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Eden (USA 2024)
Sie haben für ihren Traum alles zurückgelassen: Drei Gruppen von Aussteigern aus Deutschland und Österreich brechen im Jahr 1934 zu der unbewohnten Insel Floreana im Süden des Galapagos-Archipels auf, um dort ihren Traum eines utopischen und ungestörten Lebens zu verwirklichen. Die unterschiedlichen Visionen und Ambitionen der Neuankömmlinge führen allerdings zu Spannungen und Konflikten, die das fragile Gleichgewicht auf der Insel bedrohen. Der Survival Thriller beruht auf wahren Ereignissen, in deren Verlauf drei Menschen auf bis heute ungeklärte Weise zu Tode kamen und drei weitere spurlos verschwanden. Der Film prunkt mit einem prominenten Ensemble, das aber nicht durchweg liefert: Vanessa Kirby, Daniel Brühl, Jude Law und Sydney Sweeney können glänzen, während Ana de Armas ("James Bond: Keine Zeit zu sterben") als exzentrische österreichische Baroness Eloise Wehrborn de Wagner Bousquet die satirische Schmerzgrenze überquert.
Ausführliche Kritik bei epd Film.
Regie: Ron Howard. Buch: Noah Pink. Mit: Jude Law, Ana de Armas, Vanessa Kirby, Daniel Brühl, Sydney Sweeney, Felix Kammerer. Länge: 129 Min. FSK: ab 16. FBW: ohne Angabe.
Mit der Faust in die Welt schlagen (Deutschland 2025)
Familie Zschornack, bestehend aus Vater Stefan (Christian Nähte), Mutter Sabine (Anja Schneider) und den Söhnen Philipp (Anton Franke) und Tobias (Camille Moltzen) sind gerade in ihr neues, noch unfertiges Haus in einer ostdeutschen Provinz gezogen. Doch es geht eins nach dem andern schief, die Baustellen im Haus häufen sich und dann verliert Stefan auch noch seinen Job als Elektriker. Der Zerfall der Familie schreitet voran und die Distanz zwischen den Familienmitgliedern wird noch größer, als Philipp schließlich beginnt, mit Neonazis Kontakt aufzunehmen. Mithilfe von zahlreichen, klein erscheinenden, aber komplexen Konflikten zeichnet "Mit der Faust in die Wand schlagen" ein realistisches Bild der Lage in einer strukturschwachen Region Deutschlands und überzeugt durch einen wertfreien Blick.
Ausführliche Kritik bei epd Film.
Regie und Buch: Constanze Klaue. Mit: Anton Franke, Camille Moltzen, Anja Schneider, Christian Näthe. Länge: 110 Min. FSK: ab 12. FBW: ohne Angabe.
The Assessment (Großbritannien/Deutschland/USA 2024)
In einer dystopischen Zukunft, in der der Klimawandel große Teile der Erde unbewohnbar gemacht hat, erzählt "The Assessment" die Geschichte des Paares Mia (Elizabeth Olsen) und Aaryan (Himesh Patel), das sich einem strengen Evaluierungprozess unterziehen muss, um die Erlaubnis zur Elternschaft zu erhalten. Dafür müssen die beiden eine mehrtägige Prüfung durchlaufen, die von der streng kontrollierenden Gutachterin Virginia (Alicia Vikander) geleitet wird. Die Aufgaben, die sie dem Paar stellt, werden immer intensiver und treiben die beiden fast in den Wahnsinn. Die Regisseurin Fleure Fortune hat einen spannenden, fast meisterlichen Film inszeniert, der durch die Absurdität des Szenarios überzeugt, aber keine Antworten gibt auf die großen Fragen, die er stellt.
Ausführliche Kritik bei epd Film.
Regie : Fleur Fortune. Buch: John Donnelly, Nell Garfath Cox, Dave Thomas. Mit: Elizabeth Olsen, Alicia Vikander, Himesh Patel, Minnie Driver. Länge: 109 Min. FSK: ab 16. FBW: ohne Angabe.
Ich will alles. Hildegard Knef (Deutschland 2025)
Hildegard Knef war der erste deutsche Filmstar nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit Wolfgang Staudtes Trümmerfilm "Die Mörder sind unter uns" kam ihre Karriere in Fahrt, später gelang es ihr auch, Rollen im US-Kino zu landen. Allerdings sind originale Filmclips in dieser Dokumentation von Luzia Schmid kaum vorzufinden: Sie konzentriert sich auf Hildegard Knefs Charakter. Knef wird aus dem Off von Nina Kunzendorf gesprochen und mithilfe von Auszügen aus ihren Autobiografien sowie Interviews gelingt es Schmid, ein umfangreiches Porträt von ihr zu zeichnen, das den Fokus auf ihre öffentliche Wirkung und ihren Umgang damit legt. Dazu zählen Knefs Schönheitsoperationen wie ihr Liebesleben, das heftig diskutiert war. Der Dokumentarfilm ist eine Hommage an eine außergewöhnliche Künstlerin und eine Reflexion über den Preis, den Frauen bezahlen, um sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten.
Ausführliche Kritik bei epd Film.
Regie und Buch: Luzia Schmid. Länge: 98 Min. FSK: 12. FBW: ohne Angabe.