chrismon: Sie sind seit 2024 Pfarrerin in einem kleinen Ort, in dem Sie jeder kennt. Wie gelingt es Ihnen, Privates und Berufliches zu trennen?
Elisabeth Lang: Es war eine Erleichterung, als ich durch meinen Umzug nach zwei Jahren endlich die Tür hinter meinem Büro zumachen konnte und nicht von der Couch aus auf die Arbeit schauen musste.
Tatsächlich war es für mich auch wichtig, aus dem Ort – wo meine Kirche und auch das Pfarramt stehen – wegzuziehen. Räumliche Trennung hilft mir sehr in einem Beruf, in dem ich in der Öffentlichkeit immer auch als Amtsperson wahrgenommen werde.
Erwarten die Gemeindemitglieder nicht, dass man vor Ort wohnt? Viele haben ja das Bild: Im Pfarrhaus brennt noch Licht ...
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