chrismon: Viele Menschen sehnen sich nach Stille und Ruhe. Wenn sie dann aber eintritt, hält man sie oft nur schwer aus. Woran liegt das?
Eric Pfeifer: Das Phänomen kenne ich gut. Wir leben in einer Zeit, in der der Lärm zunimmt und uns als Menschen gesundheitlich schadet. Die Stille ist uns über viele Jahre hinweg abhandengekommen. Wir müssen uns ihr langsam wieder annähern.
Und wie?
Ein erster Schritt ist es, vermehrt darüber zu sprechen, dass es nicht nur die unangenehme Stille gibt, sondern auch eine, die uns guttut. Der nächste Schritt: Suchen Sie den stillsten Ort an Ihrem Arbeitsplatz, in Ihrer Wohnung. Verweilen Sie dort für ein paar Minuten. Oder verzichten Sie bei Ihrem Abendspaziergang auf die Kopfhörer. Es geht darum, die Stille in unsere Alltagsrituale einfließen zu lassen. Aber nicht mit dem Anspruch "Ich muss", sondern eher: "Ich darf erkunden, was für mich eine gute Stille sein könnte."
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