Dieter Wedel weist alle Vorwürfe zurück.
epd-bild/Andreas Fischer
Die Vorwürfe gegen Dieter Wedel sorgen für Wirbel: Aus Sicht der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes muss Schauspielerinnen und Schauspielern, die Opfer sexueller Übergriffe wurden, zur Seite gesprungen werden.
04.01.2018

Schauspielerinnen und Schauspieler, die Opfer sexueller Übergriffe wurden, sind nach Auffassung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auch in Deutschland viel zu lange alleingelassen worden. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, forderte vor dem Hintergrund entsprechender Vorwürfe mehrerer Schauspielerinnen eine überbetriebliche Beschwerdestelle, damit sexuelle Belästigung in der Branche nicht länger hingenommen werde.

Beschuldigungen gegen Dieter Wedel

Lüders unterstützt nach eigenen Angaben einen Zusammenschluss von Branchenverbänden, die eine solche Stelle einrichten wollen, darunter den Bundesverband Schauspiel und die Deutsche Filmakademie. Betriebliche Beschwerdestellen, wie sie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorschreibe, fehlten in der Film- und Fernsehbranche und auch an den meisten Bühnen, erklärte Lüders. Zudem mangele es an Präventionsmechanismen.

Einem Bericht des "Zeit-Magazins" (Donnerstag) zufolge beschuldigen mehrere Frauen den Fernseh-Regisseur und Drehbuchautor Dieter Wedel der Belästigung bis hin zur sexuellen Nötigung. Wedel weist dem Bericht zufolge alle Vorwürfe zurück und droht mit einer Klage gegen das Magazin.

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