Alexander (links) und Berhan
Anna-Kristina Bauer und Andreas Graf
Reihe "Musik aus Tagebüchern"
"Die Musik gibt Hoffnung"
Alexander und Berhan sind eritreische Christen aus Hannoversch Münden. ­Alexander arbeitet im Altenheim und Berhan besucht eine berufsbildende Schule
Tim Wegner
22.03.2024

Alexander: Der Text unseres Liedes beschreibt in unserer Sprache Tigrinya, dass Gott alles kann, heilt und Wunder schafft. Das Lied gibt mir Kraft. Ich habe es vor vier Jahren auf Youtube gefunden und spiele es oft auf meiner Krar, einem Instrument aus Holz mit fünf oder sechs Metallsaiten. Ich habe es von meiner Mutter gelernt.
Berhan: Ich war Muslim, bis ich in Deutschland mit Alexander zusammenwohnte. Er erzählte mir von Gott und Jesus und fragte, ob ich ihn in die Kirche begleiten wollte. Wir gingen hin. Da war ich auf einmal Christ. (lacht)

Alexander (links) und Berhan


Alexander: Zu Hause war ich nicht sehr gläubig, Kirchenmusik habe ich in Deutschland entdeckt. Berhan und ich musizieren auch im Gottesdienst. Musik ist wichtig, weil in ihr viele Ideen entstehen. Zusammen macht sie am meisten Spaß. Gott will Gemeinschaft.
Berhan: Ich mag christliche Lieder am liebsten, die Gottes Eigenschaften beschreiben. Manchmal ­stecke ich in schwierigen Situa­tionen und habe das Gefühl, dass ich alles falsch mache. Wenn ich solche Musik höre, erfüllt mich Hoffnung. Ich spiele gern mit anderen, mit Alexander fühle ich mich am sichersten. Nur wenn man sich vertraut, sagt man: "So könntest du es besser machen." Jetzt sind wir Brüder.

Hier ist Alexanders Lieblingslied zu ­hören. Es heißt übersetzt: "Gott kann neue Türen öffnen"

Infobox

Für die Reihe "Musik aus Tagebüchern" haben die Fotografen Anna-Kristina Bauer und Andreas Graf Menschen verschiedener Religionen nach ihrem Bezug zu spirituellen Liedern befragt.

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