Das Paulinum ist der Nachfolgebau der 1968 auf Anweisung des SED-Regimes gesprengten Universitätskirche St. Pauli am zentralen Augustusplatz (2016).
epd-bild/Friedrich Stark
Nach achtjähriger Verzögerung sind die Bauarbeiten am Leipziger Paulinum abgeschlossen. Das Paulinum ist ein Nachfolgebau der 1968 auf Anweisung des SED-Regimes gesprengten Universitätskirche St. Pauli.
16.08.2017

Wie das sächsische Finanzministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte, würden aus diesem Anlass "die am Bau Beteiligten zu einer Bauabschlussfeier" eingeladen. Voraussichtlich Anfang Dezember will die Universität das Paulinum offiziell eröffnen. Der Bau am zentralen Augustusplatz sollte ursprünglich schon zur 600-Jahr-Feier der Universität 2009 fertig sein.

Neue Aula und Universitätskirche

Als Redner bei der nichtöffentlichen Feier am 23. August werden Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Finanzminister Georg Unland erwartet sowie Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (alle CDU). Einen Tag später (24. August) haben Leipziger beim "Offenen Paulinum" die Gelegenheit, die neue Aula und Universitätskirche zu besichtigen.

Zuletzt hatte eine Verkleidung der Säulen mit speziellen Glaselementen den Bau verzögert. Das Paulinum soll als Aula und Universitätskirche genutzt werden. Um die Gestaltung des Gebäudes hatte es heftigen Streit gegeben. Allein in den Innenausbau flossen 13,5 Millionen Euro.

117 Millionen Euro Gesamtkosten

Ein Teil der historischen Ausstattung wurde im Neubau integriert, darunter ein gotischer Flügelaltar aus der Zeit um 1490 sowie etliche Epitaphien. Die Gesamtkosten für die Universitätsgebäude Augusteum und Paulinum beziffert das Finanzministerium auf 117 Millionen Euro.

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