Kreuzzug von rechts
Maximilian Krah auf dem AfD-Parteitag 2023
Clemens Bilan/picture alliance/EPA
AfD: Maximilian Krah schart rechte Christen um sich
Kreuzzug von rechts
Maximilian Krah, AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, gibt sich als frommer Katholik – und verachtet das christliche Verständnis von Menschenrechten und Nächstenliebe. Porträt eines gefährlichen Reaktionärs.
09.08.2023
6Min

Ende Juli 2023 wählte die AfD den Dresdner Juristen Maximilian Krah zu ihrem Spitzenkandidaten für die Wahl zum Europaparlament 2024. Der 46-Jährige ist eine durchaus schillernde Person und verkörpert eine eigentümliche Mischung aus immer rechtsradikaleren Parolen, zur Schau gestelltem Katholizismus und einem Hang zum Hedonismus. Maßanzüge und Hemden mit Monogramm gehören ebenso zu Maximilian Krah wie zahlreiche Fotos von Reisen, edlen Hotels und Bällen auf seinen Accounts in den sozialen Medien. "Schampus-Max" ist ein Spitzname, den man hören kann, wenn man in Dresden mit Leuten über ihn spricht, die ihn seit Jahren kennen. In der AfD ist er mit diesem Lifestyle eher ein Solitär.

"Ich bin Individualist", sagte er 2011 den Journalisten Matthias Drobinski und Claudia Keller für ihr Buch "Glaubensrepublik Deutschland". Er präsentierte sich ihnen als einer, der schon immer selbstbewusst seinen eigenen Weg beschritten hat, umso selbstbewusster, je mehr dieser von den Wegen vieler anderer abwich. Er ist in einer katholischen Familie in Dresden aufgewachsen, gehörte also zu einer kleinen Minderheit, von der die SED gern behauptete, sie sei die Nachhut der Gesellschaft. Maximilian Krah hat den Spott der Lehrer ertragen, er ging in keine Jugendorganisation der Partei, lehnte die Jugendweihe ab. Priesen seine Lehrer oder andere in seinem Alter die Sowjetunion als Heimat der Werktätigen, lobte er die Vereinigten Staaten als Wiege der Freiheit. Prangerten andere von Staats wegen das Leid der Palästinenser an, wies er auf das Selbstverteidigungsrecht Israels hin - so stellte er es 2011 dar. Dagegen sein, sich abheben von der Mehrheit, das war für Maximilian Krah schon immer eine wichtige Antriebskraft.

Privat

Liane Bednarz

Liane Bednarz, Jahrgang 1974, Juristin und Publi­zistin, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema ­Populismus. Jüngst erschien ihr Buch "Die Angstprediger. Wie rechte ­Christen Gesellschaft und Kirchen ­unterwandern", Droemer-Verlag, 16,99 Euro

Sein Vater trat nach der Wende der CDU bei und wurde Referent im sächsischen Innenministerium, später Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen und Mitglied des Schwangerenberatungsvereins Donum Vitae. Für den Sohn war der Glaube des Vaters zu liberal, zu sehr "Mainstreamkatholizismus".

Maximilian Krah fand seine Heimat im Reaktionären – und sagte von sich: "Ich bin die Avantgarde." Er wurde Anhänger der "Alten Messe", also des tridentinischen Ritus, bei dem der katholische Priester die Liturgie auf Latein vor einem Hochaltar mit dem Rücken zur Gemeinde ausführt. Die katholische Kirche hat diese Form der Messe in den 1960er Jahren durch eine modernere Variante ersetzt; die Alte Messe ist aber in bestimmten Grenzen weiterhin erlaubt und wird hier und da zelebriert. Zum Beispiel von den Priestern des "Instituts Christus König und Hohepriester", dem sich Maximilian Krah zugehörig fühlt. Anfang Juli 2023 postete er in den sozialen Medien ein Foto von sich mit in Seide gehüllten Priestern dieser Gruppierung in Italien und schrieb dazu, dort befinde sich "der Ort der Rebellion für das Gute, Schöne und Wahre".

