29.01.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

was haben Fadenwürmer und die Beatles miteinander zu tun? Beide fallen mir beim Thema "Älter werden" ein. An Fadenwürmern erforschen Mikrobiologen die Prozesse des Älterwerdens. "Irgendwann werden die Menschen vorsorglich Medikamente nehmen, die das Altern verlangsamen." Das sagte der Wissenschaftler Dr. Björn Schumacher vor einigen Jahren bei uns im Interview. Es gehe aber nicht darum, ewig zu leben, sondern die Qualität des Lebens zu verbessern. Und da kommen die Beatles ins Spiel: "When I get older losing my hair, many years from now - will you still be sending me a valentine, birthday greetings, bottle of wine?" heißt es im Klassiker "When I'm Sixtyfour". Das nämlich ist für viele Menschen einer der wichtigsten Punkte beim Älterwerden: Nicht alleine zu sein, sondern Menschen an ihrer Seite zu wissen, mit denen sie Freud und Leid teilen möchten und auf die sie sich verlassen können. Dazu bedarf es vor allem Respekt und Kommunikation, das beschreiben sowohl Wolfgang Schmidbauer als auch Susanne Breit-Keßler.

Dass das Älterwerden - und damit auch die scheinbar unvermeidliche Midlife-Crisis - natürlich von jedem ganz anders erlebt wird, darüber tauschen sich Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer und Comedian Bastian Pastewka in unserer chrismon-Begegnung zum Thema aus. Mit den sichtbaren Spuren des fortschreitenden Lebensalters wiederum beschäftigen sich Ursula Ott und Arnd Brummer in ihren Kolumnen. "Älter werden" kann aber auch bedeuten, endlich von zu Hause raus zu kommen und in die Welt zu ziehen, weil man nun erwachsen ist, wie bei den jungen Frauen in der Geschichte "Keine Ahnung". Es kommt eben immer auf die Perspektive an. "If I'd been out till quarter to three - would you lock the door? Will you still need me, will you still feed me, when I'm sixty-four?"

Ich wünsche Ihnen, dass Sie über der Lektüre zuversichtlich ein paar Momente älter werden können!

Claudius Grigat, Redakteur