Liebe Leserinnen, liebe Leser und liebe Gäste!
Warum ich Sie als Gast anrede? Weil wir alle ganz oft Gäste sind! Wir sind kurz Gäste im Büro der Kolleginnen, die immer so leckere Süßigkeiten haben. Wir sind Gäste, weil uns jemand eingeladen hat, wie schön! Oder wir werden zu Gästen, weil wir Dienstreisen machen.
Mein Kollege Markus Bechtold und ich hatten also viele Gründe, zu Gast in Hamburg zu sein. Dort haben wir die Concierge eines edlen Hotels, den Herbergsvater einer Jugendherberge und den Seemannsdiakon eines Seemannsclubs zum Interview gebeten, um zu lernen: Wie können wir gute Gastgeber sein – und gute Gäste werden? Wir trafen uns im Seemannsclub Duckdalben im Hafen. Der Gastgeber, Pastor Jan Oltmanns, war ein leuchtendes Vorbild. Er schüttelte uns allen herzlich und fest die Hände und sagte: „Im Duckdalben duzen sich alle!“ Und zack, war das Eis gebrochen. Und das war nicht der einzige Tipp, den uns die Profi-Gastgeber mit auf den Weg gaben…
Bekommen Sie in Zeiten von Whatsapp und ständiger Erreichbarkeit noch Überraschungsgäste? Ich finde, das passiert leider viel seltener als früher. Die Fastenzeit hat in diesem Jahr das Motto „Zeig dich!“. Das sollten wir wörtlich nehmen und bei Freunden klingeln, ohne uns per Kurznachricht anzukündigen. Und wenn es nun plötzlich bei Ihnen schellt? Wir haben zehn Tipps gesammelt, die Sie zu einem guten Überraschungs-Gastgeber machen.
Überraschend kamen die Gäste nicht, die bei Elke Maria Koßmann klingelten, als meine Kollegin Mareike Fallet sie besuchte. Koßmann kocht für Gäste, weil es ihr Freude macht. Sie muss genau planen und hart arbeiten. Und wenn der Besuch erst mal im Wohnzimmer sitzt und genießt, braucht sie viel Vertrauen – darauf, dass Gespräche in Gang kommen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche – und vielleicht laden Sie ja am Wochenende einfach mal wieder Freunde ein oder werden Überraschungsgast!
Ihr
Nils Husmann

