Sie, Ende vierzig, verheiratet:
Wenn man mich heute fragt, ob ich Kinder habe, sage ich: Nein. Und inzwischen kann ich das sagen, ohne innerlich kurz Luft zu holen. Ohne diesen kleinen Moment, in dem ich mich frage, ob ich mich erklären muss. Aber das war nicht immer so. Sehr lange fühlte sich dieser Satz wie ein Makel an. Wie etwas, das fehlt.
Als wir zusammenkamen, war ich 19, er ein paar Jahre älter. Wir haben uns beim Tischtennis kennengelernt, sind oft nach dem Training etwas trinken gegangen. Wir verstanden uns gut. Sind ins Kino oder Pommes essen. Nach einem Kinobesuch hat er mich geküsst und ich dachte: Wow. Mit dem will ich zusammen sein. Es fühlte sich einfach richtig an. Unsere Liebe begann ganz unaufgeregt. Und das war schön. Ehrlich. Echt. So sind wir eben.
Wir ticken von Anfang an in ganz vielen Dingen ähnlich: Wir mögen die Natur, brauchen keinen großen Trubel. Menschenmengen sind nicht so unser Ding. Wir brauchen nicht ständig Action, können auch gut zusammen schweigen.
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