Warum ließen sich Eva und Adam mit einem Apfel verführen
Warum ließen sich Eva und Adam mit einem Apfel verführen
Lisa Rienermann
Warum ließen sich Eva und Adam mit einem Apfel verführen?
Schon die ersten Menschen setzten sich über ein Gebot Gottes hinweg. Danach waren sie klüger, aber wohl nicht glücklicher.
Portrait Eduard KoppLena Uphoff
26.09.2018

Vorgelesen: Religion für Einsteiger - Warum ließen sich Eva und Adam mit einem Apfel verführen?

Ein Mann, mit nichts angetan als einem Feigenblatt, eine Frau, ebenso spärlich bekleidet, da­neben eine Schlange, die ihnen einen Apfel bringt: Diese Geschichte kennt jeder. Sie erzählt von der ersten Sünde der Menschen und ihrer Vertreibung aus dem Paradies. Den "mächtigsten Mythos der Menschheit" nennt sie Stephen Greenblatt, Literaturprofessor in Harvard, der sich sonst meist mit Shakes­peare befasst. In seinem Buch "Die Geschichte von Adam und Eva" untersucht er Inhalt und Wirkung.

Die Erzählung aus dem ersten Buch der Bibel hat wenig mit Lust und Liebe als vielmehr mit den Fragen zu tun: Wie frei sind Menschen? Dürfen sie gegen Gottes Verbote rebellieren? Es ist ein didaktischer Geniestreich des biblischen Autors, dass er die Glaubensfrage mit viel nackter Haut in Verbindung brachte. Das hat die Fantasie vieler Menschen zu allen Zeiten angeregt, wenn auch in eine etwas falsche Richtung gelenkt.

Portrait Eduard KoppLena Uphoff

Eduard Kopp

Eduard Kopp ist Diplom-Theologe und chrismon-Autor. Er studierte Politik und Theologie, durchlief die Journalistenausbildung des ifp, München, und kam über die freie Mitarbeit beim Südwestrundfunk zum "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" nach Hamburg. Viele Jahre war er leitender theologischer Redakteur bei dieser Wochenzeitung und seinem Nachfolgemedium, dem evangelischen Magazin chrismon. Seine besonderen Interessengebiete sind: Fragen der Religionsfreiheit, Alltagsethik, Islam, Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Krieg und Frieden.

Wie geht sie wirklich, die Erzählung vom Sündenfall im Paradies, die in der christlichen Kunstgeschichte und der Werbung so viel Platz fand (Buch Genesis/1. Buch Mose, Kapitel ­2 und 3)? Eine Frau namens Eva und, von ihr angestiftet, ein Mann namens Adam übertreten das einzige Verbot Jahwes: von den Früchten eines besonderen Baumes im Paradies zu essen, des Baumes "der Erkenntnis des ­Guten und Bösen". Gott hatte sein Verbot mit einer Strafandrohung unterstrichen: "An dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben" (Genesis 2,17). Kaum hatten sie von dem Apfel genossen, bemerkten sie, dass sie nackt waren. Sie spürten ihre Blöße, ihre Verletzlichkeit. Das rasch angebrachte Feigenblatt machte sie nur verdächtig. Gott stellte sie zur ­Rede und wies sie aus dem Paradies.

Die eigentliche, folgenreiche Erkenntnis Adams und Evas reicht weiter: Sie merken, dass sie ihren ­eigenen Willen über den Gottes ­stellen können. Sie können sündigen. Der Sündenfall ist für sie ein Akt der Emanzipation, teuer erkauft durch den Verlust des Paradieses, durch schmerzhafte Schwangerschaften und Geburten, die Herrschaft des Mannes über die Frau, mühsame Arbeit auf den Äckern und karge Ernten, schließlich den Tod. Sie handeln sich alle Übel der Welt ein. Und das erklärt auch, wieso von "Äpfeln" die Rede ist, obwohl diese Frucht in der Geschichte vom Sündenfall gar nicht ausdrücklich genannt wird. Das hat mit einer Wortgleichheit in der lateinischen Bibelübersetzung zu tun: Böses und Apfel heißen beide malum.

Es klingt so, als sei Gott auf Adam und Eva eifersüchtig

Den heute von der Aufklärung geprägten Menschen ist es schwer verständlich, wieso Neugier, Selbstverantwortung, Mündigkeit in der Paradiesgeschichte so schlecht angesehen sind. Es klingt so, als sei Gott eifersüchtig (" . . . der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist"). Gott erklärt sogar, er sei froh, dass die Menschen nicht noch zusätzlich vom "Baum des Lebens" gegessen haben, dann wären sie sogar unsterblich. Neidet er es ihnen?

Die Geschichte vom Sündenfall ist kein Lehrtext über Sexualität, über das Verhältnis von Mann und Frau, über Äpfel oder die Gefährlichkeit von Schlangen. Warum ausgerechnet eine Frau die Menschheit, personifiziert durch den Adam, verführte, lässt sich anhand der Bibel nicht beantworten. Es ist auch nicht die Pointe dieser Geschichte. Die ist: Alle Menschen überschreiten Gottes Gebote. Der Mythos vom Sündenfall versucht zu erklären, warum die von Gott so gut erschaffene Welt so viele unerträgliche Seiten ­aufweist: Unterdrückung, Dürren, Hunger, Krankheit, Tod. Sie resultieren demnach letztlich aus dem Eigensinn der Menschen.

