Aufzeichnung des Webinar "Anders wohnen? - ein Webinar über neue und bezahlbare Wohnformen" vom 17. August 2023
Webinar: Wie kann man preiswert wohnen?
Genossenschaftlich bauen, gemeinschaftlich wohnen - wie geht das?
Jörn Luft und Jennyfer Wolf sprechen mit Dorothea Heintze über neue und bezahlbare Wohnformen
Tim Wegner
Aktualisiert am 17.04.2024

2.500 Euro Miete für eine Vier-Zimmer-Wohnung in der Hamburger Hafencity; 200.000 Euro Kaufpreis für eine ausgebaute, 58 Quadratmeter große Maisonettewohnung mit schrägen Wänden in Leipzig-Reutnitz. Ein Blick auf die Miet- und Kaufangebote auf dem deutschen Wohnungsmarkt genügt, um sich zu fragen: Muss gutes Wohnen wirklich so teuer sein?

Privat

Jennyfer Wolf

Jennyfer Wolf lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Sie ist Medizinerin und Gesundheitswissenschaftlerin und arbeitet als Beraterin für die Weltgesundheitsorganisation im Bereich Umwelt, Klimawandel und Gesundheit. Zusammen mit anderen Menschen hat sie 2017 das Mehrgenerationen-Haus "Allmende" als Projekt des Mietshäuser Syndikats ins Leben gerufen. Dort möchte sie gemeinschaftlich leben, da sich gemeinsam mit anderen sehr viele Synergien und Möglichkeiten ergeben. Für sie steht fest: Die Klimakrise mit all ihren Folgen ist schon jetzt für so viele Menschen weltweit das größte Problem. Mit dem auch ökologisch-orientiertem Wohnprojekt Allmende möchte sie einen Beitrag leisten.
Eric Jobs

Jörn Luft

Jörn Luft, geb. 1973, ist Mitglied im Vorstand der Stiftung trias und des Netzwerk Immovielien. Er wohnt mit seiner Familie in Bonn. Dort und in Köln hat er rund um den Jahrtausendwechsel Geographie und später berufsbegleitend Public Relations studiert. Bei der Stiftung trias arbeitet er seit 2018. Im Netzwerk Immovielien ist er Gründungsmitglied seit 2016. Die Kernthemen der Stiftung trias sind Boden, Ökologie und Wohnen. Die Stiftung erwirbt und entzieht Grundstücke der Spekulation und führt sie mittels Erbbaurecht dauerhaft einer sozialen und ökologischen Nutzung zu. Als Vorstand hat Jörn Luft maßgeblich an Forderungen zu den Themen Boden, Finanzierung, Beteiligung und Recht mitgearbeitet, die in ihrer überarbeiteten Fassung "2.0" 2023 veröffentlicht wurden.
Tim Wegner

Dorothea Heintze

Dorothea Heintze ist Journalistin und Moderatorin. Viele Jahre war sie als Redakteurin bei chrismon angestellt, dort auch verantwortlich für die Website. Mittlerweile ist sie freie Autorin mit den Schwerpunkten Stadtentwicklung und nachhaltige Ernährung. Für chrismon schreibt sie die Wohnlage und betreut die die Projektseite und die Webinare. Sie moderiert zusammen mit Thomas Sampl von der Hobenköök in Hamburg den Hobenschnack und beschäftigt sich seit Jahren auch ehrenamtlich immer wieder mit der Frage: Wie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben? Sie ist Autorin mehrerer Hamburg-Reiseführer und engagiert sich als Gründungsmitglied von ProQuote Medien für mehr Frauen an der Spitze in den deutschen Medien.

Nein, sagen Jörn Luft vom Netzwerk Immovielien e.V. und Jennyfer Wolf vom gemeinwohlorientierten Hausprojekt "Allmende in Freiburg". Im Netzwerk Immovielien e.V. haben sich Einzelpersonen, Vereine, Kommunen und Stiftungen zusammengeschlossen, um solidarisch Immobilien für viele zu entwickeln.

Jennyfer Wolf hat gerade mit ihrer "Allmende" Richtfest gefeiert und weiß als berufstätige Mutter von drei Kindern, wie anstrengend, aber auch wie beglückend es ist, die eigene Vision vom besseren und bezahlbaren Wohnraum zu verwirklichen. Jörn Luft gibt Tipps, wie man an Fördergelder und Kredite kommt, auch wenn man nicht viel Geld hat.

Moderation: Dorothea Heintze, chrismon-Autorin (chrismon-Kolumne "Wohnlage").

Aufzeichnung vom 17. August 2023

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Wohnen muss per se nicht teuer sein. Im Osten von Deutschland gibt's ganz viel preiswertes wohnen. Auch im Alter. Beispiel Sachsen. Neuvermietung 6-9€ kalt. Jede Menge Angebote.

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Nun, da ich die Aufzeichnung von diesem Webminar gesehen habe:
Wie kann man preiswert wohnen? Genossenschaftlich bauen, gemeinschaftlich wohnen - wie geht das?Jörn Luft und Jennyfer Wolf sprechen mit Dorothea Heintze über neue und bezahlbare Wohnformen
Ich konnte alle Begriffe zuordnen und hörte als alte Häsin gerne zu!
Allerdings empfand ich es - wie häufig - nicht für "Otto Normal Verbraucher".
Die Menschen mit denen ich jetzt im Mieterwohnprojekt mit sozialer Wohnraumförderung wohne, hätten all das nicht stemmen können - aber (im Besonderen) ich wollte/will gut alt werden!

Und wenn bei der Befragung zu WOHNEN keine Antworten wie "nicht einsam" oder evt. sogar "gemeinschaftlich" zu hören sind, bin ich - als Überzeugungstäterin - dran:

Ich bitte Sie bei allen Gelegenheiten für gemeinschaftliches - und bezahlbares - Wohnen zur Miete zu werben! Bewusstsein zu schaffen dafür, dass es - auch für "Otto Normal Verbraucher" - diese Möglichkeit geben kann. Die Enkelkinder unserer BewohnerInnen tragen es (mit mir und Anderen) in die Welt - da sie es hier erleben.

Gute Wünsche kommen mit und Lust Ihnen davon zu erzählen.
Hildegard Luttenberger

Liebe Frau Luttenberger, schön, dass Sie uns zugehört haben. Und ich stimme Ihnen zu: So ein gemeinsames Bauprojekt ist oft sehr anstrengend und für manche nicht leistbar. Aber genau deshalb baut die Allemende auch generationenübergreifend und nimmt Menschen auf, die sonst auf dem Wohnungsmarkt keine Chancen hätten. Ich hoffe, wir haben das gut rüberbringen können, dass es uns hauptsächlich um Mietwohnungen mit möglichst günstigen Mieten geht. Ich habe mir Ihr Projekt angesehen und werde gerne dazu berichten. Schönes Modell.... also bald mehr dazu in der Wohnlage: https://chrismon.evangelisch.de/wohnlage

So gesehen auf bald
Dorothea Heintze