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War es die "beste Entscheidung" ihres Lebens? Sabine Rückert zögert ein wenig. Die beste? Nein, da gab es noch andere.
Aber eine wichtige, eine lebensentscheidende, und vor allem eine gute Entscheidung, ja, das war es. Zusammen wohnen bleiben, von der Berufsanfänger-WG bis jetzt, kurz vor dem Ruhestand. Ja, das war und ist auch heute noch wichtig und stabilisierend für ihr ganzes Leben. Denn (wie ihr Mitbewohner Krischan augenzwinkernd sagt): "Von einem trennt man sich leichter als von dreien."
Ich treffe Sabine Rückert, bis vor Kurzem noch in der Chefredaktion der "Zeit" und eine der bekanntesten Podcasterinnen Deutschlands, in ihrem Büro im sechsten Stock des Pressehauses in Hamburg.
Ein schöner Eckraum mit Vorzimmer, zwei Schreibtischen, einer Chaiselongue, auf der ich Platz nehme und mitschreibe. Es ist schon 17 Uhr, die Flure im Pressehaus – donnerstags ist Erscheinungstag der Wochenzeitung – sind ruhig und leer. Sabine Rückert holt eine Wasserflasche, zwei Gläser, lässt die Türen beim Zurückkommen offen, rückt einen Stuhl heran, legt Füße in den schicken Stiefeletten hoch auf die Kante des einen Schreibtisches übereinander und erzählt.
Über ihr Leben als junge Studentin, erst in WGs in München-Schwabing, dann in Hamburg, Sternschanze. Mal mit Fremden ("Die Erwartungen waren niedrig, wir alle konnten nur gewinnen"), mal mit Freunden ("Enttäuschend, ganz anders als gedacht"). Lebens- und Ehepartner August, den sie schon mit 17 Jahren in der Schule kennen und lieben lernte, war mal Teil der WGs, mal nicht.
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