Stephen Greenblatt erzählt in ­seinem Erfolgsbuch "Die Geschichte von Adam und Eva" von einer ganz ­eigenen religiösen Rebellion. Beim Sabbatgottesdienst seiner Synagoge galt die Regel, dass alle beim Schlussgebet des Rabbi ihre Blicke senkten. Denn in diesem Augenblick, so hieß es, schwebe Gott über den Köpfen. Wer ihn sehe, müsse sterben. Eines Tages nahm Stephen allen Mut zusammen und schaute hoch. Er sah: nichts. Der Blick auf Gott gelang nicht. Es war wie in der Paradiesgeschichte – danach war er klüger, aber nicht glücklicher.

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In ihrem Artikel Adam und Eva klingt es im vorletzten Abschnitt so, als ob Dürren, Hunger, Krankheit und Tod eine Folge des Sündenfalls sei. Sie schreiben: „Unterdrückung, Dürren, Hunger, Krankheit, Tod (sie) resultieren demnach letztlich aus dem Eigensinn des Menschen“.
Ich hoffe, Sie meinen nicht im Ernst, dass der physische Tod durch die Sünde des Menschen gekommen sei. Die Folge des Sündenfalls ist ein Geistlicher Tod, eine Entfremdung zwischen Gott und den Menschen. Daraus folgt eine Unterdrückung der Geschlechter und die Erfahrung, dass der Tod als Bedrohung erlebt wird.
Physischer Tod, Vergänglichkeit, Schmerz und Leiden ist in einem physischen Universum unvermeidlich. Ohne den physischen Tod gäbe es kein Leben. Paulus drückt es in Röm 8 so aus: Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen durch Gott. Da ist von der Sünde des Menschen nicht die Rede.
Eine (von Gott gesteuerte) Evolution ist ohne Werden und Vergehen nicht möglich. Wahrscheinlich haben sich frühere Generationen das so vorgestellt, dass physischer Tod und die Schmerzen aus dem Sündenfall resultieren. Aber theologisch ist das heute nicht zu halten. Es wäre grotesk, das Sterben von Pflanzen, Tieren und Menschen erst nach dem menschliche Sündenfall anzusiedeln. Das wäre eine unzulässliche Überhöhung menschlicher Sünde.

Antwort auf von Albrecht Gralle (nicht registriert)

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Tagtäglich wird über das Elend der Flüchtlinge, hauptsächlich Moslems,an den EU Außengrenzen berichtet und geklagt. All diese armen Menschen möchten nach Europa, möglichst nach Deutschland, das für sie als das "Schlaraffenland"gilt. Ich frage mich immer wieder? Wo bleibt hier eigentlich die Solidarität mit deren islamischen Brüdern in Katarrh, Dubai, Saudi-Arabien usw. alles superreiche Länder, die vor Übermut nicht wissen wohin mit ihren Reichtümern? Dorthin gehören diese Flüchtlinge.

Antwort auf von Albrecht Gralle (nicht registriert)

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ich würde es wünschenswert finden wenn die ganzen Hamsterkäufe endlich mal aufhören und die Geschäfte auch ihr bestes dazu geben und nur in kleinen mengen alles verkaufen, das diejenigen die den ganzen Tag auf Arbeit sind wie ZB Rettungsdienst Polizei Ärzte Pflegepersonal vielleicht abends auch mal noch eine tüte Milch und WC Papier bekommen. Wir trinken auch mal gerne ein Glas Milch und den Hintern müssen wir uns auch irgendwann mal abwischen, nicht nur die, die den ganzen Tag Zeit haben um einkaufen zu gehen .
Vielleicht bewirken ja die paar Zeilen bei so manch einen ein umdenken und hört auf nur an sich zu denken.
Danke liebe Leute

Antwort auf von Albrecht Gralle (nicht registriert)