Der angebliche "Schuldkult" der Deutschen

Auch die umstrittenen Piusbrüder zelebrieren die Alte Messe. Während der Affäre um ihren holocaustleugnenden Bischof Richard Williamson erlangte Maximilian Krah 2009 eine gewisse bundesweite und internationale Bekanntheit: Er war der Anwalt der Bruderschaft.

Ende Januar 2023 führte Krah ein freundschaftliches, zugewandtes Gespräch mit dem rechtsextremen Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke über "Europa und die Nation". Das Gespräch ist auf Youtube abrufbar. Die beiden sprechen auch über das Christentum, und Krah macht keinen Hehl aus seiner Verachtung des "Gegenwartschristentums". Er lehnt den christlichen "Universalismus" und das christliche "Verständnis von Menschenrechten" ab, das sei alles Sache der "Globalisten". Diese Sichtweise ist mit dem katholischen Prinzip der Weltkirche und dem biblischen Postulat der Nächstenliebe zwar nicht zu vereinbaren, aber unter Christen mit Rechtsdrall sehr beliebt.

Höcke und Krah gehen noch einen Schritt weiter. In dem Youtube-Video wünscht sich Höcke einen Glauben, "der das Heilige des Christentums mit dem Heldentum aus dem Heidentum vereint", Krah widerspricht nicht. Und als Höcke das gegenwärtige Christentum der "Autoaggressivität" und "Selbstaufgabe" bezichtigt, fragt Krah affirmativ: "Wo kommt der Schuldkult her?" Der angebliche "Schuldkult" der Deutschen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist eine zentrale wie abwegige Vorstellung der rechten Szene. Zwar sagt Maximilian Krah auch, er wolle nicht von seinem Katholizismus lassen, sondern lieber "ganz katholisch" den "Widerspruch" in sich selbst "genießen". Doch indem er zentrale Elemente des christlichen Glaubens kritisiert, nämlich die Demut und den Universalismus, reduziert er das Christentum nur noch auf die Funktion eines rechten Identitätsmarkers.

Andere AfD-Christen gehen nicht so weit wie Krah, instrumentalisieren das Christentum aber ebenfalls für ihre politischen Zwecke. Mit den "Christen in der AfD" existiert sogar eine offizielle Parteigruppierung für Katholiken und Protestanten. Zum diesjährigen Pfingstfest schrieb die Gruppe auf ihrer Homepage unter Bezugnahme auf den "Turmbau zu Babel", die EU beschreite "mit ihrer Politik zunehmend den babylonischen Weg", weil sie wie die "damalige Zwangsherrschaft eines Einheitsstaates" ebenfalls "nationale und kulturelle Unterschiede" einebne. Eine dreiste Inanspruchnahme der Bibel für die eigene, ressentimentgeladene politische Agenda.

Einer der beiden Vorsitzenden der "Christen in der AfD" ist der 67-jährige Joachim Kuhs, Mitglied einer freien anglikanischen Kirchengemeinde in Baden-Baden und Laienprediger. Er saß die vergangenen fünf Jahre im Europaparlament, konnte sich aber nun keinen neuen Listenplatz sichern. Gegenüber dem Magazin "Stern" gab Kuhs 2019 an, dass ihn bei Björn Höcke nicht die Überbetonung des Nationalen störe, sondern nur, dass jener die AfD "in eine soziale, ja fast in eine sozialistische Partei umfunktionieren" wolle. Gemeinsam mit zwei anderen Autoren hat Kuhs 2020 ein Buch mit dem Titel "Mut zur Wahrheit – Warum die AfD für Christen mehr als eine Alternative" ist, publiziert. Darin machen die Verfasser bereits im Vorwort "Migration", "Islamisierung", "die Bedeutung des Volkes", "Gender-Mainstreaming" und "die drohende Bargeldabschaffung" als Themen aus, die aus ihrer Sicht "für Christen besonders interessant sind". Ein weiteres Thema, bei dem sich konservative Christen und AfD treffen, ist Abtreibung.

