Ukraine
Viele Soldaten schweigen, um ihre Familien zu schonen
Wie verkraften die Menschen in der Ukraine den zermürbenden Krieg? Menschenrechtsaktivist Robert van Voren unterstützt Veteranen in Kyjiw
Ein ukrainischer Soldat umarmt seine Geliebte am 31. März 2025 am Bahnhof von Kramatorsk in der Oblast Donezk, Ukraine
Yan Dobronosov/Global Images Ukraine/Getty Images
20.02.2026
5Min

chrismon: Seit Anfang der Neunziger reisen Sie regelmäßig in die Ukraine und haben viele Freunde und Kollegen dort. Hat Sie der russische Angriff vor vier Jahren überrascht?

Robert van Voren: Ja. Schon im Oktober 2021 haben mir zwar Freunde immer wieder gesagt, dass ein Angriff bevorsteht, aber ich habe es nicht geglaubt – oder nicht glauben können. Später wusste ich, dass sie recht hatten.

Wie erleben Sie die allgegenwärtige Zerstörung, wenn Sie durch das Land reisen? So schrecklich es klingt: Kann man sich daran gewöhnen?

In gewisser Weise schon. Praktisch jede Nacht sind Drohnen unterwegs, gehen Bomben nieder, sterben Menschen. Ich reise durch das Land, komme an Orte, an denen ich früher gearbeitet habe und die jetzt zerstört sind. Das ist schockierend und gleichzeitig schon wieder "normal" – das fühlt sich seltsam an.

chrismon Spendenabo doppeltgut
doppeltgut
Digitales Spendenabo abschließen und weiterlesen

4 Wochen gratis testen, danach mit 10 € guten Journalismus und gute Projekte unterstützen.
Vierwöchentlich kündbar.

Die Kommentarfunktion ist nur noch für registrierte Nutzer verfügbar. Um einen Leserkommentar schreiben zu können, schließen Sie bitte ein Abo ab, schreiben Sie uns eine Mail an leserpost@chrismon.de oder diskutieren Sie auf Instagram, Facebook und LinkedIn mit.