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Ich gehe davon aus das es Gott gibt, das Gott die Bibel inspirriert hat um uns Dinge zu lehren. Wenn also in der Bibel steht das wenn sie von dieser Frucht essen das sie dann sterben werden, muss davon ausgegangen werden das sie A wussten was der Tod war B das sie selbst nicht davon betroffen waren. Das heißt das durch die erste Sünde deshalb auch Todsünde genannt, der Tod zu den Menschen kam. Das erschließt sich auch durch einen späteren Satz der sich auf Jesus bezieht denn wie durch einen Menschen die Sünde und dadurch auch der Tod gekommen ist so kann durch einen Menschen die Rettung und damit auch das Leben kommen. Es ist numal so das Gott alles erschaffen hat und er legt die Spielregeln für das ganze Universum fest also auch für den Menschen. Jetzt hat Gott etwas sehr außergewöhnliches getan, er hat dem Menchen einen freien Willen gegeben und damit auch die Möglichkeit sich gegen Gott zu entscheiden. Nur ändert das nichts an der Tatsache das wir ohne Gott unvollkommen und vom unsterblichen Leben im Paradies getrennt sind. Wir werden also sterben wenn wir nicht zu Gott halten, den Gott ist wie ein Weinrebe und wir wie einzelne Trauben wenn man die Verbindung kappt gehen die Trauben ein. Gott hätte uns verwerfen können, das hat er aber in seiner Güte nicht, er hatte Mitleid mit den Menschen. Also schickte er uns seinen Sohn, der durch sein Opfer die Verbindung zwischen Gott und denn Menschen heilte. Und nun ist es an uns ob wir Willens sind Gott zu lieben und ihm aus dieser Liebe heraus zu gehorchen oder ob wir uns abwenden. Aber wenn wir uns von Gott abwenden der Leben verspricht, dann brauchen wir uns auch nicht wundern wenn uns der Tod trifft. Ein Beispiel wenn wir uns an Gottes gesetz halten würden und unseren nächsten wie uns selbst lieben würden, gäbe es A keinen Krieg B keine Hunger auf der Welt, den wir könnten auf dieser Welt soviel Essen produzieren das jeder Mensch sogar noch etwas übrig hätte. Die meisten Dürren, Waldbrände sind menschengemacht, weil wir immer nur denken ich will, am besten immer mehr und mehr. Wer Freiheit hat muss diese auch verantwortungsvoll einsetzen und genau dazu ist der überwiegende Teil der Menschheit nicht in der Lage. Und genau hier ist Gott wieder gütig eingeschritten, er verlangt gar nicht das wir uns selbst regieren und unsere Freiheit selbst einschränken, weil er weis wie wir ticken. Sondern er sagt verlasst euch auf mich, glaubt an mich, gebt einen kleine Teil eurer Freiheit auf und lasst zu das ich euch führe. Nur so kann ein Paradies funktionieren, wenn nämlich alle immer noch selbst unter paradiesischen Umständen sagen ich will, egal was es kostet alles für mich, dann bleibt selbst in einem Paradies nichts mehr für alle anderen.

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Schon oft habe ich geschrieben, daß die "Vertreibung aus dem Paradies" der erste und bisher einzige GEISTIGE EVOLUTIONSSPRUNG von Mensch war, doch tatsächlich ist es der "Sündenfall".

Mit der "Vertreibung aus dem Paradies", hat Mensch die MÖGLICHKEIT (im Rahmen der Vorsehung/"göttlichen Sicherung" vor dem Freien Willen und der ganzen Kraft des Geistes) eigenverantwortlicher Weiterentwicklung erlangt/bekommen, die aber, aufgrund des zu überwindenden "Erbe instinktiver Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und egozentriertem "Individualbewusstsein", immernoch im Kreislauf unserer imperialistisch-faschistischen Vorstellungen mit geistigem Stillstand dümpelt.

Bis zum neuen Geist mit Seele Mensch, zur Stärkung der Schöpfung des Geistes der Gott/Zentralbewusstsein ist, scheint es ein noch ein sehr langer, vielleicht auch nicht realisierbarer Weg zu sein.

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Für Menschen ist es in der Tat unmöglich aus eigener Kraft wieder zur Vollkommenheit und Verbindung mit Gott zu gelangen. Aber kaum hatte Adam und Eva die Frucht gegessen , sagte Gott folgendes vorraus 1Moses 3 Vers 15 und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen. Da Frauen ja natur gemäß keinen Samen haben ist damit die Jungfrauengeburt Jesus gemeint. Jesus soll dem Teufel den Kopf zertreten um uns aus der Knechtschaft der Sünde zu befreien. wir haben nämlich nur den Herren getauscht durch unseren widerspenstige Wahl. Das zweite bezieht sich auf das Leid wenn man von einer Schlange gebissen wird, leidet man, manchmal bis zum Tod. Gott hat uns von Anfang an einen freien Willen gegeben sonst hätten wir uns gar nicht gegen ihn entscheiden können. Aber als Adam und eva von der Frucht aßen, taten sie zum ersten mal etwas Böses und erkannten nun das es schlecht war und fürchteten sich vor Gott. Gottes Segen mit euch

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Da ich nicht weiss wie ich auf den Haupt Artikel als solches antorte, mache ich es einfach indem ich auf einen Kommentar/Lesebrief antworte: «die Herrschaft des Mannes über die Frau» ? Wieso? Was genau führt zur Wortwahl 'Herrschaft' im Bezug auf die Sündenfall Geschichte?

Antwort auf von Markus (nicht registriert)

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Am Anfang des Artikels wird der erste Fehler gemacht, denn der mächtigste Mythos ist Gott - Gott ist Vernunft des Geistes / der Schöpfung.

