Dresden (epd). Nach fast sechs Jahren Bauzeit ist die Sanierung der Dresdner Sempergalerie abgeschlossen. Die aufwendige Baumaßnahme mit Kosten von fast 50 Millionen Euro unterstreiche die Bedeutung der Galerie Alte Meister als Touristenmagnet, sagte Finanzminister Matthias Haß (CDU) am Mittwoch bei der Übergabe an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Wiedereröffnung der Dauerausstellung ist für den 7. Dezember geplant.
Gezeigt werden künftig nach Angaben von Galeriedirektor Stephan Koja rund 750 Gemälde sowie etwa 400 Skulpturen. Wie die Generaldirektorin der Kunstsammlungen, Marion Ackermann, betonte, haben sich die konservatorischen Bedingungen für die Kunstwerke deutlich verbessert.
Wechselwirkung zwischen Malerei und Plastik
In besonderer Weise werde die neue Ausstellung zudem die Wechselwirkung zwischen Malerei und Plastik präsentieren. Etliche Kunstwerke seien dafür restauriert worden, darunter auch Gemälde aus dem Depot, sagte Ackermann. Das Galeriegebäude am Zwinger wurde im 19. Jahrhundert von Gottfried Semper entworfen. Die Arbeiten am denkmalgeschützten Gebäude hatten im Herbst 2013 begonnen. Unter anderen wurden neue Oberlichter eingebaut, die mehr Transparenz und eine natürliche Beleuchtung bringen. Modernisiert wurden auch die Lüftungs- und Klimaanlage. Zudem verbindet jetzt ein unterirdischer Gang den Ost- und Westflügel der Sempergalerie.
Die Bauarbeiten wurden in zwei großen Etappen realisiert, wobei immer nur ein Teil der Kunstwerke zugänglich war. Die Gemäldegalerie Alte Meister zählt jährlich rund eine halbe Million Besucher.