Zu sehen ist ein verblendeter Blick auf den Rhein mit Pegel Tiefststand
Verstellte Sicht: Der Rhein führt in der Dürre Niedrigwasser, in "Alternativmedien" wird argumentiert, es sei "eben Sommer"
Arnulf Hettrich / IMAGO / [M] chrismon
Medien
Wie "Alternativmedien" den Klimaschutz torpedieren
Dürre, Waldbrände, Hitzetote - und doch reden wir seltener über den Klimawandel. Warum das auch an "Alternativmedien" liegen könnte, erklärt Medienwissenschaftler Luis Paulitsch
Tim Wegner
17.08.2026
9Min

Wann immer es in den vergangenen Wochen gepasst hat, habe ich Bekannte, Freundinnen und Freunde, Verwandte oder Sportskameraden gefragt: "Warum wird so wenig über den Klimawandel berichtet - obwohl wir alle in diesem Sommer die Folgen sehen?" Insgesamt habe ich 20 Menschen gefragt - und zugehört.

Die Antworten ähnelten sich:

Was bringt es, wenn wir unsere Wirtschaft ruinieren, während der Rest der Welt keinen Klimaschutz betreibt?

Es ist doch ohnehin zu spät, wir können uns nun nur noch anpassen.

Es wird doch eh alles nicht so schlimm kommen.

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Infobox

Die Studie "Klimaskepsis durch 'Alternativmedien'? Strategien und Muster in der Klimaberichterstattung können Sie hier lesen und herunterladen.

Luis Paulitsch ist Autor des Buches "Alternative Medien. Definition, Geschichte und Bedeutung", das 2025 in der Reihe "Medienwissen kompakt" erschienen ist, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ISBN 978-3-658-47632-8, 109 Seiten, 17,99 Euro

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Kolumne

Nils Husman

"Wir müssen die Schöpfung bewahren!“ Da sind wir uns alle einig. Doch was heißt das konkret? Nils Husmann findet, wer die Schöpfung bewahren will, sollte wissen, was eine Kilowattstunde ist oder wie wir Strom aus Sonne und Wind speichern können – um nur zwei Beispiele zu nennen. Darüber schreibt er - und über Menschen und Ideen, die Hoffnung machen. Auch, aber nicht nur aus Kirchenkreisen.