Unter konservativen Christen hat der Lebensschutz einen hohen Stellenwert, weshalb Abtreibungen sehr kritisch gesehen werden. Viele sind frustriert, weil die CDU mittlerweile eine andere Position vertritt. Die AfD positionierte sich in ihrem Grundsatzprogramm klar gegen Abtreibung, aber verknüpft dieses Thema dort mit der Forderung "mehr Kinder statt Masseneinwanderung". Aus christlicher Sicht ist es verwerflich, ungeborenes Leben gegen geborene Kinder gleich welcher Herkunft auszuspielen. Doch rechtsoffene Christen sehen auch darin offenbar keinen Widerspruch zu ihrem Glauben.

Nicht konservativ, sondern rechts

Ähnlich wie säkulare Rechte, die einen "Bevölkerungsaustausch" und eine "Islamisierung" durch zu viele Flüchtlinge aus dem muslimischen Raum herbeifantasieren und immer aggressiver eine "Remigration" fordern, hegen auch Christen mit Rechtsdrall große Ressentiments gegenüber dem Islam und glauben, das christliche Abendland vor Muslimen schützen zu müssen. Insofern ist es kein Zufall, dass auch Kuhs in seinem co-verfassten Buch von "Islamisierung" spricht.

Die ausgesprochene Aversion gegen Genderthemen verbindet bestimmte streng konservative Christen ganz besonders mit rechten Ideologen, weil man glaubt, eine "natürliche Ordnung" beziehungsweise "Schöpfungsordnung" Gottes bewahren zu müssen. Im Juni sagte Maximilian Krah fast schon belustigt in einem Video-Podcast mit Blick auf den "Pride Month" der LGTBQ-Bewegung: "2021 hatte die US-Botschaft in Kabul ganz stolz den Pride Month ausgerufen. Es dauerte keine drei Wochen, bis die Taliban eingerückt sind. Ich glaube, dass das die einzig richtige Antwort auf den Pride Month gewesen ist." Neben der Menschenverachtung, die in dieser Provokation liegt, fragt man sich, wie solch ein Lob der Taliban zur AfD-typischen Stimmungsmache gegen Muslime passt.

Maximilian Krah war mal CDU-Mitglied, 2016 trat er aus – und in die AfD ein. Seitdem hat er eine regelrechte Turboradikalisierung hingelegt. Er sei nicht konservativ, sondern rechts, sagt er von sich selbst. Vermutlich sieht er sich immer noch als "Avantgardist". Mit ihm und dem rechtsextremen Höcke hat die AfD ihren Kurs der Selbstverharmlosung aufgegeben. Alle können nun wissen, dass diese Partei eine zutiefst unmenschliche und mit dem Christentum nicht zu vereinbarende Politik verfolgt und auf die Zerstörung der Demokratie abzielt.

