Dresden (epd). Bis zum 10. Juni seien knapp 70 Veranstaltungen an mehr als 20 Spielstätten vorgesehen, teilten die Organisatoren in Dresden mit. Rund 1.500 Künstler werden an den insgesamt 32 Festivaltagen erwartet.
Festspielintendant Jan Vogler assoziiert mit dem Motto Reflexionen von Musik, Natur und Mensch. "Wir wollen in die menschliche Existenz hineinleuchten", erklärte er. Auf dem Programm stehen unter anderem Kompositionen von Robert Schumann und Johannes Brahms, aber auch von Johann Sebastian Bach, Hector Berlioz und Leonard Bernstein. Eröffnet werden die Musikfestspiele mit einem Konzert der Königlichen Kapelle Kopenhagen im Kulturpalast.
Lange Nacht des Cellos
Erstmals werde es eine extra Konzertreihe innerhalb des Festivals unter dem Motto "Cellomania" geben, quasi ein "Gipfeltreffen der weltbesten Cellisten". Vorgesehen sind eine lange Nacht des Cellos mit 17 "herausragenden Individualisten, vom Weltstar bis zum jungen Spitzenkünstler", sowie weitere Cello-Konzerte, hieß es.
Außerdem präsentieren die Musikfestspiele eine Uraufführung. Der chinesisch-amerikanische Komponist Tan Dun komponierte für das Dresdner Festival ein oratorisches Werk für Chor und Orchester unter dem Titel "Buddha Passion". Inspiriert wurde der gebürtige Chinese, der in New York lebt, von den Wandmalereien in den Grotten und Höhlen entlang der Seidenstraße in Asien. Das Werk wird unter Leitung des Komponisten am 23. Mai erstmals aufgeführt. Dun ist vor allem durch seine preisgekrönten Filmmusiken etwa für "Tiger and Dragon" bekannt.
Festspielpreis für Opernsängerin Joyce DiDonato
Höhepunkte des 41. Festspieljahrgangs seien zudem Konzerte mit der Ausnahme-Pianistin Helene Grimaud oder unter dem Dirigenten John Eliot Gardiner. Zu Gast sind auch der Schauspieler Klaus Maria Brandauer, der Pianist Radu Lupu und der Sänger Bryn Terfel.
Während des Festivals wird auch wieder der mit 25.000 Euro dotierte Festspielpreis der sächsischen Glashütte Uhrenmanufaktur vergeben. Geehrt wird in diesem Jahr die US-Opernsängerin Joyce DiDonato. Sie engagiert sich jenseits der Bühne seit Jahren für soziale Projekte, unter anderem in der Jugendarbeit. Der Preis wird zum 15. Mal verliehen.

