chrismon: Wie wäre ein Leben ohne Trotz und Rebellion?
Oliver Masucci: Schwierig, es wäre gleichförmig – gleichförmig doof. Manchmal ist es gut zu provozieren, hat Beuys gesagt, dann passiert was. Ich mache das, aber nicht mehr so wie mit 16, wo ich dachte: Keiner sieht mich, keiner hört mich.
Schauspieler zu werden, war aber weniger ein Akt der Rebellion, das war eher der Wunsch, gesehen zu werden. Ich wollte nicht mehr das Ausländerkind sein, als ich klein war, habe ich mich weder in Italien noch in Deutschland so richtig wohlgefühlt.
In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?
Wenn ich koche und den Genuss auf dem Gesicht des anderen sehe. Wenn ich eine Geschichte erzähle, die berührt, da kommt man an die Menschen ran. Und natürlich, wenn ich spiele, vor der Kamera musst du extrem liefern.
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Masucci im Kino
Am 17. September startet in den Kinos "Adams Acht", Masucci verkörpert darin Karl Adam, der als Trainer mit seinem Ruderachter 1960 in Rom überraschend die Goldmedaille gewann. Oliver Masucci hat drei Kinder und lebt mit der Journalistin Tanit Koch in der Schweiz und auf Mallorca.



