Der Titel Ihres Buches lautet: "Fleisch fürs Klima", und eine Ihrer Grundaussage ist, dass Fleischkonsum sogar vorteilhaft fürs Klima sein kann. Ist es also egal, welches Fleisch wir essen?
Stefan Michel: Nein, absolut nicht! Wir essen immer noch viel zu viel Fleisch. In Deutschland pro Kopf ein Kilo pro Woche, das macht über 50 Kilogramm im Jahr. Ökologisch geht das gar nicht. Wir müssen viel weniger Fleisch essen – und das wenige Fleisch sehr gut auswählen.
Wie viel Fleisch wäre denn ökologisch verträglich?
Die Umweltverbände nennen alle eine Größenordnung von etwa 25 Kilo pro Kopf und Jahr. Ich finde, diese Zahl ist so gewählt, weil man die Leute nicht vor den Kopf stoßen will. Das ist immer noch viel zu viel. Ein Gutachten der "Eat-Lancet Commission" kommt zu einem realistischeren Ergebnis: Die Wissenschaftler in der Kommission haben sich gefragt, was der Planet an Fleischkonsum verkraftet, wenn zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben.
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Das Buch von Stefan Michel heißt: "Fleisch fürs Klima - Ein neuer Blick auf Artenschutz, Tierhaltung und nachhaltige Ernährung", ISBN: 978-3-98726-001-8
Softcover, 280 Seiten. Es ist im oekom-Verlag erschienen.