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Sehr geehrte Redaktion,

für die Rubrik "Leserpost" haben Sie u.a. die Regel "keine Hasspropaganda" aufgestellt. Gleichwohl genieren Sie sich nicht, die Juristin Liane Bednarz ins Feld zu führen, um durch einen propagandistischen Artikel, in dem auf infame Weise Passendes und Unpassendes zu einem Feindbild geformt wird, sogenannten konservativen Christen ihr Christsein abzusprechen und sie als rechtsextrem zu brandmarken. Die Juristin weiß die Grenze zu strafbewehrten Formulierungen z.B. des Rufmords oder der Beleidigung genau zu wahren, und gleichwohl in diesem Rahmen eine hasserfüllte Attacke gegen alles und Alle zu reiten, was ihr und sicher auch Ihnen als Redaktion gerade politisch nicht in den Kram passt. Dabei gibt sich die Autorin wenig Mühe, die Offensichtlichkeit und Perfidie ihres Manövers zu verschleiern. Schlimme Zeit, in der wir leben, in der solche Charakterathleten meinen, sich von jeder Selbstreflektion und jeder Bereitschaft zum Diskurs befreit im Glanze der gesellschaftlichen Anerkennung sonnen zu können. Für mich sind die Begriffe "rechts" und "konservativ" keine Schimpfworte und ich würde jedem Christen, der sich mit diesen Attributen richtig bezeichnet fühlt, empfehlen, sich die Schmähschrift der Liane Bednarz als Orden an die Brust zu heften. Ihnen als Redaktion möchte ich bei Ihrem Bemühen, die Zustimmung zur AfD unter Christen zu minimieren, einen Rat geben und das in eine Frage kleiden: Wenn der Teufel auf Sie zukäme und Ihnen zuraunte "Von allen Früchten des Gartens darfst du essen, nur nicht von denen an diesem einen Baum" - wo würden Sie wohl gezielt als erstes zugreifen?

Mit freundlichen Grüßen
Holger Müller-Brandes

"Wenn der Teufel auf Sie zukäme und Ihnen zuraunte...." Da würde ich aufmerksam zuhören. Der Teufel soll ja sehr trickreich sein. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn der Teufel mit schlichter, plumper AfD-Propaganda aufwarten würde.

Der Teufel hat mir aber noch nichts zugeraunt. In Ihrem Leserkommentar, werter Her Holger Müller-Brandes, lese ich allerdings "...einen propagandistischen Artikel, in dem auf infame Weise Passendes und Unpassendes zu einem Feindbild geformt wird...". Wo hat die Autorin Unpassendes geäußert?

Dass die Redaktion meint, Herr Krah würde rechte Christen um sich scharren, halte ich für einen Fehler. Er schart rechte Christen um sich. So harmlos wie ein Hahn ist er nicht.

Fritz Kurz

Die AfD bringt schlichte plumpe Propaganda : wenn die doch so einfach, so plump ist, dürfte es kein Problem sein, solche hier zu präsentieren.
Nichts können Sie - unspezifische, plumpe Hetze, Verunglimpfung von Dingen, die Ihnen nicht passen. Ernsthafte Auseinandersetzungfindet nicht statt.

Antwort auf von Gerd Soldierer (nicht registriert)

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Sie behaupten, ich hätte geschrieben, die AfD würde schlichte, plumpe Propaganda bringen. Das habe ich nicht getan. Es stimmt zwar, dass die Propaganda der AfD von schlicht und plump über landesüblich bis hin zu raffiniert reicht. Dadurch unterscheidet sich die Propaganda der AfD allerdings nicht von der Propaganda der konkurrierenden Parteien. In dieser Beziehung ist also keinerlei Alternative vorhanden trotz des "A" im Namen.

Was ich wirklich geschrieben habe, war: "Ich wäre sehr enttäuscht, wenn der Teufel mit schlichter, plumper AfD-Propaganda aufwarten würde." Ich habe also vom Tun des Teufels geschrieben. Warum Sie, werter Herr Soldierer, das mit dem Tun der AfD gleichsetzen, müssten Sie mir noch erläutern.

Ich erwarte Ihre Antwort mit Interesse.

Fritz Kurz

Antwort auf von Gerd Soldierer (nicht registriert)

