Lachs aus Aquakultur: bio oder konventionell?
Lachs aus Aquakultur: bio oder konventionell?
Boonchuay 1970 / Getty Images
Bio oder konventionell?
Wie sinnvoll sind nachhaltige Lebensmittel? Wir schauen genauer hin. Diesmal: Lachs aus Aquakultur.
24.11.2021

Die Welt hat Hunger auf Seefisch, die Deutschen vor allem auf Lachs. Weil die Meere nicht genug hergeben, sollen Aqua­kulturen das Problem der Überfischung lösen – Fischgehege auf offener See. Jeder zweite Fisch kommt daher. Es gibt sie mit und ohne Bio-Siegel. Was ist der Unterschied?

Aquakultur ist nicht ohne, weiß der Fischerei­experte des WWF, Philipp Kanstinger. Der Lachs in deutschen Supermärkten stammt vor allem aus Norwegen. Durch die Zahl der Farmen und die Enge in der Haltung breiten sich dort Parasiten aus. "Oft entwischen Lachse", sagt Kanstinger. "Ver­mischen sich die gezüchteten mit den wild lebenden Tieren, schadet das der Widerstandskraft der Art."

Immerhin: Norwegischer Aquakultur-Lachs ist geimpft, so braucht man da kaum Antibiotika. Schaut man auf Tierwohl und Nachhaltigkeit, ist die mit den bekannten Siegeln ausgezeichnete Bio-Kultur besser. Oder MSC-zertifizierter Wildlachs aus Alaska, wo der Schutz der Bestände in der Verfassung verankert ist und streng durchgesetzt wird, sagt Kanstinger.

Aber: "Raubfische wie Lachs sind keine nachhaltige Speise", sagt Kanstinger. "Der Futter­bedarf ist enorm, oft wird Wildfisch verwendet." Will man unbedingt Seefisch ­essen, rät er zu Heringen oder Sprotten.

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Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Menschheit wird nicht klüger, und speziell wir, die Deutschen, schon gar nicht. Wir rennen Dingen hinterher, die es nicht wert sind, dass wir uns so unnötig verausgaben.
Welcher Lachs soll es bitte schön sein, der aus der Aquakultur oder der ganz "wilde" Lachs?
Ja, geht´s denn wirklich noch?
"Maßhalten", ist da so ein Ausspruch von Ludwig Erhard (1897-1977), dem deutschen Politiker & Wirtschaftswissenschaftler, der u.a. auch der zweite Bundeskanzler in der BRD war.
Wir sind jetzt in der Adventszeit, Weihnachten steht vor der Tür, Corona hat uns noch voll am Gängelband, da sollten wir uns eher auf das einfache rückbesinnen.
Aber jeder "soll nach seiner Fasson selig werden", wieder so ein Ausspruch, der vom "Alten Fritz" stammen soll, der als Friedrich II (1712-1786) einst, ein preußischer König war.
Ihre Riggi Schwarz

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Wenn es nur noch nachhaltige Lebensmittel gäbe, würden nur die Reichen und auch die Kriminellen überleben. Nur mit Kunstdünger und Schutzmittel ist eine ausreichende und zumutbare Ernährung für alle vorstellbar. Die Verdopplung der globalen Preise für Kunstdünger (abhängig von den Gas- und Ernergiepreisen) führt bereits in Afrika zu erheblichen Ernteverlusten. Kirschen und Äpfel bei uns werden weniger, weil Schadinsekten ganze Kulturen vernichten. Mit Illusionen wird man nicht satt. Alle "veganen" Felder mit Hochsicherheitsumzäunung und für die Bauern Maschinengewehre. Diese Form der Nachhaltigkeit ist pure Überheblichkeit. In ca. 80 Jahren dann 10 Milliarden sind weder vegan noch nachhaltig ernährt vorstellbar. Wer es dennoch fordert, vergeht sich an den Menschenrechten. Die Zivilisation ist mit ihrem Konsum ein Moloch. Selbstbetrug ist das schönste Leben.

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Lachs oder kein Lachs ist hier die Frage. Egal was er kostet, de Lachs muss her. Die Meere sind leer und dass Heer der Fischer geht leer aus. Die Aquakulturen erzeugen zumindest eine Ahnung von Lachs. Das Gleiche dann bitte auch mit allen Südfrüchten, mit dem Wein, mit der Zahl der Kinder, mi--, mit, ... Verantwortung wird anders als Lachs buchstabiert.

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Mir ist niemand bekannt, der nur von BIO gesund geworden ist. Auch ist mir niemand bekannt, der mit vernünftigem Umgang konventionel krank geworden ist. Der BIO-Anspruch ist auch nicht mehr das, was er sein sollte. Mit der Bezeichnung BIO werden jetzt vor allen Dingen die Preise erhöht. Der Betrug kennt keine biologischen Grenzen.

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