Der zweite Fehler ist die Frage nach Neid - Überwindung der Vorsehung / der "göttlichen Sicherung" vor dem Freien Willen würde den Mythos der Unsterblichkeit in der ganzen / ebenbildlichen Kraft des Geistes auflösen, wenn Mensch sich als Ganzes / als Wesen in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein OHNE WETTBEWERB / OHNE wettbewerbsbedingte Symptomatik / OHNE "Individualbewusst"-herrschaftliche Hierarchie gottgefällig gestalten würde - Matthäus 20, 25-28

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Wenn Gott ein Mythos ist, wie können sie dann den Urknall erklären wir wissen aus der Physik das nichts von nichts kommt z.B. ein Stein bewegt sich nicht einfach sondern ich muss Kraft aufwenden damit er sich bewegt. Wieviel Kraft musste also aufgewendet werden um den Urknall zu verursachen und wer oder was ist diese Kraft? Wenn Gott reine geistige Vernunft wäre hätte er uns einfach aussterben lassen. Wenn er böse wäre hätte er uns zu Sklaven gemacht. Ergo muss er einen Grund haben warum er seine Schöpfung nicht beendet dafür kommt eigentlich nur Liebe als Beweggrund in Frage. Etwas das man liebt will man retten. Aber etwas das man liebt darf sich auch Freiheiten herausnehmen. Ähnlich wie ein Vater seinen Kindern zugesteht eigene Entscheidungen zu machen. Auch wenn sie sich hinterher als Fehler entpuppen. Denn Gott möchte das wir wachsen, das wir selber erkennen das sein Weg besser ist. Gott hat einen der Engel Luzifer als sehr schönen Engel geschaffen. Anstatt sich darüber zu freuen und damit zu frieden zu sein. Bildete er sich irgendwann ein selbst die Perfektion zu sein, selbst ein Gott zu sein. Gott besaß aber Anbetung und er nicht, er neidete ihm das und trieb einen Keil zwischen Gott und einigen Engeln und den Menschen. Denn wenn er schon nicht die Anbetung bekam sollten sie zumindest nicht mehr Gott anbeten. Noch besser sie würden irgendwann anfangen durch seine Lügen zu glauben das Gott nicht existiert.

Antwort auf von Katja (nicht registriert)

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"Denn Gott möchte das wir wachsen, das wir selber erkennen das sein Weg besser ist."

Ja, Mensch "wie im Himmel all so auf Erden", dann ist es auch okay wenn Gott als Person interpretiert wird.

Antwort auf von Katja (nicht registriert)

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Sehr geehrte Frau Katja, Sie haben geschrieben: "wir wissen aus der Physik das nichts von nichts kommt." Da muss Ihnen ein kleiner Irrtum unterlaufen sein. In keinem Physikbuch werden Sie diesen beliebten Spruch lesen. Physiker schreiben mit gutem Grund überhaupt nicht vom "Nichts" in ihren Physikbüchern. Physiker wollen etwas über die Wirklichkeit rauskriegen. Deshalb überlassen sie vorsätzlich die Frage, woher das Nichts kommt, Philosophen, Satirikern, Theologen und allen, die gerne Unsinn im Gewand von Tiefsinn verbreiten. Und auch der Satz "Alles hat seinen Grund." steht in keinem Physikbuch. "Nichts" und "Alles" sind keine Objekte der Physik.

Fritz Kurz

@Kurz: "Nichts" und "Alles" sind keine Objekte der Physik."

Und doch behauptet auch die Physik, grundsätzlich/objektiv der Wissenschaft entsprechend, dass Alles Leben eine Sinnhaftigkeit von zufälliger Einmaligkeit in/aus Nichts als Atome und noch nicht vollständig identifizierten materialistischen Dings/Hierarchie hat!?

Nichts gehört dem "einzelnen/individualbewussten" Lebewesen allein! Sogar die Gedanken von Mensch nicht, weil diese auch immer abhängig von Geist und sonstwie konfusionierter Gemeinschaft geprägt "wachsen" - Im geistigen Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" (Mensch erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung) wächst quasi nur der Unsinn der zeitgeistlich-reformistischen Hierarchie des imperialistisch-faschistischen Erbensystems, bis Mensch (ALLE) die "göttliche Sicherung" (Vorsehung) gottgefällig (vernünftig) für den Freien Willen (Möglichkeiten in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein) zur ganzen Kraft des Geistes verantwortungsbewusst überwindet und ...!

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Sie haben geschrieben: "...behauptet auch die Physik...dass Alles Leben eine Sinnhaftigkeit...hat!?"

Daran beteiligt sich die Physik gerade nicht, dem Leben oder sonst wem oder was einen Sinn anzudichten. Der beliebte und gefährliche Unfug namens Sinn geht so: Erst wird wird behauptet, alles Mögliche, insbesondere das Leben, habe einen Sinn. Der muss dann gesucht werden. Das erweist sich als schwierig und fallenreich. Prompt erscheinen Frau Pfarrerin und Herr Psychologie auf der Bildfläche und bieten professionelle Hilfe an. Wenn der Sinn dann endlich gefunden ist, weiß der Sinnsuchende, worauf er gefälligst zu achten und seine Mitmenschen zu verpflichten hat.

