Trier (epd). Rund 300.000 Mädchen und Jungen ziehen in den 27 Bistümern von Tür zu Tür um Spenden für den Kampf gegen Kinderarbeit zu sammeln. Die 1959 gestartete Aktion steht dieses Mal unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!". Am 6. Januar werden den Angaben zufolge 39 Sternsinger Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchen, am 8. Januar reisen 108 Mädchen und Jungen zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Seit 1959 mehr als eine Milliarde Euro gesammelt
Schätzungen gehen den Angaben zufolge von rund 152 Millionen arbeitenden Kindern weltweit aus. Im Schwerpunktland Indien seien es zwischen zwölf und 60 Millionen, hatte der Präsident des Kindermissionswerks, Prälat Klaus Krämer, vor Beginn der Spendenaktion erklärt. Eltern fehle häufig Geld für den Schulbesuch. "Die Sternsinger" unterstützen unter anderem Projekte, die Eltern in Arbeit bringen, so dass die Kinder wieder in die Schule können.
Bei der Aktion 2017 kamen insgesamt rund 46,8 Millionen Euro an Spenden zusammen. 2016 wurden den Angaben zufolge knapp 1.640 Projekte in 107 Ländern gefördert. Die Sternsinger haben seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Das Geld kam rund 71.700 Projekten für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa zugute.
Das Bistum Trier war in diesem Jahr zum ersten Mal Gastgeber der Aktion. Über 2.600 Sternsinger und 860 Begleiter hatten sich für den Start in Trier angemeldet. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte sich angekündigt.

