Kinderspielplatz in Mainz
epd-bild / Andrea Enderlein
Marie und Maximilian waren 2017 die beliebtesten Vornamen in Deutschland. Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache mitteilte, stützte sich die Auswertung auf die Daten von bundesweit 700 Standesämtern mit mehr als einer Million Namen.
03.05.2018

Während bei den Mädchen der Vorname Marie seinen Spitzenplatz vom Vorjahr verteidigen konnte, landete der beliebteste Vorname des Jahres 2016 bei den Jungen, Elias, nur noch auf Platz vier.

Bei den Mädchennamen lagen im vergangenen Jahr Sophie oder Sofie mit knappem Abstand auf dem zweiten Platz vor Maria auf Rang drei. Die Plätze vier bis zehn belegten Sophia/Sofia, Emilia, Emma, Hannah/Hanna, Anna, Mia und Luisa/Louisa. Bei den Jungennamen wurde Alexander am zweithäufigsten vergeben, Paul landete auf Rang drei. Auf Rang vier bis zehn folgten Elias, Ben, Noah, Leon, Louis/Luis, Jonas und Felix. Vergeben wurden den Angaben zufolge 2017 auch die Vornamen Cartier, Pacino und Chaplin; abgelehnt wurden hingeben Lucifer, Batman, vom Meer und Pinocchio.

Emil und Friedrich

Deutliche Unterschiede zeigten sich im Regionenvergleich, wie die Sprachgesellschaft weiter mitteilte. So basiere die Vornamengebung teilweise auf regionalspezifischen Aspekten wie Tradition, nachbarschaftlichen Einflüssen und Streben nach Veränderung. Im Süden lägen Maria, Anna, Lea, Maximilian, Lukas und Jakob vorne, im Norden Finn, Emil, Ida, Lina und Frieda. Im Osten wende man sich wieder "Großmutters Zeiten" zu und vergebe vermehrt alte Namen wie Charlotte, Klara, Ella, Oskar, Karl, Emil oder Friedrich. Insgesamt gesehen bekämen die Vornamen einen immer weicheren, androgynen Klang.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht die Übersicht der beliebtesten Vornamen seit 1977. In diesem Jahr waren mehr als 65.000 verschiedene Namen gemeldet worden.

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