Die Interessen, die einer hat, kommen dann entweder überhaupt nicht mehr vor oder allenfalls als Begleitmusik oder Spielmaterial der Sinndebatte. Das erweist sich für diejenigen, deren Interessen sich gesellschaftlich bedingt regelmäßig durchsetzen, als wahrer Segen. Für diejenigen, deren Interessen ebenso regelmäßig auf der Strecke bleiben, ist die Sinnhuberei ein weiterer Klotz am Bein.

Fritz Kurz

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@Kurz
Dann erklären Sie mir/uns mal, warum es anscheinend absolut SINN macht die VERNUNFT in einem System des "Zusammenlebens" von arm & reich, Gewinner & Verlierer, gut & böse, usw., als unabänderlich zu VERHUNZEN / zu konfusionieren!!! Weil das die Natur der Atome ist - Weil diese ignorant-arrogante Hierarchie im Sinne des Gottes / der Götter der Physik ist???

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Es lohnt durchaus, das Verhunzen der Vernunft genauer zu betrachten. Das "System des "Zusammenlebens" von arm & reich" schafft zwei Notwendigkeiten. Erstens müssen die Normalos weiter in den Firmen ranklotzen, damit der Reichtum sich dort sammelt, wo er sich nach Meinung der Firmeninhaber sammeln soll, bei ihnen nämlich. Die Produktionsanlagen müssen also laufen. Das setzt Ingenieurskunst voraus, die ohne Kenntnis der Natur und ihrer Gesetze nicht zu haben ist. Also sorgt die freiheitliche, demokratische und marktwirtschaftliche Gesellschaft dafür, dass zutreffendes Wissen über die Natur laufend erweitert wird. Die Physiker greifen weder zum Glauben, noch zum Gebet und auch nicht zur persönlichen Meinung oder zur Abstimmung. Sie befassen sich mit der Sache und diskutieren so lange, bis das Argument sich durchgesetzt hat. So entsteht Wissen.

Die zweite Notwendigkeit, die diese Gesellschaft erzeugt, ist von ganz anderer Art. Ganz wesentlich für das Fortbestehen des anheimelnden Gemeinwesens ist, dass nicht nur die Nutzennehmer, sondern auch die Nutzengeber ganz begeistert sind von den herrschenden Verhältnissen. Dass die Schlachthofbetreiber große Stücke vom florierenden Schlachthof halten, ist weiter kein Kunststück. Dass auch Metzger und Kälber begeistert einstimmen, ist eine wesentlich härtere Nuss. Da würde freie und deswegen verbindliche Debatte, kurz gesagt Vernunft, nur stören. Deshalb ist auf den Gebieten der Wirtschaft, der Politik, des Glaubens und der Kunst das Gegenteil von Vernunft angesagt. Jeder Gedanke, ob zutreffend oder grottenfalsch, hat sich zuallererst als bloße Meinung zu beschränken. Alles andere ist geistiger Terrorismus.

Wenn dann jeder Satz mit "Meiner Meinung nach" beginnt, haben Regierung, Parlament und Justiz keine Schwierigkeit mehr damit, mit Hilfe der Polzei durchzusetzen, wo es lang geht.

Diese Gesellschaft fördert also die Vernunft dort, wo sie sie gut gebrauchen kann. Wo die Vernunft stören würde, wird sie als ein "bloß" bezeichnet, das sich vor Gott, Moral und Sinn was schämen soll.

Fritz Kurz

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Kurz: "Deshalb ist auf den Gebieten der Wirtschaft, der Politik, des Glaubens und der Kunst das Gegenteil von Vernunft angesagt."

Ich habe hier nie etwas anderes behauptet, mir geht es um die fusionierende Wahrheit der Bibel, die es in keiner Kirche zu finden gibt, die Moses und Jesus, jeder in seiner Methode, versucht haben verständlich zu machen.

Kurz: "Physiker wollen etwas über die Wirklichkeit rauskriegen."

Die Wirklichkeit hat einen wahrhaftigen Sinn der über die Intrigen um Macht und Materie weit hinaus geht - Ein unkorrumpierbares / gottgefälliges Gemeinschaftseigentum "wie im Himmel all so auf Erden", damit Mensch (ALLE) einen neuen/weiteren Geist mit Seele erschaffen und die Schöpfung mit der ganzen Kraft eines Geistes der Gott ist stärken/erweitern.

Das "Individualbewusstsein" ist eine Illusion wie diese Wirklichkeit eine Illusion/Vorsehung ist die es gemeinsam als Mensch zu überwinden gilt - Materie ist Teil eines holographischen Universums, wie die Wissenschaft bis zur Grenze ("Schwarze Löcher") des bisher Erforschbaren ziemlich genau berechnet haben.

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Also was wollten Moses und Jesus uns verklickern? Auf die klassische Tour die Wirklichkeit mal wieder mit Sinn aufplustern? Oder doch lieber unter Vorwegnahme moderner Unsitten in einem populärwissenschaftlichen Artikel aus Spektrum der Wissenschaft alle klaren Hinweise darauf konsequent missachten, dass es sich um Gedankenspiele handelt und nicht um Erkenntnisse? Moses und Jesus sind danach also eine Illusion, selbst wenn einer von den Zweien es vielleicht doch bis zur Historizität geschafft haben sollte. Würde mich nur mäßig erschüttern....