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Schwieriges Feld. Die AfD ist ein bürgerlich angetünchtes Sammelbecken rechter Altparteien, beobachten Sie bitte den Machtkampf innerhalb der AfD- Führung, nicht nur deren Gründungsväter sind verjagt worden, sondern alles, was nicht radikal und ausländerfeindlich genug war. Wer die Ausrichtung der AfD nicht erkennt oder verleugnet, da weiss ich auch nicht, wie man dem noch helfen kann. Rethorisch ist die Brandstifterin im Bundestag und ihre stramm im internationalen rechten Adel vernetzte von uns zu nicht zu toppen. Auch der Herr mit dem Männlichkeitsproblem, testet immer wieder die Grenzen des Erlaubten aus und einem breiten Bodensatz in der Gesellschaft gefällt's. Also harmlos sind die schon mal garnicht. Realpolitisch treten die gerne als Kümmerer auf. Das ist noch gefährlicher. Überall wo sich der Staat zurückzieht, wo die Kirche keine Kraft oder keinen Mut hat einzuspringen, wanzt sich eine rechte Strömung ein. Die Zeit der Springerstiefel ist vorerst vorbei, jetzt verschafft man sich den Anstrich des Unverzichtbaren und des Kümmerers vor Ort. Genau wie die Taliban. Aber sehen Sie genau hin, schon jetzt sind die viel gefährlicher. Die trainieren Krieg, die Bundeswehr hat ein rechtes Problem, die Polizei und der BND hat rechte Gründungsväter und ein fragwürdiges Traditionsbewusstsein. Es ist leichter in Deutschland eine Waffe zu bekommen, als einen Bauantrag. Wer sich in einer Brandenburger Schule über den Holocaust unterhalten will, wähnt sich schnell mal in einem fremden Land. Und wer es im Verein oder in der Kneipe versucht, der kann sein blaues Wunder erleben. Demokratische Kräfte haben es zunehmend schwerer. Es ist ein schleichendes Gift und das Ziel ist die Zerstörung der Demokratie. Ist das harmlos? Ich finde nicht. Realpolitisch kriegen die aber nichts auf die Reihe, Fehlanzeige, nur bla bla und ein grosser Teil, dem das offenbar genügt. Nun denn. Auch da darf man hinsehen und wenn der halbe Osten denkt, das es toll ist, sich von Westdeutschen Politikern erklären zu lassen, was sie denken sollen und denen dafür üppige Gehälter zu zahlen, na dann ist das halt so. Frage ich mich nur, wo deren Stolz und Selbstachtung hin sind. Harmlos sind solche rechten Strömungen absolut nicht. Und rechte Kleriker sind noch einen Zahn schärfer.

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Wunderbarer Text, deutlich, aber doch mit einer Art zurückhaltenden Milde geschrieben, wie ein eher vorsichtiger Ruf, um die verloren scheinenden Seelen nicht aufzugeben, sie irgendwann vielleicht doch zurückzuholen…

„…Neben der Menschenverachtung, die in dieser Provokation liegt, fragt man sich, wie solch ein Lob der Taliban zur AfD-typischen Stimmungsmache gegen Muslime passt.…“

Die Grausamkeit gegen die Menschenrechte im Islamismus ist für die AfD an und für sich kein Problem, er soll eben bloß „ethnopluralistisch“ nicht in Deutschland stattfinden. Denn für die Grausamkeit gegen die Menschenrechte in Deutschland sieht sich die AfD zuständig.
Nicht der fundamentalistische Islamismus stellt für die AfD den Hauptfeind dar, sondern „die Grünen“, womit hier die allgemeingültigen Menschenrechtsstandards gemeint sind. Im Kampf gegen diese Standards arbeiten AfD und Islamismus strukturell gemeinsam, sind Brüder im Geiste.

Antwort auf von Peter Friedrich (nicht registriert)

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Der "Politische Islam" ist eine totalitär- faschistische Ideologie - deckungsgleich mit der Ideologie des Nationalsozialismus...
Faschismus hat immer die gleichen Denk- Sprach- u. Handlungsstrukturen....
Paßt natürlich wie Faust aufs Auge - AfD u. Faschismus - haben Sie sauber kombiniert -
Sie sollten differenzieren - welchen Faschismus Sie denn meinen - den brauen, roten od. den islamischen -
schauens in den Koran Sure 8:17 ; 5:60 ; 5:9 - blühender Faschismus - Teil von dem....bringen Sie doch die Karikaturen zum jeweiligen Fasch...

