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Ein Volksentscheid von 2021 gab es vor: Der Berliner Senat solle große, private Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen "vergesellschaften", sprich in staatliches Eigentum überführen.
Nun hat mit Elif Eralp eine Politikerin der Linken in Berlin die Wahl gewonnen und will ihr Wahlversprechen einlösen und den Volksentscheid umsetzen. Dies würde an die 240 000 Wohnungen in Berlin betreffen. Eine neu geschaffene Anstalt des öffentlichen Rechts soll die Bestände übernehmen und verwalten. Im Gegenzug sollen die Immobilienkonzerne Entschädigungen erhalten.
Was spricht für, was gegen eine Vergesellschaftung? Ich habe in Berlin nachgefragt.
Pro: Caren Lay, Linke: "Die Vergesellschaftung verschärft die Krise? Das ist ein Pappkamerad"
Jeder Mieterhaushalt bei Vonovia zahlt mit der monatlichen Miete durchschnittlich 166 Euro an die Aktionäre! Eine Milliarde Gewinnausschüttung erhalten die 2026 - im Gegenzug klagen Tausende Mieterinnen und Mieter über vernachlässigte Häuser, Schimmel in den Wohnungen, Nebenkostenbetrug, systematische Mieterhöhung und vieles mehr. Diese aggressiven Geschäftspraktiken haben mit einem funktionierenden Wohnungsmarkt nichts zu tun. Sie spalten das Land.
Dass Wohnungen von großen Fonds und Konzernen als Kapitalanlage behandelt werden, hat die Miet- und Immobilienpreise nach oben getrieben, Wohnen für alle teurer und für viele unbezahlbar gemacht. Das war nicht immer so: Erst im Jahr 2000, als die Regierung Schröder Private Equity und Hedge Fonds mit umfangreichen Steuergeschenken angelockt und auf den Immobilienmarkt losgelassen hat, begann die Finanzialisierung von Wohnraum im großen Stil. Daraus sind Vonovia, Deutsche Wohnen & Co entstanden. Sie haben Profit- und Renditedruck auf den Wohnungsmarkt gebracht.
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