Fritz Kurz

Selbst wenn Moses und Jesus nur zweifelsfrei-eindeutige Ethik vermitteln wollten, ist es doch die bessere/logischere, als die dieser konfusionierten Welt- und "Werteordnung".

Es gibt aber Wege die selbe Sinnhaftigkeit in Bewusstseinsentwicklung mit gleichen Erkenntnissen wie Moses und Jesus zu erfahren, doch dazu gehört Mut und/oder Ausdauer die der mehr und/oder weniger "intellektuelle" Wohlstands-/Gewohnheitsmensch aus Gründen seiner systemrationalen Hirnwäsche zur zynischen Hierarchie in gebildeter Suppenkaspermentalität nicht fähig und/oder willens ist!?

Antwort auf von Horst (nicht registriert)

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Die durchgesetzte Welt- und Werteordnung beruht ganz wesentlich auf Moral. Dagegen hilft auch nicht die Umbenennung von Moral in Ethik. Die Moralisten und Ethiker haben immer wieder neue Regelwerke verfasst. Es kommt aber darauf an, dass die systematisch Gelackmeierten die Weltordnung selber verändern. Dazu müssen sie vorsätzlich und nachhaltig gegen die Ethik verstoßen. Und nicht sich irgendeine Alternativethik herbeisehnen und sich der dann unterwerfen.

Fritz Kurz

Antwort auf von Fritz Kurz (nicht registriert)

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Die Strecke der entsprechenden Interessensuche, ist so sinnlos wie die fehlgeleitete Suche nach dem "Stein der Weisen".

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"Warum ausgerechnet eine Frau die Menschheit, personifiziert durch den Adam, verführte, lässt sich anhand der Bibel nicht beantworten."

Zurzeit Mose war das Patriarchat ganz klar die Leitlinie für Moses Versuch in Disziplin und Hierarchie, deshalb: 1. Mose 3,16 "... er soll dein Herr sein."

Jesus versuchte es vor allem mit Liebe, da war das Patriarchat zwar auch noch nicht augelöst, aber: siehe NT.

Hallo,
wenn Adam sündigen konnte, dann wohnte die Sünde also bereits in ihm, ja? Dann wurde er also schon mit der Sünde geschaffen. Das heißt dann aber, dass die Sünde nicht durch Adam in die Welt kam, sondern zur Schöpfung gehört.
Desweiteren : Wenn Adam und Eva erst nach dem sog " Sündenfall" wussten, was Gut und was Böse ist, dann hatten sie diese Unterscheidungsmöglichkeit/Fähigkeit also noch nicht, ja? Was ist dann ihre Schuld?
Wenn Paulus in diesem Zusammenhang sagt " das Gute, das ich will, tue ich nicht, und das Böse, das ich nicht tun will tue ich", dann frage ich, inwieweit hier denn überhaupt eine Schuldfähigkeit vorliegt?!
Ist es also nicht vielmehr so, dass "die Sünde" garnicht eine Macht ist, und schon har nicht irgendwie gegenständlich im Menschen zu verorten( wie es auch keine Seele " im Menschen" gibt) ist!?
Sünde gehört zur Welt, zur Schöpfung, sie ist die Möglichkeit zur Zerstörung, zum Destruktiven. Der Mensch, der aber eben nicht von Grund auf böse ist, hat die Möglichkeit zur Wahl. Er kann auch das Gute tun. Und weil das oft nicht gelingt, hat Jesus gezeigt, dass Gott uns deshalb nicht verurteilt. Kann er auch gar nicht, denn er hat uns so gemacht und in diese Welt gestellt. Als seine Kinder sind wir geliebt, egal, was wir tun. Das Zerstörerische, der Tod, ist negiert, besiegt, überwunden.
Aber wir müssen mit diesem Aberglauben aufhören, dass im Menschen irgend so etwas Böses lauert, schlummert. Denn das führt dazu, dass Menschen sich selbst nicht mehr trauen, ständig auf " hab acht Haltung" stehen und voller Angst sind.
Und das ist die genaue Perversion dessen, was Gott möchte. Die Schuld, die Tragik Adams und des Menschen ist, dass wir Gott seine Liebe nicht glauben "Sollte Gott gesagt haben...." Misstrauen gebiert Unglück.

wo Mensch vom Geist / von der Schöpfung / vom Zentralbewusstsein des Universums faktisch die Eigenverantwortung zur Weiterentwicklung erlangt hat, aber aufgrund seiner Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und "Individualbewusstsein" doch nur geistigen Stillstand bis zum nun "freiheitlichen" Wettbewerb ...

Kay Moritz: "... inwieweit hier denn überhaupt eine Schuldfähigkeit vorliegt?!"

