Es gibt wenige Dinge, die mit der eigenen Identität ähnlich stark verwoben sind, wie der Name, den man trägt. Und dennoch gibt es kaum Eltern, die sich wünschten, sie könnten ihrem Kind erst einmal einen vorläufigen Namen geben, bis das Kind alt genug ist, selbst zu wissen, welcher Name am besten passt. Ähnliches ließe sich für den Wohnort sagen und viele weitere Dinge, die von den Eltern über den Kopf des Kindes entschieden werden – in den allermeisten Fällen ohne Skrupel.
Anders bei der Taufe. Auch religiöse Eltern fragen sich nicht selten: Soll ich mein Baby taufen lassen? Oder warte ich lieber, bis es alt genug ist, diese Entscheidung selbst zu treffen?
Die Taufe ist biblisch belegt, im Neuen Testament wird von ihr berichtet. Jesus selbst tauft zwar nicht, aber er wird getauft. Von Johannes, der deswegen auch den Beinamen "der Täufer" trägt. Und Jesus sprach laut dem Matthäusevangelium zu seinen Jüngern: "… gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Mt 28,19)
Dass das wirklich geschah, beweist etwa der authentische Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom, der um 56 n. Chr. geschrieben wurde (Röm 6). Die biblische Apostelgeschichte erzählt sogar davon, dass sich Menschen wie etwa die Purpurhändlerin Lydia "mit ihrem Hause" taufen lassen. Hierbei waren Kinder sehr wahrscheinlich mitgemeint.
4 Wochen gratis testen, danach mit 10 € guten Journalismus und gute Projekte unterstützen.
Vierwöchentlich kündbar.