Antwort auf von Peter Friedrich (nicht registriert)

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Allgemeine Standarts der Menschenrechte : "der Islam" erkennt Menschenrechte an - unter dem Vorbehalt der Scharia - Die AfD erkennt die Menschenrechte vorbehaltlos an.
Sie schreiben aber, daß die AfD Grausamkeiten gegen die allg. Menenrechte ausübt ? ganz einfach - belegen Sie das doch, argumentieren Sie - ansonsten müßt man Sie verklagen wegen solcher Hetze, solcher Beleidigung.
Die AfD trennt zw. Glaube u. Ideologie, Glaube u. Politischer Islam, Glaube u. islamischen Faschismus !
Definieren Sie "Glaube" - der Rest des muslimischen Vokabulars gehört zum Politischen Islam !
Was Sie schreiben ist abartig, tiefster Müll - Merkels Geschwurbel, mir ihr in einem Geiste.

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"... das sei alles Sache der "Globalisten"."

Aufgemerkt: Die Kirchen haben schon immer mitgemischt, im "Monopoly", Poker und "Mensch ärgere dich nicht" von Kolonialismus bis Globalisierung der "Dienstleistungsgesellschaft", was genau betrachtet stets Ein und das Selbe in Sachen Unvernunft und ... ist, dieser zeitgeistlich-reformistischen Welt- und "Werteordnung".

Jetzt fliegt uns der ALLGEMEINE Glaube an "Wirtschaftswunder und (A)soziale Errungenschaften" dem stumpf-, blöd- und wahnsinnigen Programm gemäß um die Ohren, aber es wird immernoch heuchlerisch-verlogen die Schuld- und Sündenbockfunktion betrieben, wettbewerbsbedingt eben!?

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Die AfD zieht durch die Strassen und lässt ihren Müll zurück. Aber viele glauben denen, die da großen Mist verzapfen aber auch so geeicht sind, sich ihren Gott zu zimmern, wie er ihnen am besten in den eigenen Kram passt. Amerika hat seinen Trump, Russland seinen Putin, Nordkorea seinen Kim.
Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen. In Deutschland haben wir Trumps, Putins, Kims und der "Heilige Geist" steckt noch in den Windeln.
Daran ist die Bildungsmisere schuld, aber die hätten wieder unsere Politiker steuern können, wenn der notwendige Geist vorhanden wäre.Wie gesagt, Bildungsmisere.

"Wenn dein Sohn zu nichts taugt, kannst du ihn immer noch in der Politik unterbringen." sagte einst ein kluger Kopf.

Antwort auf von Wolfgang (nicht registriert)

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Einfach herrlich, diese Boomer.
1. Haben die Übernahme der Universitäten, Medien und Parteien durch linke Aktivisten verschlafen.
2. Wundern sich, dass Postmodernisten, die keine objektive Wahrheit kennen und Neomarxisten, welchen die christlich-patriarchale Tradition ein Dorn im Auge ist, eben jene Tradition bekämpfen.
3. Sehen die Verantwortung für die derzeitige Situation nicht bei sich selbst, sondern wettern gegen „die Politiker“, die sie vermutlich brav weitergewählt haben.

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Christen sind nicht rechts. Evangelikale vielleicht, aber so fromm die auch tun, haben sie den Boden der Religion längst verlassen. Dieser Streit zieht sich durch alle drei Weltregionen, auch bis in die Städte hinein. Aber wenn wir uns darauf besinnen, weshalb uns Gott seinen Sohn gesandt hat, dessen Mutter oder Ghandi oder Martin Luther King, ich glaube, er hat es schon mehrfach versucht, wenn wir uns darauf einigen, dass wir denen zugehört haben und nach deren humanistischen Weltbild leben wollen, dann schließt sich das zutiefst menschenverachtende Weltbild der Rechten sowieso aus. Insofern, nein, dieser Typ kann ja sonst was sein, aber ein Christ ist der nicht. Woran wollen sie denn das erkennen? Weil er sich selbst so bezeichnet oder ein kirchliches Amt hat? Das hat doch garnichts zu sagen. Deshalb sollte man ihn auch nicht so nennen in einem christlichen Magazin.

