Soziales Ehrenamt
"Die Barrieren im Kopf haben sich schnell aufgelöst"
Klaus Hofmeister ist Tourenführer für Obdachlose beim Erlebnisprojekt "Mach mit" der Caritas Frankfurt am Main. Warum macht er das?
Klaus Hofmeister wandert mit Obdachlosen in Frankfurt am Main
Klaus Hofmeister wandert mit Obdachlosen in Frankfurt am Main
Katrin Binner
Tim Wegner
29.11.2022
1Min

Was machen Sie?

Kulturführungen, Wanderungen und Klettertraining für Wohnungslose im Rahmen des Projekts "Mach mit!" der Caritas.

Warum machen Sie das?

Ich kann meine Hobbys mit einem guten Zweck verbinden. Ist doch super!

Was ist das Besondere daran?

Schön ist die Vertrauensbasis, die sich entwickelt. Und die Freude, wenn Teil­nehmer eine anspruchsvolle Wanderung geschafft und eine positive Selbst­erfahrung haben. Ein Klient hat auf die Kletterausflüge hin sogar eine Ausbildung zum Industriekletterer gemacht.

Wie viel Zeit brauchen Sie dafür?

Anderthalb Tage im Monat.

Was hatten Sie sich anders vorgestellt?

Hätte es mit meinen Hobbys nicht so gut gepasst, hätte ich diese fremde Welt nicht gesucht. Aber die Barrieren im Kopf haben sich schnell aufgelöst: Ich habe es mit ganz normalen, teils sehr liebenswerten Menschen zu tun, die das Schicksal irgendwann gebeutelt hat.

Weshalb ist wichtig, was Sie machen?

Die meisten, die zu uns kommen, haben ­einen Unterschlupf gefunden oder ein so­ziales Angebot angenommen. Sie brauchen ein Miteinander und eine Möglichkeit, die Alltagsmonotonie zu verlassen.

Infobox

In Frankfurt am Main leben schätzungsweise 2000 Obdachlose, 200 davon machen "Platte", sind also ohne festen Rückzugsort.

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