30.11.2010

Ihr Alltag: Gewalt, Drogenhandel, Alkohol, sexueller Missbrauch. Ihre Perspektive: Schulabbruch, Kriminalität, Prostitution. Beim Fußballtraining können die Kinder aus den Elendsvierteln San Josés, der Hauptstadt Costa Ricas, abschalten. Denn in den Fußballschulen sind sie alle gleich: Leistung und Wille zählen, nicht Herkunft. Fútbol por la vida, Fußball für das Leben, hilft derzeit etwa 400 Jungen und 200 Mädchen. Seit 2004 gibt es dieses Projekt, gegründet von OIKOS (Institut für Bildung und Entwicklung), gefördert von Brot für die Welt. Dreimal pro Woche kicken die Kinder, sie lernen Taktik, soziales Verhalten, Fairness und Gemeinschaftssinn; Erfolgserlebnisse stärken Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl. Alle Betreuer sind ausgebildete Fußballtrainer. Sozialarbeiter und Psychologen helfen bei familiären Problemen, beim Wiedereinstieg in die Schule, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Brot für die Welt fördert weitere Kinder- und Jugendprojekte - sollten mehr Spenden eingehen als nötig, verwendet die Organisation sie für ähnliche Hilfsleistungen.

 

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