Antwort auf von Eiko (nicht registriert)

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"Christen sind nicht rechts." Diese Meinung könnte angesichts der tatsächlichen Einstellungen der überwiegenden Mehrheit der Christen überraschen. Tut sie aber nicht, denn rechten Christen wird das Christsein abgesprochen. Und schon ist der christliche Glaube in nicht-rechten Tüchern. Schon sehr praktisch!

Tja, Gott ist eben Vielversender. Er hat neben seinem Sohn auch dessen Mutter und die Herren Ghandi und Martin Luther King gesandt. Wieso nicht auch den Herrn Krah?

" ..und dennoch läuft es am Ende immer auf Frieden hinaus." Zitiert aus Ihrem Leserkommentar in
https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2023/54252/musikfestival-in-israel-hamas-ermorden-friedliebende-menschen#comments-list

Dann ist ja alles in Butter und über den Herrn Krah braucht man auch nicht nachzudenken. Schon wieder sehr praktisch!

Fritz Kurz

Ich fühle mich angesprochen, da etwas simplifiziert wurde. Habe mich schwach ausgedrückt, sorry. Selbstredend dürfen Sie über den Herrn Krah nachdenken, Sie sollten ihn nur nicht Christ nennen. Vielleicht ist er ein Frömmler oder ein Evangelikaler, das kann gut sein. Aber solche Brandstifter in feinem Zwirn stellen sich praktisch selbst ins Aus. Ich kann auch nicht rechtes Gedankengut verbreiten und behaupten, ich sei ein Linker. Da würde jeder sagen, na mit dem stimmt ja was nicht. Es ging also nur um Definition. Natürlich können Sie sich mit dem reaktionären Weltbild solcher selbsternannten Christen auseinandersetzen, warum auch nicht. Nur dass die das noch unnötig aufwertet. Misst man die Rechten an dem was sie auf dem Marktplatz ins Mikrofon schreien oder misst man sie an dem, was sie politisch auf die Reihe kriegen? Das sind zwei ganz verschiedene Bilder. Ihnen keine reale politische Bedeutung beizumessen und ich kann leider keine erkennen, vielleicht kennen Sie ja eine, bedeutet nicht, nicht auf die Rechten aufzupassen. Ist ein schleichendes Gift, bis in die Mitte der Gesellschaft. Wenn ihnen Freunde sagen, na das wird man ja noch sagen dürfen, dann dürfen Sie gerne widersprechen, nein, das dürft ihr nicht. Es ist eine Grenze überschritten. Selbst auf die Gefahr hin, dass Sie die Freunde danach los sind. Wenn Gott uns solche Typen wie diesen Hassprediger gesandt hat, dann hatte sie wohl einen schlechten Tag oder sie wollte uns prüfen. Hier ist garnichts praktisch, diese Typen drängen nicht in die Mitte der Gesellschaft, sie kommen direkt aus ihr. Hören Sie denen zu, setzen Sie sich mit denen Menschenbild auseinander, aber nennen sie die nicht Christen, wenn sie rechten Populismus betreiben. Rechts bedeutet Ausgrenzung und Menschenverachtung. Das ist unvereinbar.
Und Frieden, der passiert ja nicht von selbst oder regnet vom Himmel. 20 Millionen Tote im zweiten Weltkrieg und Nationen, die sich unvorstellbare Grausamkeiten angetan haben. Und doch leben wir heute in der längsten Friedensepoche der deutschen Geschichte. In einem fragilen und gefährdeten Frieden, leider, aber am Ende läuft es immer auf Frieden hinaus. Und wehe denen, die in ihrer Aufmerksamkeit nachlassen. Hören Sie den Rechten zu, wie sie die Geschichte verbiegen, Verbrechen aufrechnen und relativieren. Schauen Sie hin, wie sich die Aktienkurse der deutschen Waffenschmieden entwickeln, von alleine setzt sich garnichts durch, nur das Böse in der Welt funktioniert ganz von alleine. Das Gute muss sich anstrengen.

