chrismon: Wir erleben gerade einen extrem heißen Sommer. Was kann ich denn an Hitzetagen mental tun, wenn ich mitten in der Stadt ohne Grün wohne? Damit ich nicht durchdrehe?
Anke Hofmann: Da hilft nur Akzeptanz. Umgangssprachlich wird Akzeptanz oft so aufgefasst, man solle gut finden, was man nicht mag. Akzeptanz meint jedoch: Ich nehme die Realität an. Es geht um die grundsätzliche Haltung allen Belastungen des Lebens gegenüber. Das ändert die Belastung nicht, reduziert aber mentalen Stress.
Wie geht diese Akzeptanz genau? Welchen Satz kann ich mir selbst sagen bei 38 Grad im Schatten?
Einen Zaubersatz, um Hitze zu ertragen, gibt es nicht. Vielleicht sagt man sich: "O.k., jetzt ist es so. Ich versuche, gut für mich zu sorgen." Aber man stößt damit an Grenzen. Denn Extremhitze bleibt eine akute Gesundheitsgefahr für Körper und Seele.
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