Menschen trauern um Pierre El-Rahi am 11. März im südlibanesischen Al-Qlayaa. Der maronitische Priester wollte einem älteren Ehepaar aus der Gemeinde helfen, deren Haus von einem israelischen Panzer beschossen wurde. Er starb an den Verletzungen erneuter Schüsse eines israelischen Panzers.
Ramiz Dallah/Anadolu /Getty Images
Christen im Libanon
"Wir zahlen den Preis für den Krieg anderer Leute"
Christen im Libanon sind wütend auf die Hisbollah, sagt Jesuitenpater Gabriel Khairallah. Warum sie trotzdem Brüder und Schwestern bleiben und er niemanden abweisen würde
Privat
16.03.2026
6Min

Wie ist die aktuelle Lage im Libanon - besonders für Christinnen und Christen?

Gabriel Khairallah: Alles hängt stark davon ab, wo man lebt. Auch christliche Viertel im Südlibanon werden bombardiert, einige Menschen mussten ihre Dörfer verlassen und leben derzeit in Beirut unter sehr prekären Bedingungen. Diejenigen, die geblieben sind, erleben täglich Drohnen- und Bombenangriffe. Manche Christen sind in das große Grenzdorf Rmeich geflohen. Aber auch dort sind die Menschen Bombardierungen ausgesetzt. Christ*innen befinden sich dort in einer Zwickmühle - zwischen israelischen Bomben auf der einen und der Hisbollah auf der anderen Seite.

Wie viele Christen leben derzeit im Libanon?

Die Regierung will die genauen Zahlen nicht veröffentlichen, aber sie sagt, dass es knapp 30 Prozent der Bevölkerung sind. Meiner Wahrnehmung nach sind es viel weniger.

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