Seit Mensch erstem und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung ("Vertreibung aus dem Paradies"), liegt die Schuldfähigkeit wie die Vernunftbegabung in der Ganzheitlichkeit der Menschen - Alle Texte der Bibel sprechen nie den "einzelnen" Menschen / nie das "Individualbewusstsein" an, sondern Alle, die von der Konfusion zur gottgefälligen/vernünftigen Fusion sich/Mensch ebenbildlich gestalten sollen (und auch nur in dieser Form kann Mensch das Schicksal der Vorsehung / der "göttlichen Sicherung" des Geistes vor dem Freien Willen überwinden und eine Seele / einen neuen/weiteren Geist schaffen).
In Matthäus 21,18-22 (Der verdorrte Feigenbaum) ist alles, was für Glaube, Gebet und Menschsein wirklich-wahrhaftig wichtig ist, komprimiert nachzulesen (Glaube und Gebet des "Einzelnen" / Individualbewussten" ist ...)

Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; oder: Adam und Eva leben noch

Die „Schöpfung“ hatte schon verschiedene Phasen und Zustände durchlaufen, als „Gott, der Herr, den Menschen formte“. Dieser „Mensch“ erhält einen göttlichen Auftrag:
„Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte. Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn sobald du davon isst, wirst du sterben.“ (Genesis II, 15-16).
Das „Gebot“ wird von vielen, die diese Bibelstelle lesen, als unverständliches Verbot wahrgenommen. Häufig kommt es zu der Überlegung: Was veranlasst Gott dazu, den Ur-Menschen in eine Situation zu versetzen (Garten Eden), die neben aller Schönheit auch Beeinträchtigungen hat und ihm sogar den Tod bringen kann?
Wer Gott als Schöpfer für alles verantwortlich macht, verkennt das Prinzip des „eigenen Willens“ und damit die „Eigenverantwortung“ der von ihm geschaffenen Wesen. Besonders der Mensch hat einen seelisch-geistigen Zustand, der diesem Prinzip entspricht.
Der Mensch ist zwar ein von Gott geschaffenes Wesen, aber sein Zustand ist „zur Zeit als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte“ (Genesis 2,4) nicht mehr himmlisch rein und vollkommen (siehe Genesis I, 37: „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut“), sondern „nur paradiesisch“. Aus der ursprünglichen „Ebenbildlichkeit“ hat sich ein „Mensch“ gebildet, den es reizt, sein Leben aus sich selbst zu bestimmen. Wenn man dabei den Dialog mit Gott vernachlässigt, und die eigenen Gedanken und Vorstellungen mehr schätzt, erzeugt man begrenzte und unreife Lebenszustände. Nur in der unmittelbaren Verbindung mit dem Geist Gottes kann der Mensch angemessen an der Schöpfung teilnehmen, damit „Früchte vom Baum des Lebens“ entstehen.
Um den Reifeprozeß aktiv mitzutragen, bekommt der „Mensch“ deshalb den Auftrag, den „Garten Eden zu bebauen und zu hüten“.
Dagegen sind die „Früchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ nicht Erzeugnisse aus dem Geist Gottes. Diese „Früchte“ sind nicht Symbole für die Möglichkeit eines „geistigen Evolutionssprunges“. Sie sind das Ergebnis einer menschlichen Haltung, die meint aus dem eigenen Selbstbewusstsein zu erkennen, was Gut und Böse ist. Dieser Haltung fehlt die Bereitschaft, sich immer wieder in Frage zu stellen, um einer Fehlentwicklung nicht zu folgen, und durch die Aufklärung Gottes den wahren Weg zu gehen. („Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Joh. 14,6)

