Psychologie
Wie Angst hilft, sich besser kennenzulernen
Vor der Angst kann man nicht weglaufen. Irgendwann kommt sie hoch und dann muss man sich ihr stellen. Das hat die Psychologin Pauline Stockmann selbst erfahren
Ein junges Reh steht nachts auf einer dunklen Straße, umgeben von dichtem Wald. Es blickt direkt in die Kamera
Ein Reh erstarrt im Scheinwerferlicht – ein uralter Reflex auf eine konkrete Gefahr: Furcht. Anders als diese unmittelbare Reaktion auf etwas Äußeres ist Angst oft unsichtbar. Sie entsteht im Inneren, ohne klaren Auslöser – und kann uns trotzdem genauso bewegungsunfähig machen
John M Lund Photography Inc / Getty Images
Privat
Aktualisiert am 12.05.2026
7Min

chrismon: Frau Stockmann, wovor haben Sie aktuell Angst?

Pauline Stockmann: Was mir am meisten Angst macht, ist die fehlende Gleichberechtigung auf der Welt und die starke Diskriminierung von so vielen Menschen. Aktuell ist das Ganze zu sehen am Fall von Christian Ulmen und Collien Fernandes.

Warum macht Ihnen dieser Fall persönlich Angst?

Die zunehmende Gewalt gegenüber Frauen bereitet mir große Sorge. Der Fall verdeutlicht, dass Übergriffe und strukturelle Benachteiligung keine Einzelfälle sind, sondern Teil eines größeren gesellschaftlichen Problems. Das macht mir als Frau in dieser Gesellschaft sehr Angst.

Ihr Buch heißt: "Lass mal über Anxiety reden". Warum Anxiety und nicht Angst?

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