigandt
Die Politologin Emilia Roig und der Journalist Artur Weigandt: ein Gespräch über die Wehrpflicht
Steffen Roth für chrismon
Lena Uphoff
Lena Uphoff
Aktualisiert am 12.05.2026
11Min

chrismon: Frau Roig, Deutschland müsse kriegstüchtig werden, sagt der Verteidigungsminister. Sie haben einen Sohn. Haben Sie Sorge, dass er eingezogen wird?

Emilia Roig: Ich sage ihm ganz klar: Wir werden alles tun, damit du nicht gehen musst. Alles.

Steckt in dem Satz, mein eigenes Kind soll auf keinen Fall eingezogen werden, nicht Egoismus?

Roig: Die Kinder der Mächtigen bleiben fast immer verschont. Aber ich bin generell gegen eine Wehrpflicht, gegen die Pflicht für alle Kinder – nicht nur gegen die für meinen Sohn.

Artur Weigandt: Bei einem meiner Frontbesuche in der Ukraine sagte mir ein Soldat: Wenn ich nicht kämpfe, tut es jemand anders für mich und stirbt vielleicht für mich.

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