Antwort auf von Eiko (nicht registriert)

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"..das Böse in der Welt funktioniert ganz von alleine. Das Gute muss sich anstrengen." Das ist ein Irrtum. Ohne besondere Anstrengungen setzen sich diejenigen Interessen durch, die mit der ökonomischen und politischen Macht übereinstimmen. Anstrengungen sind nötig für diejenigen Interessen, die den Machtverhältnissen entgegengesetzt sind.

Auch in der AfD ist der von Ihnen vorgetragene irrtümliche Gedanke verbreitet. Das Böse sind auch dort die anderen, also die konkurrierenden Parteien. Man selber ist das Gute und muss sich anstrengen, um an die Macht zu kommen.

"Ich kann auch nicht rechtes Gedankengut verbreiten und behaupten, ich sei ein Linker." Auch das ist ein Irrtum. Die SPD behauptet immer noch, sie sei eine linke Partei. Das Gedankengut, das sie verbreitet, stimmt großenteils mit dem der CDU/CSU überein, also anerkannt rechten Parteien. Gemeinsamkeit der Demokraten nennt sich dieses Vorgehen.

Sarah Wagenknecht sieht in manchem Gedankengut der AfD nicht etwa Anlass zur Kritik, sondern für Verständnis.

"Es ging also nur um Definition." Nein, das ist keine Definitionsfrage. Dass sich Ihre politischen Ansichten von denen der AfD unterscheiden, ist eine erfreuliche Sache. Dass Sie große Stücke vom christlichen Glauben halten, ist eine zweite Sache. Dass Sie daraus den Schluss ziehen, AfD-Anhänger könnten keine Christen sein, ist ein fehlerhafter Schluss.

"Ist ein schleichendes Gift, bis in die Mitte der Gesellschaft." Faschismus und Populismus sind weder schleichend, noch Gift. Es handelt sich um politische Vorstellungen, denen sich die gesellschaftliche Mitte, also die überzeugten Demokraten, gerne zuwenden. Und zwar dann, wenn sie den gewohnten täglichen Ablauf von fleißig arbeiten und sich führen lassen auf der einen Seite, und tüchtig Geld verdienen und tatkräftige Führung zeigen auf der anderen Seite in Gefahr sehen.

"Hier ist garnichts praktisch". Doch, durch den Entzug des Labels "christlich" kann man sich drücken vor der Frage, was am christlichen Glauben bestens zu rechten politischen Vorstellungen passt.

"Rechts bedeutet Ausgrenzung und Menschenverachtung." Und wenn der christliche Weltenrichter am Ende aller Tage tüchtig zuschlägt, gibt es keine Ausgrenzung zu entdecken? Und wenn der sündige Erdenwurm zuallererst zu lernen hat, dass ohne Erlösung er ein armes Schwein ist und bleibt, soll keine Menschenverachtung im Spiel sein?

"Wenn Gott uns solche Typen wie diesen Hassprediger gesandt hat, dann hatte sie wohl einen schlechten Tag oder sie wollte uns prüfen." Wie wäre es denn mal mit einer Kündigung des Gottesgehorsams? Oder zumindest einem Amtsenthebungsverfahren gegen die Göttin? Das wäre dann immerhin noch vom Grundgesetz gedeckt.

"Und Frieden, der passiert ja nicht von selbst oder regnet vom Himmel." Richtig. Ebenso richtig ist: Und Krieg, der passiert ja nicht von selbst oder regnet vom Himmel. Also empfiehlt es sich, von Sprüchen dieser Art Abstand zu nehmen.

"..aber am Ende läuft es immer auf Frieden hinaus." Auch die Wiederholung dieses Spruches verleiht ihm weder Richtigkeit noch Begründung.

Fritz Kurz

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