Meine Hündin und ich streifen gern in aller Frühe über die Felder. Dort trifft man um diese Uhrzeit bestenfalls andere Hundehalter. Kürzlich entdeckte ich in der Ferne einen Mann, dessen Gang mir bekannt vorkam. Aber wo war Cosmo, sein alter Australian Shepherd, den meine Hündin so liebte, dass sie einen Tanz aufführte, wenn wir die beiden trafen?
Auch meine Hündin hatte den Mann erkannt oder erschnuppert, jedenfalls gab sie plötzlich Gas, rannte hinter ihm her, und als sie ihn erreicht hatte, wedelte sie wild, jaulte und fiepte – doch hinter keinem Gebüsch tauchte ihr vergötterter Freund auf.
"Wo ist Cosmo?", rief ich, als der Mann stehen blieb und sich nach mir umdrehte. Ich wusste es natürlich schon.
Der Mann hob die Schultern und ließ sie wieder sacken.
"Und jetzt gehen Sie alleine Gassi?", fragte ich betroffen.
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