Übergang in die Rente
So kann ich mich in der Rente neu erfinden
Wer nicht mehr arbeitet, hat freie Energie, um noch mal etwas Neues zu beginnen. Übergangscoach Sonja Schiff erklärt, worauf es dabei ankommt und wie es ist, mit 60 DJ zu werden
Das Foto zeigt unsere Interviewpartnerin Sonja Schiff. Sie ist Alternswissenschaftlerin und Coach. Im November 2025 ist sie in Rente gegangen und hat eine Ausbildung zum DJ gemacht
Liliya Krueger / Getty Images; Rochus Gratzfeld
Tim Wegner
14.05.2026
10Min

Jedes Jahr schickt die Rentenversicherung einen Bescheid. Darauf steht, wie hoch die Rente vermutlich sein wird. Früher habe ich die Zettel achtlos abgeheftet. Ab 50 macht man sich mehr Gedanken. Wann sollte man anfangen, die Rente richtig zu planen?

Sonja Schiff: Mit dem Wissen, wie viel Geld sie zur Verfügung haben werden, fangen viele an, sich die Zeit vorzustellen. Da könnten die Vorbereitungen starten. Gut wäre, wenn man spätestens fünf Jahre vor dem Ausstieg aus dem Beruf beginnt, sich soziale Kontakte außerhalb der Arbeit aufzubauen. Denn es ist eine Illusion zu denken, dass man mit Kollegen befreundet bleibt. Wenn die Arbeit als Gesprächsthema wegfällt, hat man sich oft nicht mehr viel zu sagen. Da sollte man vorsorgen, sonst endet man mit 75 in der Alterseinsamkeit. Man sollte auch schauen, dass man nicht nur Freunde im eigenen Alter hat, sondern auch Kontakte zu jüngeren Menschen.

Wie mache ich das?

Man kann sich gezielt dort engagieren, wo Jüngere sind. Die Jungen interessieren sich ja durchaus auch für Ältere, für ihre Lebenserfahrung, ihre Sicht auf die Welt. Wichtig ist, dass man neugierig und offen ist. Zu Hause sitzen und warten, dass jemand an der Tür klopft, das funktioniert nicht.

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