Vor zwei Jahren sagten Sie nach den US-Präsidentschaftswahlen, Trump habe sich bei seinem Wahlsieg auf die Evangelikalen verlassen können. Was ist den Menschen heute wichtiger – ein Präsident, den manche für vom Himmel gesandt hielten? Oder dass sie sich Benzin und Lebensmittel leisten können?
John P. Burgess: Man muss zwischen der älteren und der jüngeren Generation unterscheiden. Bei den Midterms sind die Demokraten im Aufwind, und den verdanken sie den jungen Leuten. Die wirtschaftlichen Probleme treffen die Jungen härter als die Älteren. Sie haben nicht das Geld, um ein Haus zu kaufen, die Mieten sind sehr hoch, und viele brauchen ein Auto, um zur Arbeit zu kommen. Der Benzinpreis trifft sie also, aber auch Autos selbst sind viel, viel teurer geworden.
Können sich die Republikaner und Trump noch auf die evangelikale Wählerschaft stützen?
Die zuverlässigsten Umfragen dazu macht das Pew Research Center. Eine Erhebung von vor etwa einem Monat zeigt: Die Unterstützung für die Republikanische Partei – nicht für Trump, sondern für seine Partei – ist unter weißen, christlichen Wählern weiterhin am höchsten, ob evangelikal, aus den traditionellen protestantischen Kirchen oder katholisch.
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