Es geht um die Entscheidung: Hingabe an den Geist Gottes, oder Hingabe an den Eigensinn.
Die Paradiesgeschichte verdeutlicht, was passiert, wenn der Wille zum „Selbstsein“ als Drang nach Unabhängigkeit vom Göttlichen wächst und sich steigert durch die Verbindung mit der Schlange. Die Schlange ist das Symbol für eine Kraft, die das niedere Selbst des Menschen verführen kann, weil sie eine gemeinsame Ausrichtung und ähnliche Wesenszüge haben. Adam und Eva folgen der Versuchung, „eigene Wege“ zu gehen, und merken durch ihre Egozentrik gar nicht, dass sie sich immer mehr vom Göttlichen – und damit vom wahren Leben – entfernen. Aus der Weitsicht wird die Engstirnigkeit. Aus der Einheit mit Gott und der Ganzheit werden der Eigenwille und die Selbstsucht. Adam und Eva verhalten sich eigenwillig und sondern sich dadurch von Gott ab.
Sie hätten Gott fragen können, warum Er vor den „Früchten des Baums der Erkenntnis“ so eindringlich warnt. Aufgrund ihrer Begeisterung für ihr „Selbst“ sind sie nicht an wirklicher Aufklärung interessiert und nehmen Gott nicht ernst.
Im Unterschied zu Adam und Eva haben heute viele Menschen den Kontakt zu Gott vollkommen verloren. Das Gewissen berührt eher auf menschlicher Ebene als in der lebendigen Beziehung mit Gott und in der Gewissheit Seines Daseins. So betrachtet ist unsere „Absonderung“ weitaus größer als beim „Fall des Menschen aus dem Paradies“. Dass Adam und Eva in diese Situation geraten, hat zwei wesentliche Gründe. Obwohl sie wissen, dass ihr Verhalten falsch war, sind sie nicht einsichtig. Anstatt zu bereuen, geben sie einander und der Schlange die Schuld. Sie tragen nicht die Verantwortung für das, was sie verursacht haben. Das bedingt ihren Fall. Diese „Maßnahme“ schützt letztendlich ihren wahren ebenbildlichen Ursprung und ermöglicht die grundsätzliche Rückkehr zum „höheren Selbst“. Hätte das „niedere Selbst“ als geistiger Zustand – personifiziert durch Adam und Eva – nach den Früchten vom „Baum der Erkenntnis“ auch noch die Früchte vom „Baum des Lebens“ zu sich genommen, bliebe das „niedere Selbst“ in Ewigkeit erhalten, denn der Baum des Lebens ist das Symbol für das absolut Gültige innerhalb der Schöpfung, und seine Substanz nährt ewig. Die Früchte stellen essentielle Kräfte dar, die sich wie Fruchtsamen verbreiten und vermehren.
Die Kenntnis von Gut und Böse erhalten wir nur aus der Liebe zur Wahrheit in der Verbindung mit Gott. Wer sich jedoch abgesondert hat und eigenen Vorstellungen nachgeht, die unklar sind und dem Leben widersprechen, kennt nicht mehr Ursache, Wirkung und die Ordnungsprinzipien, die in allem, was existiert, vorhanden sind und Einfluss nehmen.

„Was im Anfang ist, ist jetzt. Das, was im Anfang ausgesandt wurde, besteht jetzt, doch die Menschheit hat den Baum des Lebens noch nicht ergriffen. Der Mensch isst noch von den Früchten des Baumes von Gut und Böse, der seine Wurzeln in ihm selbst hat.
Indem ihr zu Mir kommt, werdet ihr aus eurem Zustand herausgehoben. Ich throne in euch, doch ihr blicktet nach außen und fandet Mich nicht. Blickt nach innen und findet dort Gott! Die reinen Herzens sind, werden ihn erkennen.
Die Welt isst noch immer von den Früchten des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse, und nur wenn die Menschheit den Baum des Lebens ergreift – den Christus im Innern –, wird ihre Erlösung kommen.
Gut und Böse sind die Ergebnisse eures Verstandes, dessen, was ihr über die Dinge denkt. Dies ist der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, der Frucht, von der ihr nicht essen dürft, damit ihr nicht in eurer Unwissenheit sterbt. Wenn ihr den Baum des Lebens ergreift, das innerste Gewahrwerden der Wahrheit, wird dies eure Erlösung sein.
Wenn ihr den Christus erkennt, wird euer Geist nicht länger von Gut und Böse verwirrt, und ihr werdet die sich offenbarende Kraft von Gottes Liebe, Weisheit und Macht.“
(Murdo MacDonald-Bayne: „Göttliche Heilung von Seele und Leib“)

Das Erfassen des „Baum des Lebens“ ist lebenswichtig für die ganze Menschheit. Indem Gott Mensch wurde als Jesus Christus hat Er für uns den Zugang und Zugriff wieder ermöglicht. Inwieweit diese Chance zum Heilwerden genutzt wird, bestimmt jeder selbst. Wer nicht zugreift, wird das wahre Leben nicht erfahren und an ihm teilhaben.
Der Mensch muss umkehren, um sein „altes Ich“ in das „wahre Ich“ zu wandeln. Dies geschieht im Wesentlichen durch Reinigung von allem Niederen und Falschen durch die Hinwendung zum Christus mit Hilfe der Kraft durch des Heiligen Geistes.

"Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn sobald du davon isst, wirst du sterben."

@Helmut Heider
Im Garten Eden war Mensch ein ganzheitliches Wesen, ebenbildlich zu Gott/Vernunft, bis die instinktive Bewusstseinsschwäche nicht nur Gut & Böse, sondern auch Angst, Gewalt und "Individualbewusstsein" egozentriert hat. Wenn wir also wieder ebenbildlicher Mensch werden wollen, dann nur als globale Gemeinschaft in Gemeinschaftseigentum OHNE wettbewerbsbedingte Symptomatik, "wie im Himmel all so auf Erden" - Geistig-heilendes Selbst- und Massenbewusstsein, OHNE Ausreden in heuchlerisch-verlogener Schuld- und Sündenbocksuche, damit der geistige Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" / die Vorsehung der "göttlichen Sicherung" vor dem Freien Willen gottgefällig/vernünftig überwunden wird!?

Die "einzelnen"/"individualbewussten" Menschen, bewegen sich in der illusionären Konfusion und können nur auf die "Gnade Gottes" bauen, die den absoluten Tod bedeutet, für einen weiteren Versuch des Projekts Geist/Zentralbewusstsein-Gott/Mensch-Seele/Geist