Regisseur Andreas Dresen über Liebe, Verlust und die Kunst, besser zu scheitern
Dirk von Nayhauß/chrismon
Fragen an das Leben
"Ich hätte gern eine Familie gehabt"
Es geht nicht immer alles – das musste der erfolgreiche Regisseur Andreas Dresen erst lernen. Glücklich ist er trotzdem
Dirk von Nayhauß
22.05.2026
3Min

chrismon: In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?

Andreas Dresen: Wenn ich leidenschaftlich bin. Glücklich verliebt etwa oder auch unglücklich. Dann fühle ich mich eben wahnsinnig lebendig, weil ich den Schmerz spüre und die Verzweiflung, meinen Körper und meine Seele, wie alles bebt – und das kann, so seltsam es klingt, durchaus auch schön sein.

Haben Sie eine Vorstellung von Gott?

Ich bin in der DDR atheistisch aufgewachsen, dadurch habe ich eine sehr schlechte Bibelkenntnis. Das hat mich häufig geärgert, denn unabhängig vom Glauben ist die Bibel ein Teil der Menschheitskultur. Ich sehe das Göttliche eher als eine Form von Energie, die uns umgibt. Am letzten Drehtag meines Films "In Liebe, Eure Hilde" haben wir die große Szene in der Todeszelle zwischen Pfarrer Poelchau und Hilde Coppi gedreht, sie diktiert ihm ihren Abschiedsbrief.

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