Fernseh-Moderator Yared Dibaba (Archivbild)
epd-bild / Stephan Wallocha
Für den Erhalt der niederdeutschen Sprache erhält der Moderator Yared Dibaba den diesjährigen Heinrich-Schmidt-Barrien-Preis. Die Auszeichnung würdigt Menschen und Institutionen, die sich für das Plattdeutsche engagieren.
03.03.2020

Der Moderator, Autor, Sänger und Schauspieler Yared Dibaba (50) bekommt am Samstag den Heinrich-Schmidt-Barrien-Preis für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. "Yared Dibaba kümmert sich um die Sprache und um die Leute, die sich um diese Sprache kümmern", sagte am Dienstag für die Jury Johannes Rehder-Plümpe. Der undotierte Preis wird jährlich und in diesem Jahr zum 20. Mal vom Verein "Freundeskreis Huus op'n Bulten" vergeben, dessen "Kringbaas" (Vorsitzender) Rehder-Plümpe ist.

Plattdeutsch im Alltag

Die Auszeichnung würdigt Menschen und Institutionen, die daran arbeiten, dass das Plattdeutsche im Alltag, in der Kultur und insbesondere in den Medien mehr Gewicht erhält. Sie erinnert an den Lilienthaler Dramatiker und Historiker Heinrich Schmidt-Barrien (1902-1996). Der Preis in Form einer hölzernen Büste des namensgebenden Schriftstellers soll dem Hamburger Dibaba in der evangelischen St. Georgskirche in Lilienthal-St. Jürgen bei Bremen überreicht werden.

Dibaba wurde 1969 in Äthiopien geboren und kam das erste Mal 1973 ins Oldenburger Land. Plattdeutsch hat er in der Schule gelernt. Im vergangenen Jahr ging der Preis an fünf Lehrerinnen aus dem Elbe-Weser-Raum, die Platt im Unterricht einen festen Platz einräumen. Ausgezeichnet wurden in den zurückliegenden Jahren auch Ina Müller und die Hip-Hop-Gruppe "De Fofftig Penns".

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